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364  3.  Buch.  1.  Kapitel.
England  den  Rath,  Gesandte  an  den  Kaiser  zu  schicken  und  von  ihm
die  Abkürzung  des  Exils  zu  erbitten.

Um  seiner  Sache  aber  noch  gewisser  zu  sein,  schickte  Heinrich  II.
den  Archidiakonus-  von  Lisieux,  Hugo  de  Nonant,  mit  anderen  Geistlichen
  an  Papst  Lucius  III.:  dieser  sollte  sich  beim  Kaiser  für  den
verbannten  Sachsenherzog  verwenden.  Die  englischen  Gesandten
trafen  ihn  in  Verona  und  tugen  ihm  ihre  Bitte  vor.  Obgleich
Lucius  III.  kurz  zuvor  die  Vermählung  der  Tochter  Heinrichs  des
Löwen  mit  Wilhelm,  dem  Könige  von  Schottland,  wodurch  der  Name
der  Welfen  neuen  Glanz  und  Heinrich  II.  wesentliche  Vortheile  erlangt
  haben  würde,  unter  Hinweisung  auf  die  zu  nahe  Verwandtschaft
  verhindert  hatte,  so  ließ  er  sich  voch  jetzt  zur  Unterstützung
dieser  Bitte  beim  Kaiser  bereit  finden.  Doch  brachte  er  bei  der  gleich
darauf  zu  Verona  stattfindenden  und  durch  Abwickelung  von  allerlei
neuen  Streitfragen  eben  nicht  sehr  friedfertigen  Zusammenkunft  mit
Friedrich  I.  durch  seine  Verwendung  nichts  weiter  zu  Stande,  als
daß  der  Kaiser  dem  Herzog  erlaubte,  nach  Ablauf  der  drei  Jahre
der  Verbannung  in  die  ihm  gebliebenen  Erblande  zurückzukehren.
Diese  aber  liefen  erst  gegen  den  Herbst  1185  ab.

Der  Zustand-  Sachsens  hatte  sich  in  der  Zwischenzeit  in  nichts
gebessert:  die  Verwirrung  stieg  dadurch,  daß  sich  Knud  VI.,  dessen
Streit  mit  dem  Kaiser  fortdauerte,  in  die  dortigen  Angelegenheiten
einmischte  und  zwar  mit  dem  günstigsten  Erfolge.  Noch  immer  nämlich
  befehdete  Graf  Adolf  von  Schauenburg  im  Bunde  mit  Bernhard
  von  Ratzeburg  und  Guncelin  von  Schwerin  den  neuen  Herzog
  und  dessen  Anhänger;  an  der  sächsisch-slavischen  Grenze  waren

„Nieclot  und  Germar  in  verwüstendem  Kampfe  mit  Borwin  und  Begislav.

  In  diesen  mischte  sich  Knud  ein,  aufgereizt  durch  den  Versuch,
  den  Bogislav  auf  des  Kaisers  Antrieb  gegen  Rügen  machte,
Cum  suspectum  babuit,  quod  ad  regem

Anglise  iernt;  quse  tamen  suspivio
propter  Henrieum  ducem  fuerat,  qui

cem  Sazoniac.  Veniontibus  itaque
ad  ouriam  summi  pontificis  in  Veronia
  —  —,  et  moram  ibi  cum  papa

tuno  temporis  in  Anglia  exulabat.

)  Roger.  Loveden.  I.  c.  Benedict.
ra,  F.  460.

2)  Benedict.  Petrob.  461:
Interim  sollicitus  rex  de  pace  Koiende
inter  imperatorem  et  ducem  Sazroniae
misit  Hugopem  de  Nonant,  archidia-Conum
  Leixoviensem,  et  qursdem  alios
et  deniis  et  familiaribus  suis  ad
papam  Lucium,  supplicans  ut  ipse
iram  imperatoris  mitigaret  versus  dulacientidos

  nuncius  advenit  imperator
ad  eolloquendum  papae.  Ad  cuins  inatantiam
  oonoessit  imperstor  duoi  Sa-Joniae
  licentiam  redeundi  in  patriam
et  relaxavit  ei  sacramentum,

ipse  in  recessu  prnestiterat,  seilicet.
so  numquam  in  terram  euum  reversurum
  nisi  de  mandato  et  licentia
ibsios.  Et  summus  pontifer  absolvie
cum  a  iuramento,  duod  fecerat  imperatori.
