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388  3.  Buch.  6.  Kapitel.

Schon  in  vier  Wochen  sollten  sich  alle  bei  Horneburg  um  den  König
zu  diesem  Zuge  sammeln.)

Auf  die  Nachricht  von  viesen  Rüstungen  verdoppelte  Heinrich
der  Löwe  seine  Anstrengungen:  seine  Hauptstadt  Braunschweig  wurde
in  aller  Eile  befestigt  und  eine  starke  Besatzung  hineingeworfen;  die
Vertheidigung  übergab  der  Herzog  seinem  Sohne  Heinrich.)  Seine
kriegerische  Thätigkeit  unterbrach  er  keinen  Augenblick.  Aber  das
feste  Lauenburg,  die  Burg  des  Herzogs  Bernhard,  leistete  ihm  den
tapfersten  Widerstand,  und  einen  ganzen  Monat  dauerte  es,  bis  er
sie  in  seine  Gewalt  bekam:  aber  auch  da  noch  mußte  er  den  muthigen
  Vertheidigern  freien  Abzug  gewähren.)

Inzwischen  sammelten  sich  die  Fürsten  bei  Horneburg')  um  den
jugendlichen  König.  Auch  diesmal  befand  sich  unter  ihnen  Heinrichs
alter  Gegner,  der  Erzbischof  Philipp  von  Cöln,  mit  ihm  der  Mainzer
  Erzbischof  Conrad,  ein  Mann,  der  weder  in  seinem  Wesen,  noch
in  seiner  Tracht  einem  Geistlichen  glich,  sondern  wenn  er  in  vollständig
  kriegerischer  Kleidung  einherschritt  und  seine  Leute  zu  wüthendem
  Kampfe  anspornte,  auch  selbst  wohl  einmal  mit  dreinschlug,
ein  wilder,  wüster  Haudegen  zu  sein  schien)  Herzog  Bernhard,  zu
dessen  Schutze  recht  eigentlich  der  ganze  Zug  unternommen  wurde,
fehlte  natürlich  nicht.  Auch  Adelog,  der  Bischof  von  Hildesheim,
schloß  sich  der  Unternehmung  an.  Mit  einer  sehr  stattlichen  Kriegsmacht
  rückte  man  trotz  der  schon  ungünstigen  Jahreszeit  vor  das
feste  Braunschweig.  Der  Erfolg  dieses  Zuges  war  ein  sehr  geringer)
  Denn  die  Bürger  Braunschweigs  waren  auf  lange  Zeit  mit
Lebensmitteln  versorgt  und  unter  Leitung  des  jungen  Heinrich  schlugen
  sie  alle  Angriffe  der  Belagerer  auf  das  Tapferste  zurück.  So

1)  Ann.  Pegar.  p.  267:  Heinri-  tionem  compulit  suosquc  in  ipso  colous
  ret  in  festo  Si  Galli  curiam  ha-  locavit.
buit  in  Merseburg.  Ibidem  expeditio  1)  Nach  den  Ann.  Pegav.  J.  e.

contra  H.  ducem  et  oontra  Brunisric  Die  Ann.  Stederburg.  I.  c.  geben  GospPro
  qucrimonin  Bernhardi  ducis  post  lar  als  Sammolplatz  an.

quatuor  ebdomadas  proponitur.

2)  Ann.  Stederburg.  p.  221:
Filius  autem  suus  in  civitate  sun
Brunswich  se  recepit.  Qui  accepta
certitudine  de  adventu  regis,  ad  supplementum
  cibariorum  cu,  qune  in
villis  erant,  intra  muros  intulit.

3)  Arnold.  Lub.  IV,  2.  Ann.
Stederburg.  l.  c.  Interim  senior
dux  castrum  Bernhardi  ducis  Louvenburg
  obsedit,  quod  viriliter  oppugnans,
cos,  qui  se  in  co  contulerant,  ad  dedi-Ann.

  Stederburg.  l.  c.
—  Moguntinus  ita  —  se  exhibuit,
ut  non  iom  episcopus;,  #  imas#ter
militum  esse  videretur.  et  Schilderung
  Conrads  ist,  wie  6  ganze
Stelle,  sehr  Verttiise  für  kSinrichd  d.  .

agt  b

Impetu  igitur  2  Mr'52  Brabt
swig  volens  vastare  eum.  Quam  cum
Dropter  instantem  hiemom  obtinere
non  potuisset,  abiit  —  —.