Heinrichs  Kampf  mit  Adolf  von  Schauenburg.

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eine  politische  Waffe  gesichert,  ihren  Hauptgegnern,  den  zahlreichen
geistlichen  Fürsten  war  die  wirksamste  Waffe  entrissen,  vor  der  sich

selbst  Heinrich  der  Löwe  einst  hatte  demüthigen  müssen.

Froh  über

diese  wichtige  Errungenschaft  kehrte  der  junge  Welfe,  wie  es  scheint,
seinen  Weg  über  Marseille  und  durch  Frankreich  nehmend  nach

Deutschland  zurück.!)

Der  Kaiser  hatte  inzwischen  trotz  aller  vernichtenden  Wirkungen
der  Pest  vor  Neapel  ausgehalten,  denn  es  hing  für  ihn  von  dem
Ausgange  dieses  Feldzuges  zu  viel  ab.  Aber  alle  seine  Anstrengungen
blieben  vergeblich:  wollte  er  nicht  auch  die  letzten,  so  schon  ganz  geschwächten
  Reste  seines  Heeres  einem  sichern  Untergange  preisgeben,
vielleicht  selbst  dem  Siechthum,  das  ihn  ergriffen,  erliegen,  so  mußte  er
die  Unternehung  gegen  Neapel  fallen  lassen  und  die  fruchtlose  Belagerung
aufheben.  Am  25.  Aug.  1191  entschloß  er  sich  dazu  und  trat  den  Rückzug
an.  Ließ  er  auch  das  abtrünnige  Land  die  Schwere  seines  Unmuthes  mit

etolicae  indulgemus,  ne  quis  in  personam
  tuam  vol  in  personas  Gliorum
tnorum,  erxcepto  Romeno  tantum  pontiflee
  vel  legato  specialiter  de  ipsius
latere  destinato,  nisi  de  speciali  forte

mandato  nostro  seu  illorum,  dui  nobis

successerunt,  excommunicationis  Sententiam
  audeat  prumulgare,  nisi  forte
talis  excessus  fuorit,  qui  ex  ipso
facto  poenam  ercommunicationie  im
portet.“  —  Die  bohe  Bedeutung  dieser
Urk.,  welche  in  Verbindung  mit  den
anderen  Zeitumständen  von  der  größ.
22  Tragweite  ist,  hat  man  bisher
ucht  hinreichend  betont.  Doch
"x  t  ##n  Aktenstlick  auf  die  Stellung
der  Welfen  sowohl  wie  des  Papstes
ein  helleres  Licht.  Später  finden  sich
zwar  äbnliche  Diplome  anderen  Fürben,
  auch  Städten  verlichen  4ogl.  Fried--berr
  de  fini  um  inter  eccl.  etc.  p.  158):

trufe  dieser  aeigfe  Die  Urk.
«  «  ust  1191,  also

Prug,  Heinrich  der  Loͤwe.

solchen  Privilegs  gerade  in  dem  Augenblicke
  danach  die  aller  entschiedenste
Findseligleln  bvgen  ber  den  Kaiser.  Eben
daraus,  daß  ich  kurze  Zeit
nach  des  jüngern  oure.  Entfernung
vom  Kaiser  dennselben,  ausgeheeltg  wurde
wird  cs  mir  hö  rscheinlich,  dan
derselbe  seine  Reise  on  Neapel  zunächst
nach  Rom  gerichtet,  dort  als  8
*  seines  Bundes  mit  dem  Pap
diese  Urkunde  erwirkt  und  erst  *
sich  nach  Deutschland  begelen  habe.
Daß  er  Rom  besücht,  sagt  ausbrilcklich
Arnold.  Lub.

u
1)  Bgl.  *  Lub.  l  e.  —  Ann.
Stadens.  p.  352:  „Qu  per  Gmeeiam,
  Unguriam  et  Bosmiam  redierat
in  speeie  monoculi  servientis  emplastro
  super  alium  oculum  posito  —
Ann.  Stederburg.  p.  224:  Unterim
  iunior  dux  deo  se  custodiente
per  medios  hostes  et  per  dispositas
custodias  via,  qguam  homo  non  posset
ostendere,  mirabiliter  elopeus  per
multos  labores  et  Fravia  pericula  inopinate
  Brunswich  advenit.“  —
Chron.  Weingart.  ap  Hess,  Mon.
Guelf.  p.  63:  „Henricus  ..  ad
Neapolitanos  coofogerat,  quorum
consilio  et  auzilio  ad  portum  Maesiliae
  descendens  evasit  et  sic  per  Galliam
  in  Saxoniam  ad  Patrem  pervenit.“
  Die  Verschiedenheit  dieser  An-*4r#s
  zeigt,  wie  wenig  man  Über  diese
eise  wußte.  Auch  konnte  es  bei  dem
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