Heinrichs  des  Löwen  letzte  Tage.  425

ähnliche  Erfahrungen  zu  machen  haben  würde,  wie  einst  mit  seinem
älleren  Bruder  Heinrich  vor  Neapel.

Heinrich  der  Löwe  mußte  sich  in  sein  Schicksal  finden.  Zwar
fiel  es  ihm  schwer  und  er  that  es  nur  mit  tiefem  inneren  Mismuth;
  aber  das  Glück  der  Waffen  noch  einmal  zu  versuchen,  war
er  außer  Stande.  So  saß  er  denn  in  Ruhe  auf  seinem  Schlosse
zu  Braunschweig,  die  Angelegenheiten  seines  kleinen  Landes  wahrnehmend,
  für  Kirchen  und  Klöster  sorgend,  sich  erbauend  an  den
Heldensagen  und  Mären  seines  Volkes.  Die  Aufgabe  aber,  sein
Geschlecht  wieder  zu  Glanz  und  Ehren  zu  bringen,  mußte  er  jüngeren
  Kräften  überlassen;  vor  allen  lag  sie  auf  seinem  Erstgeborenen
Heinrich.

Auf  dem  bisherigen  Wege  freilich  —  das  sah  der  junge  Welfe
wohl  —  konnte  er  das  vorgesteckte  Ziel  nie  erreichen;  es  mußten
sich  ihm  ganz  neue  Hülfsmittel  erschließen.  Und  das  Glück  wollte
ihm  wohl:  das,  was  durch  Haß  und  Krieg  und  unter  dem  wilden
Getöse  der  Waffen  zu  Stande  zu  bringen  nicht  gelungen  war,  das
bewirkte  jetzt  friedlich  und  still,  aber  ebenso  schnell  wie  sicher  die  allbesiegende
  Gewalt  der  Liebe.  Sie  war  es,  die  dem  jungen  Heinrich
mit  einem  Male  über  all  die  Schwierigkeiten  hinweghalf,  an  deren
Beseitigung  sein  Vater  so  lange  vergeblich  gerungen,  seine  beste  Kraft
und  die  Ruhe  seines  Greisenalters  gesetzt  hatte.  Die  Liebe  bewirkte
es,  daß  Heinrich,  der  noch  eben  gegen  des  Kaisers  Anhänger  gekämpft,
  dann  das  Ausland  vergeblich  für  sich  in  Waffen  zu  rufen
versucht  hatte,  über  dem  noch  immer  der  Zorn  des  Kaisers  wie  eine
schwere  Gewitterwolke  hing,  wenige  Wochen  danach  nicht  bloß  von
Heinrich  VI.  zu  Gnaden  angenommen,  sondern  ihm  sogar  verwandtschaftlich
  verbunden  war,  ja,  von  ihm  eine  Stellung  erhielt,  in  welcher
  der  Keim  lag  zu  neuem  Glanze  und  zu  neuem  Aufschwung  des
Welfengeschlechtes.

Heinrichs  des  Löwen  edle  Gemahlin,  Mathilde,  hatte  sich  schon
früh  mit  Gedanken  und  Plänen  getragen  für  das  einstige  Glück
ihrer  Söhne;  unter  den  Töchtern  der  mächtigsten  und  reichsten  Fürsten
  mochte  sie  wohl  schon  einem  jeden  seine  zukünftige  Gemahlin
auserlesen  haben.  Ihrem  Erstgeborenen,  Heinrich,  hatte  sie  so  des
nobiscum  cequitare  permitte-  mus.  Sed  tui  ducti  füvore  haee  inremus.
  Sed  quia  pater  eins,  dux  dulsimus,  quod  idem  Otto  de  die
Sazonum,  nobis  suspectus  tres  ser  vientes  habiturus  ost,

#ost,  cuius  malitiam  veremur,  qdui  ci  serviant  et  assistant.
Petitiones  oorum  admittero  voluio3.

