ERSIER  VORTRAG’)

Finleitung

allem  nötig,  sich  über  zweierlei  zu  verständigen:
l.  über  den  Ausgangspunkt,  den  man  dabei  zu
nehmen  haben  wird;  —  2.  über  die  Hauptbegriffe.  —

Was  den  Ausgangspunkt  betrifft,  so  würde  es  uns  für
den  vorliegenden  Zweck  viel  zu  weit  führen,  wenn  wir
uns  mit  der  Anschauung  in  ganz  entfernte  Zeiten,  in  ganz
abgelegene  Zustände  versetzen  wollten,  welche  zwar
immer  noch  einen  Einfluß  auf  die  Gegenwart  ausüben,
aber  nur  einen  indirekten.  Wir  werden  also,  um  uns  nicht
ins  rein  Historische  zu  verlieren,  von  der  römischen  Zeit
ausgehen,  in  welcher  eine  Kombination  der  verschieden&gt;
sten  Momente  zu  finden  ist.

Hiernächst  haben  wir  uns  zu  verständigen:  1.  über  den
Begriff  des  Fortschrittes  im  allgemeinen;  —  2.  über  das,
wasmanim  Zusammenhang  damitunter  „leitenden  Ideen“
zu  verstehen  habe.  —

7“  Behufe  der  gegenwärtigen  Vorträge  ist  es  vor

1.  Wie  der  Begriff  „Fortschritt“  in  der
Geschichte  aufzufassen  sei

Wollte  man  mit  manchem  Philosophen  annehmen,  daß
die  ganze  Menschheit  sich  von  einem  gegebenen  Urzustande
  zu  einem  positiven  Ziel  fortentwickelte,  so
könnte  man  sich  dieses  auf  zweierlei  Weise  vorstellen:
entweder,  daß  ein  allgemein  leitender  Wille  die  Entwick-1)

  Vom  25.  September  1854.