von  unseren  Reichen  hat  eine  nationale  Begründung
und  eine  nationale  Aufgabe.  Je  mehr  aus  den  unteren
Schichten  Leute  emporkommen,  desto  mehr  hat  sich  das
christliche  Prinzip  realisiert;  und  wenn  auch  das  Fürsten:
tum  durch  sein  persönliches  Prinzip  größere  Analogie
mit  den  aristokratischen  Gewalten  bekommt,  so  ist  es
doch  seiner  Natur  nach  wieder  mit  den  unteren  Ständen
verbündet,  indem  es  seine  Macht  zu  entwickeln  hat,  und
insofern  erfüllt  das  Fürstentum  den  vom  Christentume
vorgezeichneten  Beruf.  Je  tiefer  die  Kultur  eindringt,
wenn  sie  mit  der  Moral  und  Religion  vereint  ist,  desto
mächtiger  werden  die  Fürsten.

Nach  dieser  Betrachtung  kehren  wir  wieder  zu  unserem
allgemein  historischen  Gange  zurück,  welcher  uns  nun&gt;
mehr  zur  dritten  Periode  führt.

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Die  karolingische  Zeit  nebst  der  Periode
des  deutschen  Kaisertums

Wir  müssen  uns  auf  den  Punkt  zurückversetzen,  in
welchem  die  Omaijaden,  in  der  einen  Hand  den  Koran,
in  der  anderen  das  Schwert,  sich  Ägyptens,  der  nord:
afrikanischen  Küste  bemächtigt  hatten  und  auf  der  einen
Seite  von  Tunis  aus  den  Vatikan,  auf  der  anderen  Seite
Konstantinopel  bedrohten.  Betrachten  wirdemgegenüber
den  Zustand  des  germanischen  Abendlandes.  Der  Papst,
so  sehr  erauch  vom  Okzident  verehrt  wurde,  hatte  wenig
Gewalt;  denn  er  wurde  unaufhörlich  von  den  Langobarden
  bedrängt.  Überhaupt  war  das  einzige  mächtige
Reich,  das  damals  existierte,  das  fränkische.  Dieses  bestand
  unter  den  späteren  Merowingern  aus  drei  vers
schiedenen  Gebieten:  Neustrien  mit  Paris,  Burgund  und
Austrasien,  welches  seinen  Hauptsitz  in  Metz  hatte,  und
zu  welchem  auch  die  germanischen  Länder  Bayern,  Alemannien
  und  Thüringen  gehörten.  In  jenen  drei  Gebieten

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