auf  dem  deutsch-protestantisch-militärisch-administrativen
  Prinzip.  So  sind  sie  alle  gleichsam  auf  dem  Baume
von  Europa  gewachsen.  Österreich  ist  mehr  nach  und
nach  durch  eine  fortwährend  konsequente  Politik  empor:
gekommen  als  durch  große  Fürsten;  Rußland  sozusagen
auf  einmal  durch  ein  einziges  großes  Genie;  Preußen
durch  die  vorhergehende  Leistung  einiger  sehr  bedeutender
  Fürsten  und  durch  die  Talente  und  Anstrengungen
eines  großen  Königs;  England  durch  das  Parlament;
Frankreich  durch  Ludwig  XIV.  und  die  Nachwirkung
seiner  Staatsverwaltung.

So  hatten  sich  in  der  Mitte  des  18.  Jahrhunderts  diese
großen  Mächte  gestaltet,  zu  vergleichen  mit  ebenso  vielen
Himmelskörpern,  welche  sich  unaufhörlich  mit-  und
nebeneinander  bewegen,  bald  in  einer  gewissen  Konjunktion,
  bald  in  einer  gewissen  Abweichung  voneinander.
  In  dieser  Epoche  waren  sie  niemals  einig  gewesen,
sie  bewegten  sich  stets  autonom  nach  ihren  eigenen
inneren  Irieben,  was  überhaupt  das  Grundprinzip  einer
Macht  ist,  —  momentan  kann  sie  sich  mit  einer  anderen
verbinden,  was  in  jener  Zeit  auch  häufig  geschah,  wo
jede  dieser  Mächte  eine  Verbindung  suchte!),  aber  den
Tendenzen  einer  anderen  darf  sich  eine  Großmacht  nie
unterwerfen.  Die  hier  geschilderten  Ereignisse  waren  indessen
  noch  nicht  das  letzte  Wort,  welches  die  Weltgeschichte
  gesprochen  hat,  und  so  kommen  wir  abermals
zu  einem  neuen  Zeitalter,  zu  dem  der  Revolution.

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Das  Zeitalter  der  Revolution

Um  dieses  Zeitalter,  wo  die  revolutionäre  Tendenz
zur  Herrschaft  kam,  zu  charakterisieren,  will  ich  ver:
schiedene  Momente  desselben  auseinanderhalten:  1.  die

1)  Friedrich  II.  sagte,  er  könne  nie  ohne  ein  Bündnis  sein,
und  hierzu  fand  er  nach  dem  Siebenjährigen  Kriege  keine  geeignetere
  Macht  als  Rußland.

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