durchgemacht.  Von  Haus  aus  war  sie  in  Opposition  mit
denhierarchisch&gt;aristokratischen  Prinzipien  geraten;  aber
sie  blieb  zunächst  dabei  monarchisch;  sie  glaubte  an  eine
allgemeine  Verbesserung  der  Dinge  durch  die  Monarchie;
sie  war  anfangs  nicht  atheistisch,  sondern  theistisch;
Voltaire  behauptete,  die  Priester  seien  die  Gegner  der
Monarchie,  die  Philosophen  aber  seien  ihre  Freunde.
Dies  war  die  Richtung  der  Literatur,  welcher  sich  Fried:
rich  II.,  Gustav  III.,  Katharina  II.  anschlossen.  Aber
auch  nach  dem  westlichen  und  romanischen  Europa
erstreckten  sich  die  Wirkungen  dieser  sogenannten  Philosophie,
  in  deren  Folge  namentlich  die  Jesuiten  auf  das
heftigste  angefeindet  wurden.

Es  suchten  sich  nämlich,  wie  berührt,  auch  die  bourbonischen
  Höfe  mehr  zu  konsolidieren  und  wollten  deshalb
  jenen  innigen  Zusammenhang  mit  Rom  nicht  mehr
dulden,  welchen  die  Jesuiten  hauptsächlich  vermittelten.
Nur  kam  es  in  Frankreich,  wo  schlecht  regiert  wurde
und  die  Parteien  sich  geltend  machten,  nicht  zu  einer  so
energischen  Aktion  der  Gewalt  wie  anderswo;  sondern
die  Sache  ging,  da  sich  die  Faktionen  ihrer  bemächtigt
hatten,  stoßweise  vor  sich.  Es  standen  sich  zwei  Parteien,
  die  philosophische  und  die  katholischereligiöse
einander  gegenüber.  Die  erstere  formulierte  ihre  Anklagen
  gegen  die  Jesuiten.  Dieser  Orden  hatte  sich  auch
in  Frankreich  ungemein  ausgebreitet,  und  da  er  sein
eigentliches  Ziel,  die  Bekämpfung  des  Protestantismus,
nicht  mehr  mit  der  früheren  Kraft  verfolgen  konnte,  so
hatte  er  sich  des  Unterichtswesens  bemächtigt.  Ein  Haupt:
anklagepunkt  gegen  die  Jesuiten  war  auch  der  blühende
Handel,  den  sie  in  allen  Weltgegenden  trieben,  und  da
wollte  es  der  Zufall,  daß  ein  Bankrott  ausbrach,  für
welchen  man  den  ganzen  Orden  haftbar  machen  wollte.
Die  Sache  kam  vor  das  Parlament,  und  die  Jesuiten  wurs&gt;
den  nach  und  nach  von  der  öffentlichen  Meinung  ver:
urteilt.  Dasselbe  Schicksal  hatten  sie  in  Spanien  und
Portugal,  wo  der  große  Minister  Pombal,  der  die  Ideen

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