bourbonischen  Mächten,  namentlich  bei  Frankreich  und
Spanien.  Diese  standen  in  bezug  auf  die  Seemacht  in
einem  prinzipiellen  Gegensatz  zu  England,  von  dem  sie
im  Siebenjährigen  Kriege  unendlich  viel  gelitten  hatten.
Sie  wollten  sich  daher  des  englischen  Übergewichtes  ent:
ledigen  und  hierzu  ergriffen  sie  den  Augenblick,  woinnerhalb
  der  großen  anglo-sächsischen  Nationalität  dieser
Streit  ausbrach,  um  für  die  nordamerikanische  Rebellion
Partei  zu  ergreifen,  ohne  in  der  Leidenschaft  des  Momentes
  zu  bedenken,  daß  alle  Regierungen  auf  demselben
Prinzipe  fußen,  das  jetztvon  den  Nordamerikanern  angegriffen
  wurde.  In  den  Jahren  1776,  1777  und  1778  waren
die  Nordamerikaner  ihrem  Verderben  überaus  nahegekommen.
  Nur  durch  die  Unterstützung  Frankreichs  zur
See  und  zu  Land,  durch  Geld  und  durch  freiwilligen
Zuzug  aus  Haß  gegen  England,  gelang  es  den  Nordamerikanern,
  sich  endlich  zu  behaupten  und  im  Frieden
zu  Versailles  die  Anerkennung  ihrer  Unabhängigkeit  zu
erringen.

Dadurch,  daß  die  Nordamerikaner,  abfallend  von  dem
in  England  gültigen  kostitutionellen  Prinzip,  eine  neue
Republik  schufen,  welche  auf  dem  individuellen  Rechte
jedes  einzelnen  beruht,  trat  eine  neue  Macht  in  die  Welt;
denn  die  Ideen  greifen  alsdann  am  schnellsten  um  sich,
wenn  sie  eine  bestimmte,  ihnen  entsprechende  Repräsentation
  gefunden  haben.  So  kam  in  diese  romanisch&gt;germanische
  Welt  die  republikanische  Tendenz.  Die  Mon-&gt;
archie  hat  das  der  Verkehrtheit  der  Minister  Georgs  Ill.

zu  verdanken.

Gespräch

König  Max:  Liegt  dieses  republikanische  Prinzip
schon  in  der  englischen  Verfassung?

Ranke:  Das  kann  man  nicht  geradezu  behaupten;  angebahnt
  war  es  allerdings  darin,  aber  die  Monarchie  war
auch  ihrerseits  in  der  Konstitution  begründet.

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