weil  die  Völker,  bei  denen  diese  Staatsform  herrscht,
das  meiste  in  der  Welt  ausrichten.  Sie  schreiten  immer
vor;  sie  kommen  jetzt  der  Türkei  zu  Hilfe,  aber  ihr  Zweck
ist,  sie  zu  unterwerfen  und  abhängig  zu  machen,  und
das  wird  auch  der  Erfolg  sein.

Die  Ausbreitung  des  romano-germanischen  Geistes
ist  eine  ganz  ungeheure,  um  so  mehr,  da  sie  nicht  mehr
durch  die  kirchliche  Form  gefesselt  ist.  Der  romano-»
germanische  Geist  geht  über  die  Form  der  Kirche  hinaus
und  dehnt  sich  frei  und  ungebunden  als  Kultur  durch
die  ganze  Weltaus.  Eine  ungeheure  Teilnahme  des  großen
Publikums  am  geistigen  Leben,  eine  immense  Expansion
der  Kenntnisse,  eine  lebendige  Teilnahme  an  öftentlichen
  Dingen  charakterisiert  unser  Zeitalter.  Man  muß
diese  Zeit  nicht  verkennen.  Es  ist  ein  Glück,  in  derselben
zu  leben,  aber  schwer  ist  es  für  jeden,  inmitten  dieser
beiden  einander  entgegengesetzten  Tendenzen,  welche
alle  Kräfte  ergreifen  und  in  jedem  Augenblicke  uns  nahetreten,
  und  inmitten  dieser  unendlichen  Mannigfaltigkeit
  des  Lebens,  die  sich  über  die  Erde  ausbreitet,  sich
zu  bewegen.  Da  ist  kein  Beamter,  kein  Lehrer,  kurz  niemand,
  der  sich  in  einer  öffentlichen  Stellung  befindet,  bis
zu  den  untersten  Sphären  hinab,  der  sich  nicht  in  ein
bestimmtes  Verhältnis  zu  jenen  beiden  Prinzipien  setzen
müßte.

Darin  liegt  allerdings  etwas  für  den  Geist  ungemein
Anregendes;  wer  aber  darauf  ausgeht,  bloß  darin  eine
Tendenz  der  Weltgeschichte  zu  sehen,  daß  die  National:
souveränität  über  alles  herrschend  werde,  der  weiß  nicht,
was  die  Glocke  geschlagen  hat.  Denn  mit  diesen  Bestrebungen
  haben  sich  so  viele  destruktive  Tendenzen
vereinigt,  daß  die  Kultur  und  die  Christenheit  bedroht
wären,  wenn  sie  die  Oberhand  gewinnen  würden.  Dadurch
  bekommt  also  auch  die  Monarchie  wieder  eine
Wurzel  in  der  Welt,  indem  sie  nötig  wird,  um  die
destruktiven  Tendenzen  auszurotten,  welche  von  den
populären  Prinzipien,  wie  von  einer  großen  Flut,  mit

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