157 richt, die angeordnete Kost nebst Wohnung und Bett, freie Waͤsche, so wie Aus- besserung des Weißzeugs und der übrigen Kleidung. Die vorschriftmäßige Ausstat- tung mit Kleidung uud Leibweißzeug haben die auf eigene Kosten in der Anstalt befindlichen Zöglinge selbst fich anzuschaffen und zu ergaͤnzen, oder der Anstalt die Auslage hiefuͤr zu ersetzen. Bei den Zoͤglingen aber, welche ganz oder zum Theil auf Kosten des Staats unterhalten werden, uͤbernimmt die Anstalt die Vestreitung dieses Aufwands gegen ein bei dem Eintritte der Zoͤglinge ein fuͤr allemal zu entrich- tendes Kleidergeld von fuͤnfzehen Gulden. Diejenigen Zoͤglinge, welche blos den Unterricht in der Anstalt genießen, Kost und Wohnung aber außer derselben nehmen, haben fuͤr jenen die jaͤhrliche Summe von zwoͤlf Gulden zu bezahlen. Bittschristen um die Aufnahme für den am 1. Mai l. J. beginnenden Lehrcurs mässen, mit den Berichten der betreffenden gemeinschaftlichen Oberämter und den übri- gen vorgeschriebenen Beilagen versehen, längstens bis zum 235. nächstkänftigen Monato April bei der Commission für die Erziehungshäuser dahier eingereicht werden. Stuttgart den 19. März 1829. d'Autel. Dienst-Erledigungen. 1) Die Bewerber um die erledigte Pfarrei Thalheim, Dekanat-Amts Tuttlin- gen, welche lobt Pfarr-Genossen enthält, haben sich innerhalb vier Wochen bei dem evangelischen Consistorium vorschriftmäßig zu melden. Das hauptsächlich in Zehent- und Güter-Ertrag bestehende Einkommen dieser Stelle ist über Abzug des derselben im Jahre 1315 auferlegten Beitrages zum Besoldungs-Verbesserungs Fonds von jähr- lichen 59 fl. 45 kr. Geld, 12# Schfl. Dinkel und 6 Schfl. Haber zu 1061 fl. berechnet. Für den Anschlag des Ertrags aus dem Antheil am großen Zehenten sind die neuesten Normal-Preise angenommen, und von dem Pfarrgut ist der größte Theil aus 9 Jahre an einen Orts-Einwohner theils um Geld verpachtet, theils für die Uebernahme der Haltung eines Farren überlassen.