14 In Folge der an einer oder einigen begrenzten Strellen gewöhnlich im Grunde eines, selrener in beiden Lungenflügeln gebildeten Entzündung finder Ausschwitzung gerinnbaren Stoffes Start, was durch den eigenthümlichen Bau der Rinds-Lungen begünstigt, und die Veranlassung zu der eigenthümlichen Entartung der Lungen- Substanz wird, die sich bei fortdauernder Entzündung und Ausschwitzung immer mehr vergrößert. Hat die Entartung einen gewissen Umfang erreicht, so gesellt sich Fieber hinzu, womit gewoͤhnlich nun auch eine Brustfell-Entzündung verbunden ist. 4 g. 8. Schon mehrere Wochen vor Eintritt des Fiebers beobachtet man einen kurz abgestoßenen, trockenen, hohlblingenden Husten, der sich Anfangs nur selten vernehmen läßt, später sich aber vermehrt. Bei genauer Untersuchung findet man den Athem weniger ruhig und gleichförmig, als im gesunden Zustande, das Auge ist etwas matt und trübe, die Hgare erscheinen mehr oder weniger glanzlos und struppig, und legt man das Ohr an eine der Brustwandungen, so vernimmt man eine geräuschvolle Bewegung der Lungen, die bei dem vorzugsweise ergrif- fenen Lungen-Flügel am stärksten ist, im weiteren Verlaufe der Krankheit findet je- doch gerade das Ge gentheil Statt. Auch das Fressen und Wiederkäuen geschieht nun nicht mehr mit der gewohnten Lebhaftigkeit, und bei dem Melsvieh vermindert sich die Milch. S. 9. Das eineretende Fieber ist mit einem oft kaum bemerbbaren Frost, worauf eine erhöhte Temperat ur des ganzen Körpers folgt, bezeichnet, Puls= und' Herzschlag sind beschleunigt, ersterer voll und hart, oft auch unterdrückt und klein, die RNasenschleimhaut ist geröthet, die Maulhöhle heiß, die Augen thränend, die Thiere stehen mit gesenkrem Kopfe und mit ausgespreizten Vorder- Füßen entfernt von der Krippe, das Athmen ist beschleunigt und erschwerr, der Husten ist häufger und schmerzhaft, und die Thiere legen sich selten und nar auf kurze Zeit. « Die Freßlust und das Wiederkäuen ist gering, und der Mist wird spar- sam, trocken and dunkel gesürbt abgesest, ebenso geht nur sparsam Urin ab, beim