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auf  ihn  vigilirt  würde;  er  hat  in  Folge  dessen  diese  anderen  Papiere  entweder  nicht  mitgenommen,
  oder  frühzeitig  in  Sicherheit  gebracht;  es  fand  sich  bei  ihm  nur  ein  Brief  des
Königs  Georg  an  die  Königin  Maria.  Es  stimmt  mit  der  Intention  Sr.  Maj.  des
Königs  nicht  überein,  daß  dieser  Brief  erbrochen  wurde.  An  die  Königin  Maria  kann
ihr  hoher  Gemahl  schreiben,  was  er  will,  dadurch  kann  die  Ruhe  des  Staates  nicht  compromittirt
  werden.  Die  Intention  ist  mißverstanden,  daß  dadurch  der  Auftrag  überschritten
worden,  wie  das  häufig  im  Leben,  namentlich  in  gespannten  Verhältnissen,  vorkommt.
Er  bezog  sich  vorzugsweise  auf  die  Verbreitung  solcher  Proclamationen,  die  von  Hietzing
kommen  und  die  im  Stile  des  „Württemberger  Beobachters“  unter  das  Hannoversche
Landvolk,  sei  es  behufs  der  Wahlen,  oder  um  andere  Unruhen  zu  erregen,  verbreitet  werden.
  Se.  Maj.  der  König  hat  befohlen,  in  einem  Schreiben  an  einen  Beamten  des
Königlichen  Hofes  in  Marienburg  Sein  Bedauern  über  das  Ueberschreiten  Seiner  Intention
  auszudrücken.  Dergleichen  kann  überall  vorkommen.  Daß  es  nicht  in  unsern  Gewohnheiten
  liegt,  das  zeigt  am  besten  der  fortgesetzte  Aufenthalt  der  Königin  Marie  in  Marienburg
  ungeachtet  der  fortgesetzten  Weigerung  ihres  Herrn  Gemahls,  Frieden  mit  uns  zu
schließen.  Der  Herr  Vorredner  hat  außerdem  über  das  Regime,  unter  dem  Hannover
bisher  verwaltet  worden  ist,  Klage  geführt.  Ich  begreife  diese  Klage.  Hannover  steht
augenblicklich  unter  dem  Regiment  des  Absolutismus,  und  dieses  Regiment  wird  sein
Ende  finden  am  1.  October  d.  J.;  dann  wird  es  sich  aller  der  verfassungsmäßigen  Garantieen
  erfreuen,  welche  die  übrigen  Provinzen  des  Preußischen  Staates  bereits  in  diesem
Augenblick  schützen.  Bis  dahin  aber  wird  sich  der  Herr  Vorredner  damit  bescheiden  müssen,
daß  die  Provinz  nach  den  persönlichen  Ueberzeugungen  Sr.  Maj.  des  Königs  über  die
Maßregeln,  die  zur  Sicherstellung  der  Preußischen  Herrschaft  in  dem  Lande  nothwendig
sind,  regiert  wird.  Wir  werden  den  Widerstand  nicht  tragen,  wir  werden  ihn  brechen.
Daß  die  Sache  so  gekommen  ist,  kann  Niemand  mehr  wie  ich  bedauern.  Ich  habe  schon
vorhin  angedeutet,  daß  Jahrhunderte  lange  Erinnerungen  und  Traditionen  die  Hannoversche
  Armee  mit  der  Preußischen  verknüpften,  und  die  Hannoversche  Politik  mit  der
Preußischen.  Es  war  die  Gruppirung  des  siebenjährigen  Kriegs  eine  vollkommen  natürliche,
  die  in  unser  aller  Erinnerung  lebt.  Seit  einigen  Jahren  hat  sich  Hannover  von
dieser  natürlichen  Verbindung  losgerissen;  ich  habe  seine  Minister,  —  der  Graf  Platen
wird  mir  das  bezeugen  —  mit  den  Worten  gewarnt:  wenn  Sie  Preußens  Ehrgeiz  fürchten,
können  Sie  ihn  nicht  wirksamer  entwaffnen,  als  dadurch,  daß  Sie  seine  treuen  Bundesgenossen
  sind.  Einem  Bundesgenossen  nach  dem  siegreichsten  Kriege  ist  kein  Fürst  des
Hauses  Hohenzollern  im  Stande,  ein  Haar  zu  krümmen.  Wenn  Sie  sich  aber  mit  unsern
Feinden  lüren,  obschon  Sie  dieselben  Interessen  mit  uns  haben,  wenn  Sie  zwischen  Hamburg,
  Minden  und  Köln  einen  Staat  schaffen,  von  dem  wir  befürchten  müssen,  daß  er
jede  Verlegenheit  Preußens  nach  außen  benutzt,  jede  Front,  die  wir  nach  dem  Süden
mach  en,  um  uns,  ich  will  nicht  sagen,  den  Dolch,  aber  die  Waffe  in  den  Rücken  zu  rennen;
ein  solcher  Staat  kann  nicht  mit  unserm  Willen  bestehen,  seine  Fortexistenz  wäre  unverträglich
  mit  der  Preußens,  und  derjenige  Preußische  Minister,  der  die  erste  Gelegenheit,
die  sich  zur  Beseitigung  eines  solchen  Hannovers  darbietet,  versäumen  würde,  verräth  sein
Land,  verräth  Deutschland!  Sie  hätten  uns  diese  Gelegenheit  nicht  geben,  diese
Verpflichtung  nicht  auferlegen  müssen.  Wir  haben  lange  unterhandelt,  vielleicht  zu
lange  über  ein  Bündniß  mit  Hannover,  wir  haben  noch  bei  Langensalza  darüber
unterhandelt.  Woran  scheiterten  die  Unterhandlungen  mit  Hannover?  An  der
Abneigung  Sr.  Maj.  des  Königs  Georg,  Garantieen  dafür  zu  geben,  daß  die
Hannoversche  Armee  sich  auf  nur  ein  Jahr  lang  der  Feindseligkeiten  gegen  uns  enthalten
möge.  Wir  haben  das  Bündniß  angeboten  von  dem  Augenblick  an,  wo  wir  die  Möglichkeit
  eines  Krieges  voraussahen.  Wir  sind  hingehalten  worden  mit  Turgiversationen.
Man  hat  uns  in  amtlich  mitgetheilten  Noten  einen  Neutralitätsvertrag  versprochen,  während
  dessen  aber  fortgefahren,  heimlich  zu  waffnen:  man  ließ  Munition  und  Waffen  nach
Stade  schleppen,  um  dort  eine  feste  Position  zu  nehmen,  um  dort  mit  dem  Gablenzschen