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Verhältnissen  nicht  immer  zu  unterscheiden,  und  ich  wünschte  Ihnen,  daß  der  1.  October
rascher  herankomme,  als  es  sonst  seine  Art  ist.  Dann  werden  Sie  von  allen  diesen  Unbilden
befreit  sein.  Wir  werden  Ihnen  gegenüber  die  Preußische  Verfassung  eben  so  striet  in
allen  Garantieen  der  persönlichen  Freiheit  beobachten,  wie  in  den  alten  Provinzen.  Aber
gerade,  weil  die  Zeit  so  kurz  ist,  können  wir  in  dieser  kurzen  Zeit  nicht  viel  spaßen.  Ich
rathe  auf  das  Dringendste  Ihnen  und  Ihren  Freunden  ab,  daß  Sie  uns  nicht  herausfordern!
  Sie  werden  einer  Energie  begegnen,  der  Sie  nicht  gewachsen  sind.

Entgegnung  auf  die  Rede  des  Abgeordneten  von  Mallinckrodt.
12.  März.

(Am  dritten  Tage  der  Generaldiscussion  sprachen  die  Abgeordneten  Michaelis  (Uckermünde),
  Schulze  (Berlin),  Zehmen  (aus  Sachsen)j,  der  Abgeordnete  v.  Mallinckrodt  vom
Standpunkte  des  Ultramontanismus,  gegen  dessen  ungerechtfertigte  Behauptungen  ist  die  kurze
Entgegnung  gerichtet.)

Wenn  ich  die  Behauptung  des  Herrn  Vorredners,  daß  Preußen  im  vorigen  Jahre
den  Krieg  gesucht  hätte,  den  es  hätte  vermeiden  können,  nicht  anders  als  im  Wege  der
einfachen  Verwahrung  zurückweise,  so  werden  Sie,  m.  H.,  alle  die  Gründe  ermessen,  die
mich  abhalten,  an  dieser  Stelle  Wunden  aufzureißen,  die  kaum  vernarbt  sind.  Da  ich  einmal
  das  Wort  genommen  habe,  so  will  ich  mich  zweitens  gegen  das  Zeitmaaß  verwahren,
welches  der  Herr  Vorredner  mir  für  die  Ereignisse  der  Deutschen  Geschichte  beilegt.  Wenn
ich  neulich  von  der  600  jährigen  Leidensgeschichte  gesprochen  habe,  so  ergiebt  eine  einfache
genaue  Rechnung,  daß  der  Anfangspunkt  dieses  Zeitraums  hinter  Rudolph  von  Habsburg
zurückreicht.  Ich  habe  vom  Sturz  der  Hohenstaufen  an  gerechnet  und,  wie  ich  glaube,
richtig.  Der  Herr  Vorredner  hat  eine  kleine  Seitenwendung  zu  Gunsten  der  Raubritter
einfließen  lassen.  Woher  kamen  die  Raubritter?  —  Von  der  Zerrüttung  des  Deutschen
Reiches  während  des  Interregnums!  Woher  kam  die  Zerrüttung  während  des  Interregnums?
  Vom  Abfall  der  Welfen  und  dem  Siege  der  Ultramontanen!

Replik  auf  die  Rede  des  Abgeordneten  Duncker.

13.  März.

(Am  vierten  Tage  der  Generaldiscussion  sprach  nach  dem  Abgeordneten  Schaffrath
und  Bethusy-Huc  der  Abgeordnete  Duncker  (Berlin).  Auf  die  Angriffe  desselben  ist  das
Folgende  die  Erwiderung.)

Ich  freue  mich,  daß  der  Herr  Vorredner  mir  Gelegenheit  giebt,  einen  Irrthum  zu
berichtigen,  den  ich  vorgestern  an  dieser  Stelle  begangen  habe,  indem  ich  sagte,  daß  die  in
dem  Schlußprotokoll  von  Oldenburg  niedergelegte  Aeußerung  in  den  früheren  Conferenzen
nicht  zur  Sprache  gebracht  worden  wäre.  Sie  ist  allerdigs  in  einer  derjenigen  Conferenzen,
denen  ich  nicht  beigewohnt  habe,  von  dem  Oldenburgischen  Herrn  Gesandten  zur  Sprache
gebracht  worden,  indessen  sofort  mit  einer  so  überwiegenden,  an  Einstimmigkeit  grenzenden
Majorität  unserer  Bundesgenossen  abgewiesen  worden,  daß  man  niemals  darauf  zurückgekommen
  ist  und  der  Sache  nicht  den  Einfluß  auf  die  weitere  Discussion  zugeschrieben  hat,
daß  ich  damals  davon  in  Kenntniß  gesetzt  worden  bin.  Ich  freue  mich,  dieses  hier  berichtigen
  zu  können.  —  Der  Herr  Vorredner  hat  ferner  von  Erfurt  und  meiner  Vergangenheit
dort  gesprochen.  Ich  spreche  ungern  von  meiner  Person,  ich  habe  nicht  die  Gewohnheit
das  zu  thun,  aber  das  Gefühl,  daß  ich  eines  hohen  Grades  von  Vertrauen  in  der  Stel-