der  grossen  Ausbreitung  der  Familie  beschränkte
sich  deren  Grundbesitz  nicht  auf  eine  bestimmte
Gegend,  auch  wechselte  der  Besitz  so  häufig,  das
Vorgehen  der  beiden  Bearbeiter,  die  Geschichte  des
Grundbesitzes  im  zweiten  Buch  gesondert  zu  behandeln,
  statt  eine  Ortsgeschichte  der  Geschichte
eines  jeden  Zweiges  vorauszuschicken,  ist  daher  mit
Freuden  zu  begrüssen.  Das  Werk  zerfällt  in  drei
grössere  Abteilungen.  Die  vorausgehende  Einleitung
(Seite  1—11)  würdigt  kurz  die  Aufgabe  und  Bedeutung
  der  Familiengeschichte,  sowie  die  Bearbeitung
  derselben,  macht  uns  mit  der  Gliederung
‘des  Stoffes  bekannt  und  skizziert  kurz  die  Quellen.
Im  ersten  Buch  (Seite  13—44)  wird  nicht  nur  die
Geschichte  der  am  frühesten  auftretenden  Glieder
der  Familie,  welche  in  die  Stammtafel  noch  nicht
eingereiht  werden  konnten,  behandelt,  sondern  auch
die  beiden  stammverwandten  Familien  »Vasman«
und  »von  Falkenstein«,  soweit  sie  dem  Vogtland  angehörten
  und  urkundliches  Material  vorhanden  war.
Betreffs  der  letzteren  Familie,  deren  Geschichte  durch
Frhr.  Edmund  v.  Falkenstein  bereits  bearbeitet  worden
ist,  konnten  sich  die  beiden  Herausgeber  auf  einen
kurzen  Ueberblick  beschränken.  Ausser  über  diese
beiden  Familien  erfahren  wir  im  ersten  Buch  näheres
noch  über  den  Namen,  das  Wappen  und  die  Herkunft
  der  Familie  v.  Dobeneck,  sowie  über  die  Geschichte
  dieses  Geschlechts  von  ihrem  ersten  urkundlichen
  Auftreten  (1279)  bis  zum  Jahre  1400.  Das
zweite  Buch  (Seite  45—184)  enthält,  wie  bereits  erwähnt,
  die  eingehende  Geschichte  des  Familiengrundbesitzss
  in  alphabetischer  Anordnung  der  einzelnen
  Ortschaften.  Den  grössten  Raum  des  Werkes
nimmt  das  dritte,  die  Geschlechtsgeschichte  behandelnde
  Buch  (Seite  185—504)  ein.  Zunächst
wird  die  Zeit  von  den  Anhängern  des  Geschlechts
bis  zur  Trennung  der  Familie  in  2  Hauptstämme
geschildert  (S.  186—191).  Hieran  schliessen  sich
die  Geschichte  (S.  191—304)  des  ausgestorbenen
Hauptstammes  (die  in  folgende  7  Abschnitte  zerfällt:
1.  Die  Begründer  des  ausgestorbenen  Hauptstammes,
2.  Der  kursächsische  Zweig  zu  Fessnitz,  Röttis,
Rudolfstein,  Kossengrün,  Kändler  und  Thierbach,
3.  Der  reussische  Zweig  zu  Göritz,  Frössen,  Blintendorf,
  Wilchwitz  und  Steinbach,  4.  Bischof  Hiob  von

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Pomesanien  und  seine  Geschwister,  5.  Der  preuss.
Zweig,  6.  Der  fichtelgebirgische  Zweig  zu  Göpfersgrün,
  Korbersdorf,  Saalburg,  Heinersdorf  und
Kröstern,  7.  Der  oberpfälzische  Zweig  zu  Metzlas,
Vorbach,  Höflas,  Seitan,  Seligenstedt  und  in
Schlesien)  und  eine  Uebersicht  über  die  Familienmitglieder
  unbestimmter  Herkunft  (Seite  305—328).
Was  den  nun  blühenden  zweiten  Hauptstamm  (Seite
329—504)  anlangt,  so  hören  wir  hier  genaueres  über
1.  Kunrat  den  Jüngeren  und  dessen  Nachkommenschaft,
  2.  Rudolf  und  den  thüringischen  Zweig  zu
Weissendorf  und  Triebes,  3.  Wilhelm  und  den  älteren
Zweig  zu  Brandstein,  4.  Petzold  und  dessen  Nachkommenschaft
  bis  zur  Trennung  in  die  beiden  Hauptäste,
  5.  Den  Kunratschen  Ast  auf  Gottmannsgrün,
Brandstein  und  Kaulsdorf,  6.  Den  Hans  Eytelschen
Ast  bis  zur  Trennung  in  3  Linien,  7.  Alban  Heinrich
und  die  Linie  zu  Schlegel  und  Kirschkau,  8.  Caspar
Heinrich  und  die  Linie  zu  Feilitzsch,  9.  Hans  Heinrich
  und  die  Linie  zu  Buch  und  Rohnbürg  bis  zur
Trennung  in  die  beiden  noch  blühenden  Zweige,
den  nord-  und  süddeutschen  Zweig.  Ausser  zahlzahlreichen,
  wohlgelungenen  Illustrationen,  Nachträgen
  und  Berichtigungen  (Seite  505—512),  16  übersichtlichen
  Stammtafeln  und  einem  mit  je  einen  der
Wappen  versehenen  Verzeichnis  der  15  Ahnherrn
und  Ahnfrauen  der  Familie,  (z.  B.  von  Dobeneck,
v.  Waldenfels,  v.  Meusebach,  v.  Einsiedel,  v.  Rüxleben,
  v.  Tettenborn,  v.  Biela,  v.  Ebra,  v.  Rieben,
v.  Eickstedt,  v.  Jasmund,  v.  der  Osten,  v.  Tinschenberg,
  v.  Nikisch,  v.  Benkendorf)  sind  der  dankenswerten
  und  willkommenen  Veröffentlichung  noch  je
ein  Orts-  und  Familienverzeichnis,  sowie  ein  Spezialregister
  der  einzelnen  Mitglieder  der  Familien  Vasman
und  Dobeneck  beigegeben.  Bei  der  im  Text  und
Register  oft  vorkommenden,  durch  Heirat  verschwägerten,
  dem  kursächsischen  Uradel  angehörenden
Familie  v.  Kauffungen  auf  Kirschkau  und  Langensätzendorf,
  findet  sich  auch  hier  leider  die  so  häufig
auftretenden  falschen  Schreibweisen  v.  Kauffungen
oder  v.  Kauffung  (vergl.  hierzu  meine  Anzeige  in
dieser  Zeitschrift,  VII.  Jahrg.  1907,  Nr.  10,  S.  158

bis  159).
Dr.  Kunz  v.  Kauffungen,
Archivar  der  Stadt  Mühlhausen  i.  Thür.

BRIEFKASTEN.

1.  Gesucht  werden  Mitteilungen  über  deutsche
Standeserhebungen  aus  den  Jahren  1900—1906,  soweit
  sie  nicht  bereits  im  »Archiv«  Band  6  und  7
veröffentlicht  sind.  Insbesondere  bitte  ich  um  gütige
Angabe  künftiger  deutscher  Standeserhebungen
  mit  Ausnahme  der  preussischen.

*Dr.  iur.  Fieker,  Hannover,
Podbielskistr.  81.

2.  Für  folgende  Personen  suche  ich  Nachrichten:

Michael  Bergholz  (Barckhold),  get.  1678,  Paul
1694,  Simon  1695,  Buhenthal  in  Kurland  oder  Riga
Nachkommen  gesucht.

Geburtsdatum  des  ca.  1720  geb.  Handelsherrn
Oom  in  Hamburg,  verh.  (wann?)  mit  Eleonora
Hettling.  Die  Familie  stammt  aus  Abo  in  Finnland.
  Sind  die  Vorfahren  bekannt,  sowie  Wappen
und  Bedeutung  des  Namens?  Ist  ein  Oom  Direktor
der  Sternwarte  in  Lissabon  gewesen?

Johann  Christoph  Mohnike,  Bürgermeister  und
Gewandschneider  in  Bergen  a.  Rügen,  gest.  1757,

wann  und  wo  geboren,  Wappen,  Herkommen  des
Geschlechts?

Hans  Struck,  Radmacher  in  Ratzeburg  in
Holstein.  Daten  über  ihn  und  seine  Vorfahren  gesucht,
  wann  ist  seine  Frau  Anna  Mechow  geboren
und  gestorben?  Hat  die  Familie  vor  1748  ein
Wappen  geführt?

Frank  soll  Superintendent  oder  eıster  Pfarrer
gewesen  sein,  bei  Zerstörung  der  Stadt  Oppenheim
  a.  Rh.  durch  die  Franzosen  1689  soll  er  geflohen,
  dann  aber  zurückgekehrt  und  dort  gestorben
sein;  gesucht  alle  Nachrichten  über  ihn  und  seine
Vorfahren  sowie  die  heute  in  Kitzingen  in  Bayern
lebende  Familie  Frank.

Wann  und  wo  ist  Amalie  von  Thienen  (van
Tin,  von  Theen)  geboren,  wann  verheiratet  (ca.  1740)
mit  dem  Feldbäckermeister  Peter  Michael  Bergholz
in  Stralsund,  wo  stammt  das  Geschlecht  her,
Wappen?

Für  Miteilungen  dankt  verbindlichst

O.  Bergholz,  Erfurt,  Leopoldstr.  4111.