von  Walmerode  oder  den  Obercommissair
bitten:  an  ihne,  Herrn  von  Themar  ernstliche
Ordonanz  abgehen  zu  lassen,  uns  als  ein
Stand  des  Reichs  vor  dergleichen  Gewaltthätigkeit
  zu  schützen,  beydes  Ordre  handzuhaben
  und  ein  Gewiss  zu  bestimmen  wie
viel  man  dem  Reuter  des  Tags  Mass  Wein,
Fleisch  und  Brodt  geben  müsste,  item  wie
stark  eine  Compagnie  Curassirs  und
Archibusirs-Reuter  sein  solle.  Er  ist  wohl
der  Themar,  der  nach  Rothenhäusler,  Geschichte
  des  Freiherrn  von  Ifflinger  S.  110
im  Jahre  1641  Gefangener  Conrads  Wiederbolds
  war.  Es  folgen  nun  Adolfs  Werner  von
Themar  Kinder:  a)  Johann  Jacob  Werner
v.  Themar,  geb.  26.  Mai  1603  zu  Reutlingen,
vermählt  mit  Lucretia  von  Buchholz.  Vater
eines  1630  in  Reutlingen  geborenen  Sohnes
Hans  Reinhard,  dessen  Taufpathen  Hans
Ulrich  von  Stotzingen,  österr.  Obervogt  zu
Horb  und  Frau  v.  Stotzingen,  geb.  v.  Freyberg
waren.  b)  Margarete  Barbara  geb.  1.  Dez.
1608  in  Reutlingen.

Das  Geschlecht  Werner  v.  Themar,  das
ein  Erbbegräbnis  in  der  Stiftskirche  zu
Rottenburg-Ehingen  hatte,  führte  nach  dem
neuen  Siebmacher  abgestorbenen  württemnb.
Geschlechter  S.  27  als  Wappen:  in  Gold
durch  eine  schwarze  Spitze  geteilt  mit3  (2.1)
roten  Rosen.  Helm,  zwischen  zwei  goldschwarzen
  Hoernern,  ein  wachsender,  geharnischter
  Mann,  am  linken  Arm  einen
Buckeler  haltend,  in  der  Rechten  einen
Morgenstern  schwingend,  Decken:  schwarzgolden.
  Nach  Fr.  Cast,  histor.  und  geneal.
Adelsbuch  des  Königreichs  Württemberg,
Stuttgart  1844,  S.  383,  soll  Adam  Werner
von  Themar,  Vicestatthalter  der  Grafschaft
Hohenberg  (F  um  1573)  durch  seine  Gemahlin,
  eine  Tochter  des  Hieronymus  Roth
von  Schreckenstein  das  Rittergut  Kreit
(Mosisgreut)  erworben  und  sei  Ahnherr  der
Werner  von  Kreit  geworden.  Dagegen
spricht  aber  ganz  entschieden  das  Wappen
der  Werner  von  Kreit,  das  von  dem  des
Werner  von  Themar  ganz  verschieden  ist,
nemlich:  quergeteilt;  oben  in  Rot  ein  sechseckiger,
  silberner  Stern,  unten  in  Silber  ein
roter  sechseckiger  Stern.  Auf  dem  Schild

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ein  Turnierhelm,  auf  demselben  ein  mit  den
Bildern  des  Schildes  belegter,  offener  Adlerflug;
  Helmdecken:  silbern  und  roth.

Die  sichere  Stammreihe  des  Werner  v.
Kreit,  deren  Adelsursprung  unbekannt  ist,
beginnt  vielmehr  mit  Albert  (Adalbert)  Anton
Lukas  von  Werner,  Besitzer  des  Ritterguts
Mosisgreut  (württ.  Oberamt  Ravensburg),  der
im  Jahre  1730  Secretair,  Oberamtmann  des
Benediktinerklosters  Rheinau  war  und  die
Baronin  Maria  von  Almenzhausen  (Altmannshausen)
  aus  Amtzell  (O.-A.  Wangen)  zur  Frau
hatte.  Er  hatte  folgende  Kinder:  1.  Gerold
Joseph  Werner  v.  Kreit,  geb.  10.  Juni  1720
in  Rheinau,  Majoratsherr  auf  Mosisgreut,
Oberamtmann  in  Rheinau,  heiratete  15.  Nov.
1749  in  Villiugen  Maria  Johanna  Kahe  aus
Rastatt.  Kinder:  a)  Maria  Barbara  Theresia,
geb.  6.  August  1756  in  Rheinau.  b)  Maria
Anna  Antonia  Dominica,  geb.  22.  Sept.  1751
ın  Rheinau,  heiratete  16.  Mai  1782  in  Krumbach
  (wo  sie  bei  einem  Oheim,  den  dortigen
Pfarrer,  zn  Besuch  war)  Ludwig  Melchior
Wocher.  c)  Johann  Franz  Anton  Gerold,
geb.  6.  Dez.  1752  in  Rastadt,  war  1798
Oberamtmann  in  Rheinau.  d)  Romanus
Joseph  Johann  Nepomuk,  geb.  22.  Sept.  1756
in  Rheinau  (alias  22.  Febr.  1756  das.),  Pfarrer
in  Riedboehringen.  e)  Januarius  Johann
Nepomuk  Basil,  geb.  3.  Juli  1762,  pensionierter
kön.  spanischer  Oberstleutnant,  Ritter  des  St.
Hermenigildis  Ordens,  besuchte  1828  mit
zwei  Reitern,  auf  einem  Schimmel  reitend,
Mosisgreut,  trat  seinen  Anteil  am  Gut  seinen
Vetter  ab  und  starb  26.  November  1828  in
Rheinau,  vermählt  mit  Karoline  Teufel,
hinterliess  eine  Tochter,  vermählte  Osiander.
f)  Maria  Magdalena  Josephine,  geb.  14.  Aug.
1763  in  Rheinau.  2.  Franz  Maximilian
Werner  v.  Kreit,  geb.  7.  November  1727  in
Rheinau.  3.  Marcus  Werner  von  Kreit,
geb.  16.  Dezember  1725  in  Rheinau  machte
23.  Mai  1743  Profess  im  Benediktinerkloster
Rheinau,  wurde  21.  Dezember  1748  Priester
und  starb  am  7.  Februar  1790  als  Capitular
in  Rheinau  4.  Franz  Theodat  Werner
v.  Kreit,  geb.  25.  Okt.  1727  in  Rheinau,  von
dem  weiter  unten  die  Rede  sein  wird.
5.  Carl  Anton  Werner  von  Kreit,  geb.