1372.  —  Pfaff  Klemm  in  Reutlingen.  —  Studenten.
—  Lebensbilder.  —  Rotgiesser.  —  Die  Klemmen
von  Goslar  (mit  Stammt.).  —  Anton  Josua  Klemmen,
1743—1821.:—  Theophil  Klems  Bildhauerwerkstätte
in  Colmar.  —  Chronik.  —  Neue  Mitglieder.

Heraldisch-Genealogische  Blätter  für  adelige
und  bürgerliche  Geschlechter.  Monatsschrift,
herausgeg.  von  Prof.  L.  Oelenheinz  und  H.  von  Kohlhagen.
  4.  Jahrg.  1907.

Nr.  6:  Das  Domkapitel  des  alten  Bistums  Bamberg
  und  seine  Kanoniker.  —  Studentische  Heraldik.
—  Der  heraldische  Schild  und  seine  Geschichte.  —
Spangenhelm  oder  Stechhelm  im  bürgerl.  Wappen.
.—  Zur  Kunstbeilage.  —  Zur  Grabsteinbeilage.  —
Das  Haus  Stolberg.  —  Bücherschau.  —  Briefkasten.

La  Revue  H£eraldique,  Historique  et  Nobiliare
tond&amp;e  en  ı862.  Tome  XXIV.  4.  Serie.  Tome  VII.

Nr.  2—3:  Blasons  et  sceaux  des  Archeveques
et  Eveques  Francais  nommes  en  1906.  —  l’Herme-'lisme
  ‚dans  l’art  heraldique  (suite).  —  L’Art  de  la
Table  au  temps  de  Louis  XI.  —  Le  Naundorfismc.
—  Documents  sur  la  famille  de  Verot.  —  L’Equipement
  d’un  Officier  du  1.  Empire.  —  Genealogie
d’Arlempde  (Fin).  —  Genealogie  de  Solleyzel.  —
Un  cousin  des  Bonaparte.  —  Eiat-Civil  Nobiliaire.

—  Questions  et  Reponses.  —  Chronique  des  Livres
et  Revues.  —  Chronique  des  Ventes.  —  Petite
Chronique.

Nr.  4:  ’Hermetisme  dans  l’art  heraldique  (suite).
—  Lancelot  de  Saint-Mard,  marechal  de  France  de
1269  a  1287.  —  Etat-Civil  Nobiliaire.  —  Les  tiires
de  Cadets.  —  Questions  et  Reponses.  —  Chronique
des  Livres  et  Revues.  —  Chronique  des  Ventes.  —
Petite  Chronique.

Nr.  5:  ’Hermetisme  dans  l’art  heraldique  (fin).
—  Ex-libris  Vomecourt.  —  Lancelot  de  Saint-Mard,
marechal  de  France  de  1269  ä  1287  (fin).  —  Les
duchesses  de  Bauffremont.  —  Anoblissements  militaires
  au  debut  du  regne  de  Louis  XIV.  —  Eitat-Civil
  Nobiliaire.  --  La  prescription  en  matiere  de
nom.  —  Questions  et  Reponses.  —  Chronique  des
Livres  et  Revues.  —  Petite  Chronique.

Beiträge  zur  bayerischen  Kirchengeschichte.
Herausgegeben  von  D.  Theodor  Kohle.  Erlangen  1907.

Nr.  4:  Thomas  Venatorius,  sein  Leben  und  seine
literarische  Tätigkeit  Schluss).  —  Die  Untertanen
des  Klosters  Ebrach  in  Gochsheim  und  ihre  Bedrückung
  im  15.  Jahrhundert.  --  Zur  Bibliographie.

Nr.  5:  Gebrechen  und  Reformen  im  Frauenkloster
  Prediger  Ordens  zu  Rothenburg  o.  d.T.
1350—1406.  --  Ein  Nürnberger  Verzeichnis  österreichischer

  Emigranten  vom  Jahre  1643.  —  Zur  Bibliographie.

Die  Richthofen.  Eine  familiengeschichtliche

Studie  von  E.  G.  Verlag  von  C.  A.  Starke,  Görlitz
  1907.

In  fesselnder  Weise  entrollt  E.  Freiherr  Grote
auf  wenigen  Blättern  den  Werdegang  dieses  Geschlechts
  in  der  Form  einiger  Lebensabrisse  und
zeigt,  wie  die  Richthofen  seit  alter  Zeit  vielfach
andere  Wege  gegangen  sind  wie  die  meisten  ilırer
Standesgenossen.  Der  Ursprung  des  Geschlechts
reicht  nicht  sehr  weit  zurück.  Im  Jahre  1562  nahm
der  Geheime  Kammerrat  Paulus  Schultheiss,  latinisiert
  Praetorius,  aus  Bernau,  den  Sohn  seines  Landsmanns
  und  Universitätsfreundes,  des  Lutherschülers
und  späteren  evangelischen  Predigers  Faber  zu  Potsdam
  an  Kindesstatt  an.  Dieser  Samuel  Faber,  fortan
Samuel  Praetorius,  ist  der  Stammvater  der  weitverzweigten
  Familie  Richthofen  geworden.  Er  erbte

31

seines  Erzeugers  und  Adoptivvaters  religiöse  und
wissenschaftliche  Richtung,  war  lange  Jahre  Erzieher
  und  dann  Beraier  der  Markgrafen  Friedrich
und  Sigismund  von  Brandenburg  und  starb  1603  als
Bürgermeister  und  Syndikus  der  juristischen  Fakultät
in  Frankfurt  a.  d.  Oder.  Bald  kam  das  Geschlecht
zu  hohen  Ehren  und  grossen  Reichtümern;  es  erhielt
1661  den  erblichen  böhmischen  Ritterstand  unter
dem  Namen  Praetorius  von  Richthofen,  1735  den
Reichsfreiherrenstand,  ein  anderer  Zweig  1741  die

‚preussische  Freiherrenwürde,  zu  Beginn  des  19.  Jahrhunderts

  bestand  der  Familienbesitz  aus  31  Gütern;
aber  das  Streben,  sich  in  erster  Linie  in  Verwaltung
und  Wissenschaft  zu  betätigen,  vererbte  sich  von
einer  Generation  auf  die.  andere.  Im  Hofdienste
finden  wir  Mitglieder  der  Familie  garnicht,  im  Militärdienst
  selten,  desto  häufiger  aber  in  Verwaltungsstellen
  und  im  Parlament.  Haben  doch  sechs  Richthofen
  dem  Reichstage  bezw.  dem  preussischen  Abgeordnetenhause
  angehört.  Enge  Gesinnungsfreundschaft
  verband  Mitglieder  der  Familie  mit  Thaer,
dem  Philosophen  Herbart,  dem  Shakespeare-Uebersetzer
  Graf  Wolf  Baudissin,  mit  Pestalozzi  und  den
Gebrüdern  Grimm,  mit  Gauss,  Savigny,  Eichhorn
usw.  Viele  Richthofen  haben  sich  ehrende  Anerkennungen
  erworben,  die  grösste  Bedeutung  aber
hat  Ferdinand  v.  R.  (f  6.  Oktober  1905)  erlangt,
neben  Humboldt  der  Schöpfer  der  heutigen  geographischen
  Wissenschafte  Besonders  durch  ihn

‘wurde  der  Name  Richthofen  in  alle  Welt  getragen:

das  Richthofengebirge  in  der  Wüste  Gobi,  der  Mount
Richthofen  in  Colorado  und  ein  gleichnamiger  Berg
in  Australien,  das  Richthofental  in  den  westlichen
Antarktis  und  das  Richthofenriff  erinnern  an  seine
unermüdliche  Tätigkeit.  Und  auch  im  dunklen  Afrika
ist  der  Name  des  Geschlechts  wohlbekannt,  ist  doch
eine  unserer  Kolonialstationen  nach  dem  verdienstvollen
  Staatssekretär  Freiherrn  Oswald  v.  R.  (}  17.  Jan.
1906)  benannt.  So  verkünden  geographische  Bezeichnungen
  in  allen  Erdteilen  den  Ruhm  dieses
deutschen  Geschlechts.
Dr.  Fieker.

Die  vollständige  Dienstalters-Liste  der  Offiziere
  des  Deutschen  Reichsheeres,  der  Marine
und  der  Schutztruppen.  50,  Jahrg.  Verlag  von
A.  Hopfer,  Burg,  Bez.  Magdeburg.

Mit  der  Zahl  »50«  geschmückt,  ist  der  neue
—  Jubiläums  —  Jahrgang  der  »vollständigen  Dienstaltersliste
  der  Offiziere  des  deutschen  Reichsheeres,
der  kaiserl.  Marine  und  der  kaiserl.  Schutztruppen,
abgeschlossen  am  4.  Mai  1907,  erschienen.

Die  auf  den  Inhalt  eingehende  Besprechung
können  wir  füglich  den  militärischen  Fachorganen
überlassen.  Wir  wollen  aber  nicht  unterlassen,  anf
den  bleibenden  Wert  hinzuweisen,  den  dieses
absolut  zuverlässige,  aus  den  allein  massgebenden
Quellen  geschöpfte  Werk  für  die  genealogische  Forschung
  im  Zusammenhalte  mit  der  Armeerangliste
hat.  Da  die  Dienstaltersliste  auch  die  Angabe  der
Daten  der  Patente  zu  den  früheren  Dienstgraden
der  Offiziere  enthält,  dürften  häufig  mühelos  Aufschlüsse
  erholt  werden  können,  die  sonst  nur  durch
zeitraubende  Korrespondenz  beizubringen  sind.

Wir  können  das  Werk  auch  unseren  nichtmilitärischen
  Lesern  bestens  empfehlen.

Eingelaufen:

C.  G.  Boerner,  Buchantiquariat  Leipzig,  Nürnbergerstrasse
  44:  Katalog  einer  ausgewählten  Sammlung
  von  Erstdrucken  und  Seltenheiten  der  Werke,
Johann  Wolfgang  v.  Goethes,  zusammengestellt  zum
75.  Todestage.