Freiherr  v.  Hausen’):  In  Blau  3  goldbegriffte,
  silberne  Sicheln  (2.1);  Helm  gekrönt;
  Helmzier:  2  Stierhörner,  das  rechte
silben,  das  linke  blau;  Decken:  blausilbern.
  _

Lothringischer  Uradel.  Vorkommen  des
Geschlechtes  und  Wappen  im  Rheinland  und
Lothringen  seit  dem  12.  Jahrhundert.  Beginn
  der  ordentlichen  Stammreihe  mit  Nikolaus
  v.  H.  1304.

Junckersdorf:  In  Gold  ein  schwarzer
Eber  mit  silbernen  Waffen  (Hauern),  roten
Klauen  und  roten  Rückenborsten.  Helmzier:
  goldener  Flug  mit  einem  schwarzen
Hufeisen.  belegt;  Decken:  schwarz-golden.
Das  Wappen  der  rheinischen  Familie  ].
ist  durch  Tradition  überkommen.  Das  Original
  war  am  urgrossväterlichen,  längst  abgebrochenen
  Hause  in  Duisdorf  bei  Bonn
über  dem  Torwege  angebracht.  Die  beurkundete
  Stammreihe  geht  bis  1618  zurück,
während  ein  Johann  Guntersdorf  schon  1432
im  benachbarten  Brühl  bei  Bonn  urkundlich
erwähnt  wird.  Im  Jahre  1166  tritt  uns  der
Stamm  zuerst  entgegen.

Kell:  In  Blau  auf  grünem  Dreiberg  eine
silberne  Palme.  Helmzier:  rotbewehrte,  silberne
  Taube  mit  grünem  Oelzweige  im
Schnabel.  Decken:  blau-silbern.

Glieder  der  Familie  sind  bis  in  das
15.  Jahrhundert  in  Andernach  am  Rhein  ansässig.
  Erstmalig  urkundlich  erwähnt  1296
Emmerich  von  Kehl,  Schöffe  zu  Andernach.  —
Im  17.  Jahrhundert  Teilung  in  drei  Linien:
Merseburger  (1829  ausgestorben),  Heilbronner
  und  sächsische  Linie.

Rostosky:  In  Rot  ein  silbernes  Hochkreuz,
  aus  dessen  Fuss  zwei  eisenfarbige
(hier  aus  Stilrücksichten  schwarze)  Fischhamen
  hervorgehen;  Helmzier:  fünf  silberne
Straussenfedern;  Decken:  rot-silbern.

!)  Herr  Hauptmann  Freiherr  v.  Hausen  ist  am

3.  Juli  1907  gestorben.
Schriftleitung.

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'volynische)  Adelsmatrikel  eingetragen.
Wappen  der  Junczyk,  welches  zunächst  unver-Die

  Familie  ist  russisch-volynischen  Ursprungs.
  Der  volynische  »Ziemianin«  (Land-'edelmann)

  Bolbas  Rostocki  z.  Knieruta_  trat
1528  in  den  Geschlechtsverband  der  littauschen

  Familie  Junczyk  ein  und  wurde  in
demselben  Jahre  in  die  polnische  (littauisch-Das


ändert  von  der  adoptierten  Familie  Rostocki
(die  Schreibweise  Rostoski  und  Rostosky
stellt  die  deutsche  Aussprache  dar)  übernommen

  wurde,  zeigt  ein  silbernes  Hochkreuz
  mit  2  Querbalken  (Motiv  aus  dem
‚orthodoxen  Kreuze).

Später  trat,  wohl  aus
Anlass  des  Uebertrittes  des  grösseren  Teiles
der  Familie  zum  katholischen  Glauben,  an
Stelle  des  Doppelkreuzes  ein  einfaches  Kreuz.

Neefe:  In  Gold  2  verschränkte  schwarze

‚  Adlerfüsse,  darüber  ein  sechsstrahliger  blauer

Stern;  Helm  gekrönt;  Helmzier:  2  schwarze

.  Büffelhörner.

Das  Wappen  wurde  der  sächsischen  Familie
  Neefe  durch  Kaiser  Ferdinand  I.  am

20.  Mai  1559  verliehen.  Im  Diplom  werden

ein  »adelig  offener  Turnierhelm«  und’  »zwei
schwarze  Büffelhörner,  deren  Mundlöcher
von  einander  gekehrt  sind«  beschrieben.
Mit  Rücksicht  auf  den  für  das  ganze  Blatt
gewählten  frühgothischen  Stil  mussten  Helm
und  Helmzier  entsprechende  Formen  erhalten.

Gerhard:  In  Silber  eine  schwarze  Hausmarke.
  Helmzier:  zwei  überecks  silbernschwarz
  geteilte  Stierhörner,  dazwischen  ein
schwarzes  Tatzen-Hochkreuz;  Decken:  schw.-silbern.


Der  frühest  feststellbare  Vorfahre  ist
Andreas  G.  Rat  der  Aebtissin  zu  Quedlinburg;
  lebt  noch  1563.  —  Mit  dem  Wappen
siegelte  sein  Enkel,  der  Jenenser  Dogmatiker
Johann  Gerhard  (*  1582,  F  1637).  Es  findet
sich  auch  mit  geringen  Abweichungen  auf
dem  Grabsteine  des  gräfl.  Schwarzburgischen
Kanzlers  Andreas  G.  zu  Arnstadt  (T  1623),
des  älteren  Bruders  des  Joh.  G.  (S.  »Siebmacher«,
  Bd.  V.)