Stammtafeln  und  eine  Reihe  von  Siegel-  und  Münzenabbildungen
  :  beigefügt.  Verschiedene  gut  ausgeführte
  Porträts  zieren  den  stattlichen  Band.  Der
Freundlichkeit  des  Herrn  Verfassers  verdanken  wir  die
eingefügten  Illustrationen.  Nr.  1:  Siegel  des  Joh.
Zacharias  Breithaupt,  Pastors  in  Völksen  bei
Hannover  1707.  —  Nr.  2:  Siegel  des  Andreas

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Christian  Breithaupt,  Pastors  in  Völksen,  Superintendenten
  in  Einbeck,  Propstes  in  Lüchow.  —
Nr.  3  und  4:  Avers  und  Revers  einer  dem  Dr.
Joachim  Justus  Breithaupt,  Abt  des  Klosters  Bergen
bei  Magdeburg  (1659—1732)  gemidmete  Denkmünze
ca.  1703.  —  Nr.  5:  Privatsiegel  des  Vorgenannten;
Abdruck  v.  J.  1731.  —  Nr.  6:  Siegel  des  Wilhelm
Breithaupt,  Major  im  3.  Preuss.  Kürassierregiment
(1797—1875).  Durch  die  Schlütersche  Buchdruckerei
in  Hannover  kann  der  hiermit  warm  empfohlene
Band  für  Mk.  6.50  bezogen  werden.

Wäschke,  Herzogl.  Archivrat  Dr.  H.,  Die  Askanier
  in  Anhalt,  Genealogisches  Handbuch.  Gr.  8°,
XH  und  120  S.  Dessau,  C.  Dünnhaupt,  1904.  M.  2.50.

Im  Jahre  1897  veröffentlichte  der  Kgl.  Sächsische
Geh.  Regierungsrat  und  Archivdirecktor  Dr.  Otto
Posse  in  Dresden  sein  grundlegendes  Werk  »Genealogie
  des  Gesamthauses  Wettin«,  so  dass  dieses
deutsche  Fürstenhaus  das  einzige  war,  welches  eine,
auf  genauen  Quellennachweisen  beruhende  und  bis
zur  Jetztzeit  kritisch  bearbeitete  vollständige  Genealogie
  besas.  Dem  nachahmenswerten  Beispiel
Posses  sind  nun  in  den  letzten  4  Jahren  mehreren
um  die  landesgeschichtlichen  Forschung  sehr  verdiente
  Historiker,  die  Archivräte  Dr.  J.  Grossmann,
E.  Berner-Charlottenburg  },  G.  Schuster-Charlottenburg,
  K.  Th.  Zingeler-Sigmaringen  Dr.  Berthold
Schmidt-Schleiz  und  Professor  Dr.  H.  Wäschke-Zerbst,
gefolgt.  Während  die  zuerst  genannten  4  Forscher
vereint  eine  Genealogie  des  Gesamthauses  Hohenzollern
  herausgeben,  publizierte  Schmidt  1903  im
Auftrage  seines  Landesherrn  die  verdienstvolle
Genealogie  des  Gesamthauses  Reuss  älterer  und
jüngerer  Linie,  sowie  der  verstorbenen  Vogtslinien
zu  Weida,  Gera  und  Plauen  und  der  Burggrafen  zu
Meissen  aus  dem  Hause  Plauen.  Er  schloss  sich
dabei  der  bewährten  Editionsweise  Posses  an,  indem
er  abgesehen  von  einigen  als  Beilage  angegliederten
speziellen  Aufsätzen,

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durch  eine  Reihe  von  Stammtafeln  (nebst  den  jeder
Tafel  beigegebenen  Belegen)  über  die  Genealogie
dieses  Fürstenhauses  in  sehr  anschaulicher  Weise
orientiert.  Wäschke  dagegen,  der  bei  der  Materialsammlung
  zur  obigen  Schrift  auch  dem  Vorbilde
Posses  folgte,  veröffentlicht  nur  ein  genealogisches
Handbuch  ohne  Stammtafeln,  um  allen  denen,  die
für  die  Geschichte  der  in  Anhalt  herschenden  Askanier
  Interesse  haben,  ein  bequemes  und  in  den
Angaben  möglichst  zuverlässiges  Hilfsmittel  zu  bieten.
Da  sich  Wäschke  allein  auf  sein  angestammtes
Fürstenhaus,  die  anhaltinischen  Askanier,  beschränkte,
so  hat  er  deshalb  die  Askanier  in  Sachsen-Wittenberg,
  Sachsen-Lauenburg  und  Brandenburg  (mit
Ausnahme  der  Begründer  dieser  Linien)  nicht
berücksichtigt.  Die  Vorläufer  der  Askanier,  die
Familie  des  Markgrafen  Gero  (f  20.  Mai  965),  sind
auf  Grund  der  Vorrede  von  v.  Heinemanns  Codex
diplomaticus  Anhaltinus  Band  I  (Dessau  1867),  pag.
XVII  nur  in  tabellarischer  Form  dem  Vorwort
angegliedert.  Ferner  wurden  durchweg  auch  die
Kinder  der  in  andere  Fürstenfamilien  verheirateten
askanischen  Fürstinnen  und  Prinzessinnen  nicht
aufgenommen,  weildiesenichtdirektdem  Anhaltischen
Fürstenhause  zugehören.  Wäschkes  genealogisches
Handbuch  beruht  in  Rücksicht  auf  zuverlässige
Daten  auf  eingehender  und  kritischer  Durchsicht
(resp.  auf  freundlichen  Mitteilungen  von  64  Behörden
und  Vereinen,  z.  B.  der  näher  bezeichneten  Staatsund
  Stadtarchive,  Superintendenturen  und  evangelischer
  wie  katholischer  Pfarrämter,  der  fürstlich
chaumburgischen  Rentei  und  der  Geschichtsvereine
von  Hanau  und  Eisleben)  der  ersten  und  wichtigsten
genealogischen  Quellen,  so  vor  allem  Urkunden  im
weitesten  Sinne  wie  Kirchenbücher,  Notifikationen,
gleichzeitige  schriftliche  Aufzeichnungen,  Inschriften,
Denkmünzen  und  drgl.  Daneben  mussten  noch  alle
aus  literarischen  und  gedruckten  Hilfsmitteln  geschöpften
  Angaben  berücksichtigt  werden,  wie  die
stets  vermerkten  kurzen  Quellenangaben  (eine  nähere
Erklärung  der  im  Text  durch  bestimmte  kurze  Bezeichnung
  gekennzeichneten  Quellenangaben  findet
der  Leser  im  Vorwort  auf  Seite  IX—  XI)  beweisen.
U.  a.  konnten  auch  die  handschriftlichen  Aufzeichnungen
  des  Fürsten  Magnus,  die  nach  Posses  oben
enannter  »Genealogie  des  Gesamthauses  Wettin«
ür  verloren  galten  und  sich  neuerdings  im  Zerbster
Haus-  und  Staatsarchiv  vorgefunden  haben,  von
Wäschke  eingesehen  und  für  sein  genealogisches
Handbuch  verwertet  werden.  Um  kurz  den  äusseren
Umriss  des  Lebens  einer  jeden  angeführten  Persönlichkeit
  zu  veranschaulichen,  sind  immer,  soweit  es  dem
Verfasser  möglich  war,  die  Angaben  über  Ort  und
Zeit  der  Geburt,  der  Vermählung,  des  Todes  und
der  Beisetzung  abgedruckt,  die  Angaben  über  Taufen
finden  sich  nur  selten,  und  zwar  allein  da,  wo  diese
Notiz  besonders  wichtig  war.  Auch  die  Notizen
über  Aemter  und  Würden  und  solche  Angaben,  die
sich  auf  das  Aufkommen  und  Erlöschen  besonderer
Linien  dieses  Fürstenhauses  beziehen,  wurden  nur
in  einzelnen,  wichtigen  Fällen  wiedergegeben.  Die
Tageszeit  durch  Angabe  der  Stunden  zu  fixieren,  hat
Wäschke  nur  da  für  nötig  erachtet,  wo  das  betreffende
Ereignis  in  die  Tageswende  fiel,  um  ferneren  Differenzen
  in  der  Datieruug  vorzubeugen.  Bei  Namen
wählte  er  die  Form,  welche  die  zuverlässigsten
Quellen  boten.  DielAnordnung  der  Namen  geschieht
in  alphabetischer  Ordnung,  bei  gleichnamigen  nach
dem  Geburtsdatum,  um  so  die  Genealogie  übersichtlicher
  und  leichter  nutzbar  zugestalten.  Die
weiblichen  Namen  folgen  den  männlichen.  Bei  den
einzelnen  Namen  finden  wir  verzeichnet  die  Angaben

den  Benutzer  seines  Werkes  ı  überdie  Persönlichkeit  selbst,  über  deren  Gemahlinnen