5.  Walde,  Gerda  W.,  erste  Soubrette  des
Thaliatheaters  in  Berlin,  wurde  Dez.  1903  für  das
Bellealliancetheater  ebd.  verpflichtet,  »Berliner  Lokal-Anzeiger«
  587  v.  16.  Dez.  1903.  —  Nikolaus  W.,
geb.  Döbeln  1563,  6.  März  1579  Schüler  zu  Pforta,
Pastor  in  Mähren,  von  da  verjagt  und  1600  Pastor
zu  Hermsdorf  oder  Hermannsdorf,  1609  zu  Schwarzenberg,
  gest.  1630.

6.  Ternedde.  Nach  dem  Braunschw.  Landes-Adressbuch,
  1.  Jahrg.,  2.  Aufl.  (1892)  kommt  der
Name  Ternedde  in  Kreiensen,  Ternette  in  Scharfoldendorf
  und  Tornedde  in  Bisperode,  Brunsen,
Greene  und  Stroit  vor.  —  Ueber  die  Bedeutung
des  Namens  vergl.  Kleemann,  »Die  Familiennamen
Quedlinburgs  (1891)  S.  191  und  Heintze,  »Die  deutschen
  Familiennamen«,  2.  Aufl.  (Halle  a.  S.  1903)
S.  249.  —  Der  Ausgang  -ede  in  Meschede  usw.
hat  nichts  mit  dem  Ausgang  nede  in  Ternede  (Tornede)
  zu  schaffen;  nede  oder  nedden  —=  unten.

9,  von  Rauschenplatt.  In  Braunschweig
(Garnisonk.)  starb  32  J.  10  Mon.  alt  am  28.  April
1806  herzoglicher  Hauptmann  Friedrich  Ernst  v.  R.,
Witwe  Elisabeth  geb.  Laue;  Sohn:  Karl  Wilhelm
Ferdinand,  getauft  Braunschweig  (Garnisonk.)  14.  Okt.
1804.  —  In  Eisenhütte  bei  Dassel  starb  29.  März
1807  Auguste  v.  R.,  jüngste  Schwester  von  Ernst
und  Caroline  v.  R.  —  Stammbaum  vielleicht  in  den
Akten  des  Magistrats  zu  Northeim  betr.  das  Molini-Rumann-Stipendium.


*Adolf  Fischer,  Berlin  NW.  87.

23.  In  dem  Aufsatz  von  K.  Berg  »Arnswalde
im  16.  Jahrhundert«  in  Bd.  16  der  Schriften  des
Vereins  für  Geschichte  der  Neumark  findet  sich:
Teuffel,  Matheus.  1520  in  Frankfurt  immatrikuliert.
Arnswalder  5.46.  S.41  Anm.  »Aus  dem  Jahre  1608
datiert  eine  Klage  des  Amtsschreibers  Balzer  Leonhardt
  zu  Marienwalde  gegen  die  Witwe  des
Apothekers  Johann  Pellio  zu  Arnswalde.«  S.  43
Apotheker  Johanıı  Christoph  Hoppe  aus  Grünberg
  erwirbt  1719  eine  Apotheke  in  A.  von  der  verwitweten
  Frau  Bürgermeister  Gähle.  Bleibt  nur
bis  ca.  1723.

60.  Im  Bürgerbuch'  der  Stadt  Stettin  sind  verzeichnet:
  1607  4.  Xll.  Jochim  Hundertmark  von
Meyendorff,  ein  Zimmermann;  1607  11.  XII.  Berndt
Klemme,  filius  civis,  ein  Sehefahrender;  1615  14.  111.
Martin  Klemme,  filius  civis,  ein  Bötticher;  1619
1.X.  Jürgen  Klemme  von  Freybergk,  ein  Maurer;
1614  21.  Ill.  Bartholomess  Klemme,  filius  civis,
ein  Bötticher;  1621  28.  IX.  Jonas  Klemme  von
Freybergk,  ein  Maurergeselle;  1633  11.  X.  Jakob
Klemme  von  Freybergk,  ein  Maurer.

Unterzeichneter  erklärt  sich  bereit,  für  Interessenten
  im  Stettiner  Bürgerbuch  Nachforschungen
anzustellen.  Meldungen  direkt  an

*Dr.  M.  Bethe,  Stettir.

16.  Ein  Wappen  derer  v.  Völkershausen  am
Tore  des  v.  Butlerischen  Schlosses  zu  Wildprechtroda
  bei  Salzungen  (vom  Jahre  1599,  verwittert,  3
von  1  Punkte  ausgehende  gekrümmte  Linien  zeigend).
Nähere  Auskunft  vielleicht  durch  Familiensenior
Geheimrat  Dr.  M.  v.  Butler,  Exzellenz,  zu  Dietlas
a.  d.  Feldabahn.

*K.  Oberländer,  Frauenbreitungen.

9.  Stammbäume  des  braunschweigischen  Stadtadelsgeschlechtes
  von  Horn  und  des  niedersächsischen
  Uradelgeschlechtes  von  Rauschenplat  gibt
es.  Beide  Geschlechter  sind  —  z.  T.  direkt,  z.  T.
durch  die  von  Bülow  und  die  von  Garmissen  —
mit  meiner  Familie  verwandt.  Ueber  die  von
Rauschenplat  kann  ich  selbst  Ihnen  Auskunft  geben
oder  auch  Herr  von  Rauschenplat,  Wiesbaden,

63

Adolfsalle  49,  über  die  von  Horn  voraussichtlich
Herr  Oberstleutnant  Meier,  Braunschweig,  Helmstedterstr.
  94.

In  Goslar  durchforscht  gegen  Entgelt  Kirchenbücher
  meines  Wissens  Herr  Gustav  Schumann
daselbst,  Kornstr.  93;  wer  das  hier  gegen  Entgelt
tut,  weiss  ich  nicht.

*Dr.  jur.  Richd.  v.  Damm,  Referendar,
z.  Z.  Hildesheim,  Michaelisplatz  3.

16.  Wappen  der  Familien  von  Büren  und  von
Padtberg  befinden  sich  im  Wappenbuch  des  Westfälischen
  Adels  von  v.  Spiessen  auf  Tafel  56  und  238.

*Major  von  Basse,  Detmold.

79V.  Heinrich  Albert,  regierender  Graf  zu
Sayn-Wittgenstein,  geb.  6.  Dezember  1658,  gest.
23.  November  1723.

Verm.  1.  23.  Oktober  1694  mit  Sophie  Juliane,
Tochter  des  Grafen  Jodocus  Hermann  von  Lippe-Biesterfeld,
  geb.  21.  März  1675,  gest.  2.  Juni  1702.

Verm.  Il.  8.  Dez.  1705  mit  Sophie  Elisabeth
Wilhelmine,  Tochter  des  Grafen  Wilhelm  Friedrich
von  Sayn-Homburg,  geb.  20.  August  1675,  gest.
27.  August  1712.

Verm.  Ill.  11.  Nov.  1712  mit  Sophie  Florentine,
Tochter  des  Grafen  Ludwig  Franz  v.  Sayn-Wittgenstein-Berleburg,
  geb.  4.  April  1688,  f  10.  Juni  1745.

C.  v.  Hesse,  St.  Petersburg.

5a.  Das  bekannteste  Wappen  dieser  Art  dürfte
das  der  v.  Beulwitz  sein  (vogtländischer  Uradel).

Im  Schilde  ein  gesichteter  Halbmond,  von  3
Sternen  umgeben  (2:1);  Kleinod:  ein  nach  rechts
gekehrter  Hahn.

(Siebmachers  Wappenbuch  Bd.  ll.  Abt.  3  S.  21
Tafel  21).  E.  Kiesskalt,  Nürnberg.

4b.  In  Strieders  Hessischer  Gelehrtengeschichte
finden  sich  zahlreiche  Nachrichten  über  einige  der
angegebenen  Familien.

5b.  Halbmond  und  3  Sterne  führen  u.  a.  die
Familien  v.  Beulwitz,  Bodenstein,  v.  Wussow,
Barthels,  Wilhelmy.

9,  v.  Rauschenplatt.  W.:  In  Silber  3  grüne
gestielte  Blätter.  Im  19.  Jahrh.  verschiedene  Träger
des  Namens  in  der  Hannöverschen  Armee.

16.  W.  von  Bendeleben:  Schwarz  und  weiss
quer  geteilt.  (Thüringische  Familie.)

W.  v.  Büren:  1)  Schwarzer  gekrönter  Löwe,
in  älterer  Zeit  auch  ein  sparrenweise  gezogener
Zickzackbalken.  2)  3  Mohrenköpfe.  (Beides  westfälische
  Familien.)

W.v.  Padberg:  In  Silber  2  Querbalken,  wellenförmig
  oder  mit  Wolkenschnitt.  (Westfalen,  Waldeck
und  Hessen.

W.  v.  Oberg:  1)  Zweimal  quer  geteilt;  im
oberen  schwarzen  Felde  goldner  Löwe,  im  mittleren
roten  Felde  ein  silberner  Löwe,  im  unteren  goldnen
Felde  ein  schwarzer  Löwe.  (Schlesien.)  2)  In  Gold
2  schwarze  Rauten  nebeneinander.  (Hannover,
Braunschweig,  Magdeburg.)

W.  v.  Randerath:  Von  Rot  und  Gold  geschacht.
  (Niederrhein.)

W.v.  Restorff:  In  Silber  ein  rotes  Einhorn;
Helm;  Jungfrau  mit  einem  Kranze  in  der  Hand  und
das  Einhorn.  (Mecklenburg.)

*H.  Gelder,  Berlin  W.  50.

5.  Klemmscher  Familientag.

An  die  Tage  von  Sedan  knüpfte  der  Verband
Klemmscher  Familien  die  Feier  seines  zehnjährigen
Bestehens.  Im  Hotel  Silber  zu  Stuttgart  trat  er
zusammen,  um  zu  beraten,  wie  er  anı  besten  seinen