gleichen  Abständen  und  am  besten  bringt
man  sie  so  an,  dass  abwechselnd  immer
der  eine  nach  oben,  der  andere  nach  unten
umbiegt,  so  dass  der  ganze  Streifen  sich
nach  Art  eines  Leporello-Albums  zusammenfaltet.
  Meine  14-stufige  Ahnentafel  des
Kaisers  (und  ebenso  diejenige  vieler  anderer
Fürstlichkeiten,  deren  Aszendenz  ich  nach
dem  gleichen  System  aufgezeichnet  habe)
ist  ein  Streifen  von  12  Zentimeter  Breite
und  14'/,  Meter  Länge;  zusammengelegt  in
Brüchen,  die  das  Längsformat  auf  22  Zentimeter
  verkürzen,  ergiebt  das  ein  Konvolut
von  knapp  1  Zentimeter  Dicke,  hat  also  in
einem  ganz  mässig  grossen  Schubfach  Platz
und  die  Lage  der  Brüche  giebt  keinen  Anlass
  zum  Verziehen  oder  Reissen  des  Papiers.
Will  man  die  Ahnentafel  gebrauchen,  so
legt  man  sie  vor  sich  hin,  die  längere  Ausdehnung
  von  oben  nach  unten,  die  Zeilen
querlaufend,  und  kann  denn  so  bequem
darin  blättern  wie  in  einem  Buche,  nur  dass
das  Umwenden  nicht  von  links  nach  rechts
und  umgekehrt,  sondern  von  unten  nach
oben  und  umgekehrt  erfolgt.

Nun  höre  ich  allerdings  aus  den  Reihen
meiner  Leser  die  Einwendung:  Da  ist  ja
immer  nur  von  einer  14-stufigen  Ahnentafel
  d.e  Rede  und  vorhin  hat  man  den
Arbeitern  nach  der  alten  Methode  zugemutet,
eine  19-stufige  anzufertigen;  da  freilich  ist
es  glaublich,  dass  man  schneller  fertig  wird,
wenn  man  um  fünf  Generationen  zurückbleibt,
  also  —  theoretisch  berechnet  —

eigentlich  nur  den  32.  Teil  der  Arbeit  aus-.

führt.  Ja,  das  ist  nun  eben  das  Wunderbarste
  und  der  allergrösste  Vorteil  an  der
hier  vorgeschlagenen  Metlıode,  dass  in  der
Tat  eine  nach  derselben  angefertigte  14-stufige
  Ahnentafel  in  vielen  Beziehungen
die  gleichen  Dienste  leistet,  wie  eine  19-stufige
  von  der  alten  Art,  und  dass  sie
uns  die  Wiederholungen  eines  in  der
XII.  Generation  erstmalig  aufgetretenen
Ahnen  schon  bis  in  die  XVIll.  oder  XIX.
Generation  hinein  liefert.  Das  wird  freilich
selbst  ein  Fachmann  der  Genealogie  oder
besser  gesagt:  gerade  ein  Fachmann  dieser
Wissenschaft  auf  den  ersten  Anblick  kaum

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glaublich  finden.  Ich  erinnere  aber  diese
Herren  an  folgendes:  dadurch,  dass  man
mittelst  einer  solchen  Implex-Gleichung,  die
um  ein,  zwei,  drei  oder  noch  mehr  Generationen
  zurückverweist,  die  in  ihr  implizite
enthaltenen  späten  Wiederholungen  des
Ahns  selbst  und  seiner  ganzen  Vorfahrenschaft
  an  die  untere  Stelle,  wo  der  Ahn
zuerst  auftrat,  anknüpft,  zieht  man  diese
ganze  Partie  der  Ahnentafel  gleichsam  herunter
  (ohne  jedoch,  dass  dabei  ein  Zweifel
über  die  Generationenlage  dieser  höheren
Wiederholungen  entstehen  könnte)  und  greift
somit  der  Arbeit  um  ein  gutes  Stück  voraus.
Die  an  sich  so  unbequeme  Erscheinung
der  Ahnenverschiebung  leistet  hier  den  ganz
unschätzbaren  Dienst,  dass  sie  betreffs  der
durch  viele  Generationen  hindurch  wiederholt
  anftretenden  Ahnen  bereits  in  der
X.  Reihe  einen  Vorsprung  von  2  bis  3  Stufen,
in  der  Xll.  einen  solchen  von  4  bis  5,  in
der  XIV.  einen  von  6  bis  7  Stufen  schafft
usw.  Dagegen  Ahnen,  welche  in  den  über
die  Ganze  meiner  Arbeit  hinausliegenden
Generationen  erst  neu  auftraten,  kann  ich
natüriich  nicht  auf  diesem  Wege  schon  zum
voraus  kennen  lernen.  (Schluss  folgt.)

Auszüge  aus  Garl  Christian  Heffler:  Urkundliche
Chronik  der  alten  Kreisstadt  Jüterbock,  1851.

Von  Karl  F.  H.  Schultze,  Tegel.

Seite  105,  Amtsschreiber:

Jürge  Menike,  auch  Gleitsmann  1492—1509.
Hans  Herrmann  1510,  Goris  Ohnunstedt  1519.
Peter  Spelter  1534.  Martin  Cuno  1551.  Gotthard
  Erfurt,  zugl.  Stadtrichter  1560.  Martin
Rinkhard  1575.  Johann  Hendel  1581.  Zacharias
Jerchen,  vorher  Schulmeister  zu  Luckenwalde
  1584.  Gregorius  Otto  1587.  Jonas
Loth  1596.  Peter  Woltersdorf,  T  1600.  —
Die  nachfolgenden  wurden  seit  1620  Amtsschösser
  seit  1672  Amtmänner  genannt:
Gottschalk,  71604.  Gottsteig  T1615.Grammendorf
  bis  1621.  Steuernagel  1638.  Sattler  1657.
Strauss  1667,  wonach  er  Bürgermeister  ward.
Meusel  1672.  Ude  bis  1675.  Kloss  bis  1688.