Gruno  bis  1578,  wurde  als  Professor  der
Beredsamkeit  nach  Wittenberg  berufen,  Möritz
1583,  wo  er  Stadtrichter  wurde,  Forweg
(Forwerg)  1588,  Prätorius  1590,  Weisse
(Albinus)  7  1600,  Scharno  I.  1609,  Cuno  1623,
Liesick  1627,  Redslob  1636,  Herold  1642,
Teupitz  I.  1649,  Scharno  II.  1663,  Graul  1680,
Scharno  III.  1691,  Teupitz  II.  1718,  Finger  1725,
Tiemann  1738,  Crudelius  1740,  Medike  1753,
Hoffmann,  7  1764,  Pfennig  1770,  wo  er
als  Rector  nach  Brandenburg  kam,  Diesing
T  1800,  Weber  1809,  Wedel  1815,  Breiter
1818.  Rectoren  an  der  Bürgerschule:  Kern,
Telle,  Rindfleisch.  Conrectoren  am  Gymnasio,
  welche  sämtlich  Theologie  studiert
hatten:  Forweg  bis  1583,  wo  er  wie  mehrere,
Rector  ward.  Weisse  1589,  Scharno  1600,
Calo  1601,  Grimme  1610,  Hannemann  1615,
Dalicho  1627,  Wollersheim  1636,  Faust  1654,
Delitsch  1676,  Teupitz,  F  1679,  Krug  1691,
Richter  1695,  Marschall  1704,  Böttger  1736,
Weidler,  7  1757,  Wild  1767,  Diesing  1770,
Zenker  1783,  Finger  1794,  Weber  1800,
Wende  1809,  Lohrer  1814,  Breite  1815,
Rungius  1824.  In  der  1819  errichteten
Bürgerschule  waren  Conrectoren:  Rungius,
Telle,  Kunkel,  Flemming,  Schulze.
Seite  393,  Kreiskassierer:

Strauss,  seit  1679,  mit  Hinterlassung  eines
starken  Kassenmangels.  Prätorius  1700,  Wedicke
  1712,  Schwenk  1783,  Verdion  1758,
Nathusius  1782,  Nathusius  (Sohn)  1813—20.
Schlossamtmänner:  Kloss,  bis  1688,  ward
später  Bürgermeister,  Kotte  1697,  Prätorius
1712,  von  der  Burg  1714,  Vollrath  1719,
Ritter,  welcher  den  Titel  Amtsrath  erhielt  1726,
wo  er  auf  sein  Rittergut  Freienwalde  zog.
Beck  1764,  wo  er  nach  Gommern  kam,
Krebs,  +  1777,  Arnold  mit  den  Titel  Kammercommissar,
  1817  pensioniert.

Bestallungshrief  als  Stadtpfarrer  zu  Alsfeld  für  don
Mitpfarror  und  Diacon  Heinrich  Welcher  dasolbst

(Datiert  22.  März  1689.)

Wir  Burgermeister  und  Rath  der  Stadt
Alsfeldt  Thun  Kundt  hiermit  und  in  Krafft
dießes  gantz  offenndlich  Bekennen

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Nachdemo  nunmehro  durch  Gottes  gnade
in  der  vor  etzlich  und  Zwantzig  Jahren  wieder
reparierten  Augustiner  Kirch  der  wahre  (oder
Wochen)  Gottesdienst  offendtlich  verrichtet
ward,  und  denn  vor  der  in  äo  1664  beschehenen
  Einweihung  von  Ihro  Hochfürstlichen
  Durchl.  hoch  selig.  andenkens  Burgermeister
  und  Rath  auf  unterthänigst  ansuchen
mit  dem  jure  praesentande  begnadiget  worden,
Alß  haben  Wir  nach  seelig.  ableben,  deß
HochEhrwürdig-  und  Hochgelahrten  H.  Doctoris
  Justi  Balthasaris  Haberkorns  Unß  äußerst
angelegen  sein  laßen,  andere  qualificierte
Subjecta  gehorsamst  zu  praesentieren.  Zu
welchem  ende  denn  den  WohlEhrwürdigund
  Wohlgelahrten  Herrn  M.  Henrich
Welckern,  treufleißigen  MitPfarrern  und  Diaconum
  allhier,  wie  auch  den  Wohl  Ehrwürdigund
  Wohlgelahrten  Herrn  Johann  Henrich
Keysern  zuSchwabenroth  gewesenen  Pfarrern
und  hier  zeitig  wohl  verordneten  Rector®
zu  Predigern  obgedachter  Kirch  unterthänigst
praesentiret,  und  nachdem  Ihro  Hochfürsti.
Durchl.  die  gethane  praesentation  gndgst
confirmieret,  deßwegen  denn  auf  anhalten,
umb  Unkosten  zu  verhüthen,  Ihro  Hochwürdig
  Herr  Superintendentens  Doctor  Rudrauffden
  hiesigen  Herrn  InspectoremL*  Haberkornen
  geschrieben,  daß  vermittelsthochfürst!.
gdst.  resolution  auf  den  Zwanzigsten  Sontag
Trinitatis  nach  geendigter  Predigt  durch  Verkündigung,
  daß  ehegemelte  beyde  Herren
zu  Pfarrern  erwähnter  Augustiner  Kirch
praesentieret  und  darauf  gnädigst  confirmiret
weren,  der  ganzen  Gemeine  in  der  Pfarr-Kirche
  wissend  zu  machen.

Als  haben  Wir  solchen  Predigtambts
halben,  und  welcher  gestalt  der  Gottesdienst
in  dieser  Kirch  zu  celebriren,  mit  Ihnen  nachfolgendermaaßen
  vergliechen.

1)  Soll  alle  Sontag  nach  letzter  Predigt  die
Bethstunde  in  solcher  Kirch  gehalten  werden.

2)  Montags  mittages  umb  12  Uhr  deßgleichen.


3)  Dienstages  Morgens  zu  7  Uhr  eine
predigt  mit  erklärung  jed  Sontäglich  Epistell
gehalten  werden.

4)  Donnerstags  mittags  umb  12  uhr
abermahls  Bethstunde  zu  halten.