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Miszellen.

Kirchenbücher.  Zu  dem  in  Nr.  4  des
»Archiv«  enthaltenen  Aufsatz  »Eine  notwendige
  Inventarisierung«  wird  mitgeteilt,
dass  für  Schlesien  vor  wenig  Jahren  ein
Buch  erschienen  ist,  welches  wenigstens
in  der  Hauptsache  den  Absichten  des  Herrn
Verfassers  jenes  Aufsatzes  entsprechen  dürfte.
Es  ist  verfasst  von  den  Herren  Geistl.  Rat,
Direktor  des  Diözesanarchivs  zu  Breslau  und
Pastor  Liz.  Eberlein  zu  Gr.-Strehlitz  und
führt  m.  W.  den  Titel  »Die  Kirchenbücher
der  evangelischen  und  katholischen  Kirchen
Schlesiens«.  Es  enthält  die  Kirchen  beider
Konfessionen  ortschaftsweise  alphabetisch
geordnet  und  bei  jeder  Kirche  die  Angabe,
ob  und  für  welche  JahreTauf-,  Trau-  und
Sterberegister  vorhanden  sind.

Auch  möchte  ich  hierbei  noch  darauf
hinweisen,  dass,  wenn  der  betr.  Kirchort
  unbekannt  ist,  zur  Erlangung  einer
Personenstandsurkunde  in  Schlesien  sich  die
Aufnahme  eines  Öffentlichen  Ersuchens  an
die  Pfarrämter  im  »Kirchlichen  Amtsblatt
des  Konsistoriums  der  Provinz  Schlesien«
oder  im  »Änzeiger  der  katholischen  Geistlichkeit
  der  Diözese  Breslau«  (Goerlich  und
Koch,  Breslau,  Ritterplatz)  empfiehlt.  Für
Deutschland  ist  mir  noch  bekannt  der  »Anzeiger
  für  die  katholische  Geistlichkeit
Deutschlands«  (Manz,  Regensburg).  Solche
Zeitungen  dürften  auch  in  den  Bezirken
der  Konsistorien  und  Diözesen  anderer

Provinzen  und  Staaten  existieren.
Thielisch,  Ohlau.

Zu  dem  Artikel  »Eine  notwendige
Inventarisierung«  von  Pfarrer  K.  Oberländer
  -  Frauenbreitungen  ist  auf  die  »Zusammenstellung
  der  Abhandlungen  über
Kirchenbücher«  von  Anitsrichter  Krieg-Sangerhausen
  in  Nr.  20  Seite  41—44  der
Rolandsbeilage  zum  Archiv  Jahrg.  1903/04
hinzuweisen,  ferner  auf  eine  ähnliche,  ausführlichere
  Zusammenstellung  in  dem  sehr
wertvollen  Aufsatz  »Genealogische  Quellen«
von  Dr.  Armin  Tille  in  Heft  2  der  Mitteillungen
  der  Zentralstelle  für  deutsche

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Personen-  und  Familiengeschichte,  Leipzig,
Breitkopf  u.  Härtel,  1906.

Dort  ist  zu  ersehen,  wo  sich  veröffentlichte
  Nachweisungen,  meist  in  den
Zeitschriften  der  Geschichtsvereine,  über
den  Bestand  der  Kirchenbücher  in  den  verschiedenen
  Bundesstaaten  und  Provinzen
finden.  Reg.-Rat  G.  von  Jordan,  Strassburg.

Bei  Durchsicht  der  registerlosen,  an  Stelle
der  verbrannten  älteren  Kirchenbücher  der
Kreuzkirche  zu  Dresden  aufbewahrten  sog.
Meldezettel  fand  ich  folgende,  die  Familie
des  bekannten,  1731  verstorbenen  Hofgoldschmieds
  Augusts  des  Starken  betreffende
Daten,  die  vielleicht  von  allgemeinerem
Interesse  sind  oder  von  einem  sachkundigen
Leser  in  die  richtige  Beziehung  gebracht
werden  können:

1739,  geb.  8.  8.,  Anna  Christiana,  Tochter
des  Kgl.  Hofjuweliers  Johann  Friedrich
Dinglinger.  (Meldezettel  v.  15.  8.  1739.)

1747,  geb.  9.  9.  (?),  Maria  Juliana,  Tochter
des  Bürgers  und  Goldarbeiters  Friedrich
Dinglinger.  (Meldezettel  v.  17.  9.  1747.)

1748,  geb.  7.  11.,  Friedrich  Wilhelm,
Solın  des  Bürgers  und  Goldarbeiters  Friedrich
  Dinglinger.  (Meldezettel  v.  10.11.1748.)

1749,  geb.  27.  9.(?),  a)  Johann  Friedrich
Theophastus,  b)  Juliana  Elisabeth,  Kinder
des  Goldarbeiters  und  Malers  Friedrich
Dinglinger.  (Meldezettel  v.  5.  10.  1749.)

Richard  Siefert,  Dresden.
Beckerscher  Familienverband,  Hamburg,  1906.

Am  8.  September  d.  J.  fand  der  diesjährige
Familientag  des  Verbandes  statt.  Eingeleitet  wurde
er  dadurch,  dass  sich  ein  Teil  der  Mitglieder  am
Grabe  des  Stammvaters  einfanden,  woselbst  der
Familien-Aelteste,  Herr  Vincent  Becker,  eine  kurze
Ansprache  hielt  und  im  Auftrage  des  Familienrates
einen  Kranz  niederlegte.  Das  Fest  selbst,  welches
von  51  Hamburger  und  auswärtigen  Mitgliedern
und  deren  Gäste  im  Park-Hotel,  Eimsbüttel,  begangen
wurde,  verlief  in  harmonischer  Weise.

Das  uns  vorliegende  Familienblatt  Nr.  1  des
Verbandes  ist  nach  mancher  Richtung  hin  sehr
interessant.  Es  gewährt  auch  einen  Einblick  in  das
Zustandekommen  und  die  bisherige  Entwickelung
des  Verbandes.  Die  Familie  besteht  gegenwärtig
aus  148  Mitgliedern,  welche  über  alle  5  Erdteile
verteilt  sind.  Dem  Verbande  gehörten  bei  Schluss
des  Familienblattes  64  Mitgliedern  an,  hinzugekomnien
sind  seitdem  14  Mitglieder,  so  dass  nunmehr  über

die  Hälfte  der  Familienangehörigen  dem  Verbande
beigetreten  sind.

Verantwortliche  Schriftleitung  Lor.  M.  Rheude;  Druck  Gebr.  Vogt,  sämtlich  in  Papiermühle  S.-A.