—

nicht  führen,  denn  diese  Methode  ist,  wie
schon  oben  angedeutet  wurde,  so  geartet,
dass  sie  die  Wertigkeiten  (d.  h.  die  Vielfältigkeit
  des  Auftretens)  der  gesamten
Ahnenschaft  —  bis  an  die  Grenze,  die  man
der  Arbeit  willkürlich  gesetzt  hat  —  durch
eine  einzige  grosse  geschlossene  Rechnungsoperation
  ergibt,  aus  welcher  man,  wegen  des
stetigen  Ineinandergreifens,  das  auf  einen  einzelnen
  bestimmten  Ahn  (wie  in  unserem  Falle
auf  Albrecht  Achilles)  Bezügliche  nicht  herauslösen
  kann.  Diese  grosse  Rechnung  aber
ist  eben  das,  wovon  im  Öbigen  schon
zweimal  angeführt  wurde,  dass  es  angesichts
seines  bedeutenden  Umfanges  hier  nicht
wiedergegeben  werden  könne.  Ich  muss
vielmehr  zu  einer  anderen  Methode  greifen,
welche  ich  in  früher  veröffentlichten  Aufsätzen
  (z.  B.  in  »Abstammung  Kaiser  Wilhelms
  II.  vom  Cid«,  erschienen  im  »Archiv
für  Stamm-  und  Wappenkunde«  1903,  Nr.  11)
empfohlen  habe.  Dieselbe  geht  dahin,  dass
man  die  Ahnentafel  des  B  (des  »Kathods«,
wie  ich  ihn  in  meiner  Terminologie  der
Genealogie  bezeichne)  in  mässigeren  Grenzen
ausführt,  dafür  aber  dieser  Aufstellung  von
oben  her  entgegenkommt  durch  die  Deszendenztafel
  des  A  (des  »Anods«).

Wir  hätten  also  zunächst  die  Deszendenztafel
  des  Kurfürsten  Albrecht  Achilles  von
Brandenburg  auf  eine  gewisse  Anzahl  von
Generationen  auszuführen.  In  Tab.  I  wird
dieselbe  bis  einschliesslich  zur  IV.  Generation
unterhalb  des  Anods  wiedergegeben,  ich
lasse  jedoch  dabei,  der  Kürze  wegen,  alle
diejenigen  absteigenden  Linien  weg,  von
denen  sich  bei  meiner  Durcharbeitung  des
Themas  gezeigt  hat,  dass  sie  nicht  auf
Kaiser  Wilhelm  Il.  führen.  Albrecht  Achilles
hatte  also  in  Wirklichkeit  viel  mehr  Ur-Urenkel,
  als  hierunter  aufgeführt  sind;  die
aufgeführten  42  Personen  jedoch  sind  tatsächlich
  ebensowohl  Ahnen  Wilhelms  I.
wie  Ur-Urenkel  Albrechts,  die  weggelassenen
Ur-Urenkel  sind  ersteres  nicht.  Zur  Erläuterung
  der  Tab.  I  braucht  weiter  nichts
bemerkt  zu  werden,  als  dass  die  hinter  den
Namen  der  Ur-Urenkel  beigefügten  Zahlensymbole
  die  »primären  Ahnenziffern«  (d.  h.

82

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Ahnenziffern  beim  ersten  Auftreten)  der  betreffenden
  Personen  sind;  wir  haben  dieselben
  deshalb  dorthin  gesetzt,  um  in  Tab.  Il
die  Personen  nicht  nochmals  mit  ihren
Namen  bezeichnen  zu  müssen,  sondern  sie
kurz  mittelst  dieser  Ziffern  zitieren  zu
können.  Hinter  den  Ähnenziffern  erscheinen
die  Gemahle  bezw.  Gemahlinnen  der  Ur-Urenkel.
  Es  möge  sich  ja  kein  Leser  daran
stossen,  dass  unter  den  Abkömmlingen
4.  Grades  von  Albrecht  Achilles  einige
Personen  zweimal  aufgezählt  sind  (z.  B.
Joachim  Ernst,  Fürst  der  vereinigten  Anhaltischen
  Lande,  an  der  3.  und  nochmals

an  der  11.  Stelle)  und  dass  wir,  wie  sich

später  zeigen  wird,  trotzdem  ihre  Wertigkeit
inbezug  auf  Kaiser  Wilhelm  jedesmal  wieder
besonders  zählen.  Diese  Personen  stammen
in  der  Tat  zweimal  von  Albrecht  Achilles
ab;  die  von  unten  her  durch  sie  hindurchlaufenden
  Deszents  teilen  sich  also  auf  der
kurzen  Strecke  zwischen  ihnen  und  dem
Stammvater  nochmals  in  zwei  Zweige,  deren
jeder  eine  besondere  Abstammung  des
Kaisers  von  Albrecht  Achilles  bedeutet,  so
dass  auch  jeder  besonders  gezählt  werden
muss.  Ebenso  verhält  es  sich  natürlich,
wenn  in  der  4.  absteigenden  Generation
ein  Ehepaar  mehrmals  vorkommt  derart,
dass  das  eine  Mal  der  Mann,  das  andre
Mal  die  Frau  als  Ur-Urenkel  Albrecht  Achill’s
erscheint  und  jeweilig  die  andere  Person  als
angeheiratet  in  der  letzten  Columne  folgt
(Beispiel:  Wilhelm,  Herzog  von  Lüneburg
und  Dorothea  von  Dänemark  an  den  Stellen
16  und  21).  Durch  beide  Gatten  hindurch
müssen  die  Deszents  besonders  gezählt
werden,  denn  beide  sind  Nachkommen  des
Anods  auf  verschiedenen  Wegen.

Tab.  II  zeigt  uns  nun,  wie  viele  Abstammungen
  (Deszents)  zwischen  Albrecht
Achill  und  dem  Kaiser  Wilhelm  Il.  ein  jeder
der  42  Ur-Urenkel  des  ersteren  vermittelt,
und  zwar  führt  sie  diese  Abstammungen
an,  gesondert  nach  der  Generationenhöhe,
welche  die  einzelnen  von  ihnen  durchlaufen;
am  Fusse  ist  dann  die  Summe  gezogen,
welche  für  die  gesamte  Strecke  zwischen
Anod  und  Kathod  resultiert,  und  diese