Auch  die  bürgerliche  Familie  Merz  in
Ravensburg,  so  Chirurg  Joh.  Adam  Merz,
1822,  T  1828,  führte  ein  vierfeldriges,  aber
von  dem  adeligen  verschiedenes  Wappen,

welches  wohl  auch  2  aufrecht  stehende
Löwen  (aber  in  anderer  Felderstellung),  dagegen
  2  Sterne  statt  der  Kreuze  aufweist.

Der  Sohn  des  vorgen.  Chirurgen,  Jakob
Merz,  starb  vor  einigen  Jahren  als  langjähriger
  Gasverwalter  in  Ravensburg;  ein
anderer  Sohn,  württembergischer  Militärunterarzt
  a.  D.,  Friedrich  Merz,  starb  1906
in  Laupheim;  der  Sohn  von  Jakob  Merz,
Gardinenfabrikant  ©.  Merz,  eine  ideal  und
künstlerisch  veranlagte  Natur,  die  Hauptkraft
des  dermaligen  rühmlichst  bekannten
szenisch  -theatralischen  Ravensburg,  repräsentiert
  dermalen  die  einst  so  zahlreiche
bürgerliche  Familie  Merz  in  Ravensburg,
welche  z.  Z.  nur  noch  aus  5—6  Trägern
dieses  Namens  besteht.

Im  17.  Jahrhundert  existierte  in  Ravensburg
  u.  a.  um  das  Jahr  1602  ein  Peter  Merz,
Verordneter  der  Reichsstadt,  dessen:  Tochter
Maria  Merz  i.  J.  1615  den  reichsstädtisch
Ravensburgischen  Vogt  von  Zussdorf,  Urban
Walser  aus  Bregenz  ehelichte;  um  1603  ein
Luib  Lukas  Merz,  Amtmann  zu  Mittelstettenweiler
  und  dessen  Gattin  Anna  Merz;  um
1675  zu  Ravensburg  ein  Kornmeister  Niclaus
Merz.  Aus  dem  18.  Jahrhundert  werden
ausser  den  schon  genannten  noch  erwähnt:
Anna  Maria  M.  (1702),  August  M.  Weiss-8

  —

gerber  (1758),  Franz  M.,  Seckler  (1729),
Franz  Jos.  M.  (1777),  Joh.  Ferd.  M.,  Joh.
Jak.  M.,  Joh.  Joseph  .M.,  Mathäus  und  Peter
M.  —  Nicol.  Michael  Merz,  geb.  zu  Ravensburg
  i.  J.  1751,  wurde  1779  zum  kathol.
Priester  geweiht,  in  der  Folge  Pfarrer  im
nahen  Brochenzell,  i.  J.  1810  zu  Hindelwangen
  bei  Stockach,  woselbst  er  i.  ].
1835  starb.  |

Ausser  der  Ravensburger  Patrizierfamilie
gab  bezw.  gibt  es  noch  2  adelige  Familien
von  Merz  in  Bayern  (Nürnberg)  und  eine
Familie  Merz  von  Quiernheim,  welche  aber
mit  der  erstgenannten  nicht  verwandt  sind
und  andere  Wappen  führen.  Zu  einer  derselben
  wird  die  oben  genannte  Nannette

von  Merz  gehören.
P.  Beck,  Ravensburg.

heltere  Grabsteine  an  der  Friedenskirche  zu
Schweidnitz.

Von  Oberarzt  Bergel,  Breslau.

1.  Samuel  Mittmann,  Kais.  Regimentsfeldscherer
  unter  dem  Prinz-Darmstädtischen
Kürassier-Regiment.  *  24.  Januar  1679  in
Nimptsch.  Sein  Vater  war  Samuel  M,
Diakonus  der  evang.  Gemeinde  in  Nimptsch,
Mutter:  Maria,  geb.  Eichhorn.  oo  1.  mit
Susanna,  verw.  Lindner,  geb.  Dobrauschkyn,
2.  mit  Maria  Elisabeth,  verw.  Klein,  geb.
Hoffmann.  2  Söhne,  welche  vor  ihm
starben.  T  7.  Mai  1761.

2.  Georg  Seidel,  Vorwerkbesitzer  aus
Kletschkau,  *  15.  Aug.  1715  zu  Oels  im
Striegauschen,  ©  1739  mit  Maria  Elisabeth,
geb.  Scholtz  aus  Bögendorf,  in  dieser  Ehe
gelebt  32  J.  6  Mon.  4  Söhne,  5  Töchter.
rt  11.  August  1771.

3.  Tobias  Scholtz,  Erbbesitzer  zu
Bögendorf,  Bürger  zu  Schweidnitz.  *  1692
am  Tage  Michaeli,  o  mit  Maria,  geb.  Hahn
aus  Tunkendorf.  1  Sohn,  5  Töchter  in
4Tjähriger  Ehe.  +  27.  Aug.  1764.  (Seine
Frau  starb  8.  Sept.  1761.)