91

—

BUECHERSCHAU.

Der  Deutsche  Herold.  Zeitschrift  für  Wappen-,
Siegel-  und  Familienkunde.  Herausgegeben  vom
Verein  »Herold«  in  Berlin.  38.  Jahrg.  1907.

Nr.  11:  Berichte  über  die  Sitzungen  vom  17.  Sept.
und  1.  Oktober  1907.  —  Die  verwandtschaftlichen
Beziehungen  zwischen  Goethe  und  Werthers  Lotte.
—  Die  zwanzig  ältesten  evangelischen  Kirchen  in
Berlin,  die  Hof-  und  Garnisonkirche  in  Potsdam
und  ihre  Kirchenbücher.  —  Die  Gelegenheitsschriften
der  Reichsgräflich  von  Hochbergschen  Majoratsbibliothek
  zu  Fürstenstein  in  Schlesien.  —  Goethesche
Ahnen-Tafeln.  —  Die  von  Eichicht  in  Ostpreussen.
—  Ergänzung.  —  Zur  Steuer  der  Wahrheit.  —  Das
Genealogische  Handbuch  Bürgerlicher  Familien.  —
Reisefrüchte.  —  Bücherschau.  —  Vermischtes.  —
Am  schwarzen  Brett.  —  Anfragen.  —  Antworten.

Monatsblatt  der  Kais.  Kön.  Heraldischen
Gesellschaft  „Adler“.  VI.  Bd.  Wien  1907.

Nr.  23:  Mitteilungen  der  Gesellschaft.  —  Ueber
die  notwendige  Planmässigkeit  heraldisch  -  genealogischer
  Forschung  und  Quellenpublikation.
Grabstein-Inschriften.  Literatur.  —  Anfrage.  —
Antworten.  —  Eingesendet.  --  Einladung.  —  Personal-Nachricht.
  —  Ein  Jubiläum.

Heraldisch-Genealogische  Blätter  für  adelige
und  bürgerliche  Geschlechter.  Monatsschrift,
herausgeg.  von  Prof.  L.  Oelenheinz  und  H.  von  Kohlhagen.
  4.  Jahrg.  1907.

Nr.  10:  Die  Genealogie  bürgerlicher  und  bäuerlicher
  Geschlechter.  —  Wappenrecht  bürgerlicher
Personen.  —  Zur  farbigen  Kunstbeilage.  —  Exlibris.
—  Dennenlohe  und  seine  Besitzer.  —  Esbachische
Epitaphien  in  Soester  Kirchen.  —  Kulturgeschichtliche
Plaudereien  und  Etyınologische  Studien.  —  Vermischtes.
  —  Bücherschau.  —  Briefkasten.

Heraldische  Mitteilungen.  Herausgeg.  vom
Heraldischen  Verein  »Zum  Kleeblatt«  in  Hannover.
18.  Jahrg.  1907.

Nr.  9:  Vereinssitzung  d.  10.  September.  —-  Die
Kaisertage  in  Stadt  Hannover.  —  Oeffentliche  Vorträge
  über  Heraldik.  —  Absonderliches.  XII,  Seltsame
  Siegel  und  Wappen.  —  Der  heilige  Michael
und  das  Wappen  des  Vereins  St.  Michael.  —
Exotische  Städtewappen  XII,  Montevideo.  —  Ein
Geschenk  an  die  Bibliothek  des  Vereins.  —  Die
neue  Flagge  von  Transvaal.  —  Berichtigung.

La  Revue  HEraldique,  Historique  et  Nobiliare
fond&amp;e  en  ı862.  Tome  XXIV.  4.  Serie.  Tome  VIII.

Nr.  3:  Le  Juge  d’armes  de  France  et  les
Genealogistes  des  Ordres  du  Roi.  —  La  Seigneurie
du  Buisson.  —  Montre  et  Revue  de  cent  homnies
de  guerre  ä  pied  francais  passee  en  la  citadelle  de
Chälons-sur-Saöne  le  31  mai  1596.  —  Liste  des
Emigres  en  1593.  —  Genealogie  de  Saint-Mard.  —
Etat-Civil  Nobiliaire.  —  Questions  et  Reponses.  —
Chronique  des  Livres  et  Revues.

Beiträge  zur  bayerischen  Kirchengeschichte.
Hrsg.  von  D.  Theodor  Kohle.  Erlangen  1907.  XIV.Bd.

Nr.  1:  Das  Interim  im  Markgraftum  Brandenburg-Ansbach.
  —  Ueber  die  Lage  der  Protestanten
in  Bamberg  vom  Westfälischen  Friedensschluss  bis
zur  Säkularisierung  des  Hochstifts  Bamberg.  —  Zur
Geschichte  des  gottesdienstlichen  Lebens  in  Franken.

—  Zur  Geschichte  der  Nürnberger  Exulanten.  —

Pfarrbesoldungen  im  16.  Jahrhundert.  —  Zur
Bibliographie.

Eckart,  Rudolf:  Deutsche  Burgen  und
Schlösser.  Verlag  von  Gebr.  Vogt,  Papiermühle

  S.-A,.  Preis  gebunden  4,50  M.

Keine  gelehrte  Abhandlung  will  der  Verfasser
mit  seinem  nun  bereits  in  zweiter  vermehrter  Auflage
  erschienenen  Werke  geben,  sondern  Deutschlands
  Burgen  und  Schlösser  im  Schmucke  der  Dichtung
zeigen.  Burgen  in  Nord  und  Süd,  in  Ost  und  West
sind  von  so  manchem  Dichter  besungen  worden;
aber  die  Lieder  sind  verstreut,  oft  auch  leider  kaum
über  die  Grenzen  der  engeren  Heimat  hinaus
bekannt  geworden.  Da  hat  der  Verfasser  sich  der
Mühe  unterzogen  und  all  diese  Heimatsklänge  gesammelt.
  Daneben  erläutern  historische  und
geographische  Anmerkungen  am  Schluss  der  Sammlung
  in  angenehmer  Weise  den  Text.  —  Bei  dem
Durchblättern  fallen  einem  besonders  die  zahlreichen
Lieder  über  norddeutsche  Burgen  und  Schlösser  auf,
und  man  wird  gewahr,  dass  auch  der  Norden  nicht
arm  ist  an  Spuren  der  alten  Ritterherrlichkeit.
Meist  ist  man  ja  gewohnt,  nur  rheinische  und  süddeutsche
  Burgen  besungen  zu  hören,  aber  Eckart
hat  es  gar  trefflich  verstanden,  Burgenlieder  aus
allen  Gegenden  aufzufinden  und  zu  sammeln.  Es
dürfte  wohl  kaum  eine  Gegend  Deutschlands  unerwähnt
  geblieben  sein.  —  Je  mehr  man  in  dem
auch  äusserlich  recht  schmucken  Buche  blättert,  desto
lieber  gewinnt  man  es:  man  träumt  von  des  Vaterlandes
  altem  Ruhme,  und  es  wächst  die  Liebe  zur
Heimat,  die  Liebe,  die  jene  Dichter  zu  ihren  herrlichen
Gesängen  begeistert  hat,  und  die  in  unserer  Zeit
der  vaterlandslosen  Umtriebe  so  sehr  not  tut.  Es
dürfte  kaum  ein  Werk  geben,  welches  mehr  die
Liebe,  zur  Heimat  und  zum  ganzen  deutschen
Vaterlande  zu  wecken  und  zu  fördern  geeignet  ist,
wie  Eckarts  Burgenlieder,  die  wir  insbesondere
auch  der  deutschen  Jugend  warm  empfehlen.
Möge  das  stattliche  Werk  anf  vielen  Weihnachtstischen
  liegen  und  zur  kalten  Winterzeit  alt  und
jung  erfreuen  und  die  Erinnerungen  mancher
Sommerreise  auffrischen!  Dr.  Fieker.

Der  grosse  Titel  des  Kaisers  von  Oesterreich
in  seinem  historischen  Aufbau.  Von  I.  M.  Berger.
—  Gross  8%.  —  48  Seiten.  —  Wien  und  Leipzig.
A.  Hartlebens  Verlag.  —  Preis  1.80  M.

Das  vorliegende,  selır  hübsch  ausgestattete  und
gut  gedruckte  Werkchen  bringt  bei  aller  wünschenswerten
  Ausführlichkeit  in  gedrängten  Umrissen  eine
Schilderung  der  Entwicklung  des  österreichischen
Kaiserstaates.  In  zehn  Kapiteln  ist  unter  Voranstellung
  der  Wappenbeschreibung  und  der  Landesfarben
  die  Geschichte  der  einzelnen  Kronländer  dargestellt.
  Eine  Fülle  von  historischen  Tatsachen
wird  dabei  in  anziehender  Forın  dem  Leser  zur
Kenntnis  gebracht.  Die  Schlussworte  der  Einleitung
mögen  hier  Platz  finden:  »Völker  und  Stämme,  verschieden
  in  Herkunft,  Sitten  und  Sprache,  stehen
unter  Habsburgs  schützendem  Kaiserbanner,  und
wie  gesondert  auch  die  Punkte,  von  denen  sie  ausgingen,
  sie  berühren  sich  doch  frühzeitig  in  ihren
geistigen  Beziehungen  und  allmählich  wird  es  eine
Geschichte,  die,  in  schöner  Eintracht  sie  um-