Tegel  b.  Berlin  und  Gerichtsaktuar  F.  Schultze  in
Naumburg  a.  S.),  Strücker  (von  G.  H.  Lucas  in
Wiesbaden),  Stutz  (von  J.  F.  A.  Stutz  in  Schloss
Burleshagen  i.  Württemberg),  Trierenberg  (von
Oberleutnant  G.  Trierenberg  in  Bukarest),  Unbescheid
  (von  Realgymnasialprofessor  a.  D.  Dr.  H.
Unbescheid  in  Dresden),  Usener  (von  Prof.  Dr.
Usener  in  Stettin),  Venn  (von  Kaufmann  M.  Venn
in  Cöln  a.  Rh.),  de  Waal  (von  A.  de  Waal  in
Coblenz,  Weissker  (von  Rentner  M.  Weissker  in
Langebrück  b.  Dresden),  W  entzel  (von  Rittergutsbes.
Wentzel  in  Ober-Kemnitz  i.  d.  Ob.-L.),  Westerich
(von  Kaufmann  E.  Westerich  in  Hamburg),  Wichelhaus
  (von  Geh.  Regierungsrat  Prof.  Dr.  H.  Wichelhaus
  in  Berlin),  Wiihelmi  (von  Prof.  Dr.  H.  Usener
in  Stettin)  und  Wirth  (von  Julius  Reichsritter  v.
Wirth,  Edler  von  Weydenburg  in  Berlin,  Major  O.
Wirth  in  Kamenz  i.  Sachsen  und  Privatdozent  Dr.
A.  Wirth  in  München-Thalkirchen).  Einen  schönen
Schmuck  der  beiden  Handbücher  bilden  die  zahlreichen
  vorzüglich  ausgeführten  Porträts  (u.  a.  im
13.  Bande  das  von  Charlotte  Kestner  geb.  Buff,
Goethes  »Lotte«)  und  die  von  bekannten  Meistern
der  Heroldskunst  entworfenen,  mitunter  farbig  ausgeführten
  Wappentafeln.
Dr.  K.  v.  Kauffungen,  Metz.
Tecklenburg  und  Dageförde:  Geschichte  der
Provinz  Hannover.  Verlag  von  Karl  Meyer  (Gustav
Prior),  Hannover-List  und  Berlin.
ie  auf  dem  Gebiete  heimatlicher  Geschichts-93



schreibung  rühmlich  bekannten  Verfasser  haben  es
verstanden,  in  kurzen  Umrissen  eine  doch  alle  Teile
der  heutigen  Provinz  Hannover  umfassende  Geschichte
  zu  schreiben.  Die  nicht  leichte  Aufgabe,
allen  ehemalig  selbständigen  Teilen  Hannovers  gerecht
  zu  werden,  ohne  weitschweifig  zu  sein,  ist
mit  Geschick  gelöst.  Besondere  Beachtung  hat  die
leider  vielfach  vernachlässigte  Kulturgeschichte  gefunden.
  Die  diesbezüglichen  Abschnitte  gewähren
einen  guten  Einblick  in  die  Lebensverhältnisse,  in
Recht  und  Sitte  unserer  Vorfahren  zu  allen  Zeiten.
Sie  sind  auch  für  den  Familiengeschichtsforscher
von  grossem  Interesse,  vorausgesetzt,  dass  er  nicht
nur  Namen  und  Daten  seiner  Vorfahren  schematisch
zusammenstellen,  sondern  auch  ein  Bild  ihres  Werdegangs,
  ihrer  Gewohnheiten  und  ihrer  Lebensanschauungen
  gewinnen  und  festhalten  will.  —  Besondere
  Erwähnung  verdient  die  vorzügliche  Literaturübersicht
  am  Schlusse  des  Werks.  Sie  enthält  eine
—  leider  nicht  alphabetisch  geordnete  —  Zusammenstellung
  so  ziemlich  aller  einschlägigen  Werke.
Hier  sind  nicht  nur  die  Gesamtdarstellungen  berücksichtigt,
  sondern  auch  zahlreiche  Werke  über
die  einzelnen  Landesteile  und  über  einzelne  Kulturgebiete
  aufgeführt  worden.  —  Es  wäre  sehr  zu
wünchen,  wenn  auch  andere  Teile  des  deutschen
Vaterlandes  ihren  lokalen  Geschichtsschreiber  fänden;
sind  doch  gerade  Provinzial-  und  Landesgeschichten
vorzüglich  geeignet,  die  Kenntnis  der  Heimat  und
die  Liebe  zu  ihr  zu  pflegen.  Dr.  Fieker.

BRIEFKASTEN.

Anfragen  bis  zu  10  Zeilen  einspaltig  werden  kostenlos  aufgenommen,  jede  weitere  Zeile  wird  mit  10  Pf.
berechnet.  —  Im  Interesse  unserer  verehrl.  Leser  liegt  es,  Namen  und  Daten  in  Briefsendung  möglichst
  deutlich  zu  schreiben.

Anfragen.

26.  Wer  hat  die  Güte,  genealogische  Nachrichten
  zu  geben,  die  sich  auf  eine  Familie  Büchler
beziehen.  Die  Familie  war  Ende  des  18.  Jahrh.  in
Ost-Friesland  ansässig.  Auch  die  Adressen  heute
noch  lebender  Personen  des  Namens  Büchler  sind
willkommen.  A.  A.  Vorsterman  van  Oijen

Rijswijk  (Niederlande).

27.  1.  Wer  weiss  den  Ursprung  von  Angelus
Mathäus  Büttner,  *  1617,  T  1676,  war  Magister  zu
Baruth,  später  Pfarrer  zu  Friedersdorf  in  Schlesien?
2.  Jacob  Melchior  Büttner,  Schiffsrederer  und  Kaufmann
  in  Bremen,  *  1764,  heiratete  eine  Henriette
Agneta  Gerhardine  verwitwete  Rudolphi,  soll  die
Tochter  eines  Inspektors  der  Kaserne  in  Hamburg
sein,  was  sind  die  Eltern?  bitte  um  Daten.  3.  Sophie
Matthies,  *  3.  6.  1824  in  Osnabrück.  Was  waren
ihre  Eltern?  Auch  Daten  angeben  und  Beruf  des
Vaters.  Ihre  Mutter  soll  eine  geb.  Rayter  sein.
4.  Anna  Marie  von  Biron,  *  1713,  heiratete  den
Ratsherrn  Konrad  Gotthilf,  Borchardt  in  Minden,
wo  kommt  Anna  Marie  v.  B.  her?  Ist  sie  eine
Schwester  des  Generals  Prinz  von  Biron,  der  1759
in  der  Schlacht  bei  Minden  fiel?  Wer  sind  ihre  Eltern  ?

Sehe  mit  grossem  Dank  Nachrichten  entgegen

*Farmbesitzer  Roderich  Büttner
z.  Zeit  Rittergut  Serams  bei  Zirkow,
Insel  Rügen.

28.  Nachrichten  gesucht  über  einen  Schulz,
in  Barkow  b.  Plan,  Mecklbg.-Schwerin;  er  machte
den  Krieg  in  der  Türkei  mit,  kam  dann  nach  Dänemark
  und  wurde  in  Kopenhagen  Oberstallmeister.

Er  ist  1809  bei  der  Belagerung  von  Kopenhagen
umgekommen;  hatte  ca.  1805  einen  Sohn.

Nachrichten  über  die  Familie  Rosenow,  die
1306  urkundlich  mit  Burchard  von  Rosenow,  Senator
in  Sternberg,  Mecklbg.,  auftritt;  der  im  Westen  von
Ostpreussen  blühende  Zweig  bekannt.

©.  Bergholz,
Erfurt,  Leopoldstrasse  9  II.

29.  Suche  folgende  Wappen  für  eine  Ahnentafel:
Ghaentzer  Stern,  Röther,  Odenwald,  Esser.
Wäre  sehr  dankbar  für  gütige  Mitteilungen.

*Otto  Kauffmann,  Fabrikant,  Mannheim,
Beethovenstr.  15.

30.  Erbeten  Nachrichten  jeder  Art  über  den
Namen  Hunkel,  Hunckel.  Die  Familie  stammt
aus  Sprendlingen  (Kreis  Offenbach).  Wo  gibt  es
sonst  noch  Träger  dieses  Namens?  Wie  erfahre  ich
etwas  über  die  Herkunft  des  bisher  ermittelten
ältesten  Vorfahren,  Johannes  Hunckel,  Isenburgischen
  Vogtey-Schultheissen  zu  Sprendlingen  (zuerst
erwähnt  1657)?

*cand.  cam.  Ernst  Hunkel,
Tübingen,  Neckarhalde  20.

Antworten.

60,  VII.  Im  Urkundenbuch  der  Stadt  Halberstadt
von  Dr.  Gustav  Schmidt  wird  bei  Urkunde  360  vom
Jahre  1316  Margaretha,  Witwe  des  Albrecht
Hundertmark  erwähnt;  ebenso  ein  Hundert-