inne

Stimmberechtigung  aller  männlichen  und
weiblichen  über  20  Jahre  alten  und  von
Christof  Zangemeister-Hallungen  abstammenden
  Familienmitglieder  (also  nur
der  Blutsverwandten)  beschlossen.

Des  weiteren  wurde  der  Antrag  auf  die
Gründung  eines  Zangemeisterschen
Familienverbandes  im  Prinzip  einstimmig
angenommen.  Die  Ausarbeitung  der
Satzungen  wurde  einem  sechsgliederigen
»Familienrate«  übertragen.  Die  Wahl  des
Familienrates  ergab  folgendes  Resultat:

1.  Familienältesterund  Vorsitzender:  Rentner

Oskar  Zangemeister-Gotha

2.  stellvertretender  Vorsitzender:  Major  z.D.
Franz  Zangemeister-Gotha

3.  Kassenwart:  Ober-Regierungs-  und
Forstrat  Paul  Zangemeister-Cassel

4.  stellvertretender  Kassenwart:  Rentner
Gustav  Zangemeister-Rastenberg  in
Thüringen

5.  Schriftführer  Dr.  Wilhelm  Zangemeister-Königsberg


6.  stellvertretenderSchriftführer:  Regierungs-Baumeister

  Hermann  Zangemeister-Charlottenburg.



Dem  Familienrat  wurde  für  den  Fall
des  Ausscheidens  eines  Mitgliedes  das
Recht  der  Selbstergänzung  gewährt.

Der  nächste  Familientag,  auf  dem  über
die  Annahme  der  Satzungen  abgestimmt
werden  soll,  wurde  auf  den  ersten  Sonntag
im  Oktober  1910  festgelegt  und  als
Zusammenkunftsort  wieder  Gotha  in  Aussicht
  genommen.

Der  Antrag  Wilhelm  Zangemeisters-Königsberg
  auf  Gründung  eines  Familienfonds
  wurde  ohne  Debatte  angenommen.
Der  Fonds  soll  durch  freiwillige  Besteuerung
der  Familienmitglieger  und  durch  testamentarische
  Schenkungen  aufgebracht  werden.
Seine  Verwendung  soll  sich  zunächst  nur
auf  Portoauslagen  usw.  für  allgemein
interessierende  Mitteilungen  erstrecken;
später  sollen  Druckkosten,  dann  die  Kosten
für  die  Unterhaltung  der  alten  Familiengräber
und  der  Zangmeisterschen  Kapelle  zu  St.
Martin  in  Memmingen,  sowie  die  Rückerwerbung
  alter  der  Familie

verloren

05

—

gegangener  Bilder,  kunstgewerblicher  Gegenstände
  usw.  aus  dem  Fonds  bestritten
werden.

Hauptmann  Westermann-Heidelberg
berichtet  sodann  über  den  Bestand  und  die
Einrichtung  des  von  ihm  und  seinem
SchwagerWilhelmZangemeister-Königsberg
  angelegten  Familienarchivs  und  stellt
dabei  den  Druck  einer  von  ihm  verfassten
Genealogie  der  alten  Familie  Zangmeister
zu  Memmingen  für  das  kommende  Jahr  in
Aussicht.)  Die  Versammlung  beschloss,  das
Archiv  vorläufig  der  Obhut  Wilhelm
Zangemeisters-Königsberg  anzuvertrauen,
bis  der  Familienrat  mit  einem  Museum
oder  einem  Öffentlichen  Archive  ein  Uebereinkommenübereinegeeignete
  Unterbringung
abgeschlossen  habe.  Freudig  wurde  die
Mitteilung  begrüsst,  dass  sich  schon  eine
Reihe  von  Familienmitgliedern  bereit  erklärten,
alte  Briefe,  Familienbilder  und  Möbel  aus
dem  Hausrate  der  Urväter  dem  Familienarchive
  testamentarisch  zu  vermachen.

Den  Schluss  des  offiziellen  Teiles  bildete
ein  Vortrag  des  Hauptmann  Westermann-Heidelberg.
  Ausgehend  von  den  traurigen
Folgen  des  30.  jährigen  Krieges  für  die
bürgerliche  Familienforschung  im  Allgemeinen,
  ging  Redner  auf  die  Unmöglichkeit
ein,  den  Zusammenhang  der  seit  diesem
KriegemitJohann  Eberhard  Zangmeister
in  Mitteldeutschland  ansässigen  Zangemeister
  mit  der  alten  Memminger  Patrizierfamilie
  Zangmeister  zur  Zeit  schon
urkundlich  beweisen  zukönnen.  Dieldentität
des  von  Johann  Eberhard  noch  geführten
Siegels  mit  dem  Wappen  der  Zangmeister
zu  Memmingen  lässt  freilich  auf  eine  gemeinsame
  Herkunft  schliessen.  Nachdem
Redner  sodann  die  Verdienste  des  Kaufmanns
Johann  Zangmeister-Memmingen  (1694
bis  1749)  und  des  Pfarrers  Reinhold
Köberlin-Dickenreishausen  (1823—-1900)
um  die  Erforschung  der  Geschicke  der
Schwäbischen  Zangmeister  und  diejenigen
des  Pfarrers  Wilhelm  Schönichen-1)

  Eine  Genealogie  der  »Familie  Zangemeister
seit  der  Mitte  des  18.  Jahrhunderts«  ist  schon  1907
im  Druck  erschienen.