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Als  eine  merkwürdige  Episode  teilte
der  Herr  Oekonomierat  R.  Dobenecker  in
Vacha  dem  Verfasser  von  einem  Herrn
von  Butlar  Folgendes  mit:  »Vor  vier  Jahren
kam  ein  General  auf  den  Hof  geritten,  auf
einem  kleinen  Schimmel,  mit  dem  er  schon
Weltreisen  gemacht  hatte.  Es  war  ein  Herr
von  Butlar,  der  nur  kam,  um  sich  das
Wappen  anzusehen.«

Abb.  2.

Das  Wappen  des  Fürstabtes  Adolf
von  Dalberg!)  befindet  sich  einmal  unmittelbar
  unter  dem  vorbeschriebenen  von
Butlarschen  Wappen  an  dem  Kichenportal
und  ein  zweitesmal  über  dem  Eingang  zum
Schlosse.

S.  21—22.  Hier  (Seite  36—38)  wird  u.  A.  auch  die
Sage  über  die  Enstehung  des  von  Butlarsche  Wappens
  in  poetischer  Form  sehr  hübsch  erzählt.

1)  Nach  Sibmacher:  Das  Wappen  der  Kämmerer
von  Worms.  Joseph  Schneider  spricht  in  seiner
Buchonia  Il.  Bd.  1.  Heft  S.  113  von  goldenen  Lilien.
das  Steinwappen  hat  keine  Farben.  Vergl.  die
Wappen  in  den  Abbildungen  Nr.  2  und  3;  letzteres
ist  das  Stammwappen.

Die  letzte  Sprossin  aus  dem  Geschlechte  der
Dalberg  hatte  einen  Kämmerer  von  Worms  geheiratet
und  dieser  Wappen  und  Namen  der  Dalberg  sich
beigelegt.

Das  erstere  ist  nur  halb  so  gross  als
das  Butlarsche  Wappen.  Auf  dem  fünfmal
eingespitzten  Schildhaupte,  welches  geviertet,
(abwechselnd  blau  und  gold)  ist,  sind  in
den  (blauen)  Feldern  1  und  4  sechs  (3.  2.  1)
(silberne)  Lilien?)  und  in  den  (goldenen)Feldern
2  und  8  je  ein  (schwarzes)  achtspitziges
Ankerkreuz  (nach  Sibmacher,  das  Wappen
der  von  Dalberg).  Auf  dem  Schildhaupte
2  Helme,  von  denen  der  rechts  einen  geschlossenen,
  die  Sachsen  rechts  kehrenden
Adlerflug,  derjenige  links  auf  einem  offenen
(goldenen)  Adlerfluge  das  (schwarze)  Ankerkreuz
  des  zweiten  Feldes  zeigt.  Die  Helmdecken
  sind  gelb  und  blau.  In  der  Mitte
des  Schildhauptes,  sehen  wir  in  ovalem
Schildchen  ebenfalls  das  (schwarze)  Ankerkreuz.


Unter  dem  Wappenschild  ein  Spruchband
mit  der  Jahreszahl  1718  (Zeit  der  Vollendung
des  Baus).  Schrift  unleserlich.

Adolf  von  Dalberg  war  der  Nachfolger
des  Fürstabts  von  Butlar,  als  Sohn  des
Kaiserlichen  Kammergerichtspräsidenten  zu
Speyer,  Philipp  Franz  Eberhard  Kämmerer,
Freiherrn  von  Dalberg,  und  vor  seiner  Wahl
zum  Abte  von  Fulda  (1726)  Probst  zu  Zella
gewesen.  Er  starb  im  Jahre  1732  und
wurde  in  dem  nur  wenige  Schritte  vom
Grabe  Constantins  von  Butlar  entfernten
Grabgewölbe  des  Doms  zu  Fulda  beigesetzt.
Das  schöne,  von  Joh.  Maus  in  Limburg
gefertigte  marmorne  Epitaphium  hat  Adolf
schon  bei  Lebzeiten  aufstellen  lassen.  Keine
Inschrift  —  wohl  aber  die  Geschichte  rühmt
diesen  Fürsten  als  einen  der  ausgezeichnetsten
Aebte  Fuldas,  sagt  Joseph  Schneider  in
seiner  Zeitschrift  Buchonia  ll.  Bd.  1.HeftS.  189.

Sein  Wahlspruch  war:  Pro  lege  et  Grege
und  Condore  et  Amore.

Von  den  unter  Adolf  von  Dalbergs
Abtführung  geprägten  Medaillen  und  Münzen
—  Joseph  Schneider  führt  83  Stück  auf  —  ist
ausser  der  Consecrations-Medaille  vom  8.Sept.

1726  eine  der  bemerkenswertesten  die  im

Jahre  1732  geprägte  »goldene  Medaille«,
welche  Joseph  Schneider  wie  folgt  beschreibt:

»Ein  Palmbaum,  auf  dessen  Krone  der
Kreuzorden  ruht.  Rechts  desselben  steht