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ein  Bildniss  im  päpstlichen  Ornate,  in  der
rechten  den  Krummstab,  in  der  linken  Hand
einen  Spaten  haltend.  Daneben:  Ego  Plantavi.
Links  ein  Bildniss  im  bischöflichen  Anzuge
mit  dem  einwärts  gekehrten  Hirtenstabe  in
der  linken,  und  einer,  gegen  die  Wurzel  des
Palmbaums  hinneigenden  Giesskanne  in  der
rechten  Hand.  Daneben:  EgoRigarvi.  Ueber
der  Krone  des  Palmbaums  das  strahlende
Auge  Oottes.  Darüber:  Deus  Incrementum
Dedit.  Unten  im  Abschnitt:  DCCXLIV.
Ganz  unten  I  Cor.  3  V.  6.

Kehrseite:  In  elf  Zeilen  die  Aufschrift:
Crux  Nova  cum  Bened.  Apostol.  a  Clemente
PP.  XII.  Per  Adolphum  Abb.  Pium  Pacificum
Principem,  Primatem  Etc.  DD  Decano,
Praepositis,  Et  Capitularibus  Princip.  Imm.
Eccl.  Fuld.  Collata  MDCCXXXII.  Unten
im  Abschnitt:  Koch.

Diese  goldne  Medallie  wurde  zur  Erinnerung
  an  die  Verleihung  des  Kreuzordens
(3.  Juni  1732)  geprägt.  Es  war  ein  festlicher
Tag,  der  dritte  Pfingstfeiertag,  an  welchen
den  Mitgliedern  des  Stifts  der  Orden  mit
der  Bestimmung,  ihn  auf  der  Brust  zu  tragen,
verliehen  wurde.  »Mit  dem  grössten  Pompe
fuhr  der  Fürstabt  Adolf  von  Dalberg  mit
dem  gesamten  Kapital  in  mehreren  sechsspännigen
  Wagen  und  mit  Begleitung  des
ganzen  Hofes  zur  Domkirche.e  Nach
feierlicher  Messe  traten  die  Stiftskapitulare,
einer  nach  dem  Anderen,  vor  den  Thron,
wo  ihnen  der  Fürstabt,  unter  Lösung  der
Kanonen,  das  Kreuz  umhing.  Knieend
empfingen  sie  diese  Zierde  und  der  Fürstabt
sprach  bei  jeder  Umhängung:  Accipe  fili!
signum  sanctae  crucis,  signum  paternae
dilectionis  et  salutis,  in  nomine  patris  et
filii  et  spiritus  sancti!'  Amen.  Auch  gab  er
jedem  Aufstehenden  einen  Kuss,  mit  dem
Worten:  Pax  tecum!  —  Darauf  folgte  ein
Te  Deum,  und  Alles  zog  auf  die  nämliche
Weise  wieder  nach  Hofe  zurück.«

Dieser  Kreuzorden  trägt  in  der  Mitte
der  Vorderseite  das  vorwärtsstehende
Bildniss  des  heiligen  Bonifacius  im  Ordenskleide
  mit  dem  Nimbus  um  das  entblöste
Haupt,  in  der  rechten  Hand  einen  Kreuzstab,
in  der  linken  einen  Becher,  aus  welchem

sich  eine  Schlange  windet,  emporhaltend.
Am  oberen  Teile  des  auf  der  Kehrseite
des  Ordens  befindlichen  Kreuzes  steht,  von
der  Rechten  zur  Linken:

V  R  S  N  S  M  V
Vade  Retro  Satana  Non  Suade  Mihi  Vana
Am  unteren:
S  M  Q  L  I  V  B

Sunt  Mala  Quae  Libas  Ipte  Venena  Bibas
Rechts:

C  S  S  M  L
Crux  Sacra  Sit  Mihi  Lux

Links:
N  D  S  M  D
Non  Draco  Sit  Mihi  Drux

In  den  vier  Winkeln  des  Kreuzes  stehen
die  Buchstaben:

C
(Crux)

5  P
(Sancti)  (Patris)
B
(Benedicti)

Aus  meiner  Urkundenmappe.

Von  Kirchner-  Hüttigweiler.

Nachstehendes  Verzeichnis  enthält  Namen
von  kirchl.  und  Standesamts-Zeugen.  Dieses
Gebiet  scheint  noch  wenig  bearbeitet,  obwohl
  es  eine  reiche  Fundgrube  für  den
Familienforscher  darstellt.

1706:  Paul  Bäyer,  Risch-  Müller,  Merseburg,
  Johanna  Dorothea,  Eheweib  des  Andr.
Hartmann,  Tuchmacher,  Merseburg,  Hans
Maudrich,  Schneider,  Merseburg.

1735:  Anna  Rosine,  Herrn  Rudolph
Fäschens,  Obrist  derer  Ingenieure  Eheliebste,
Dresden,  Daniel  Ebhard,  Steinmetzmeister,
Dresden,  Johanna  Dorothea,  Herrn  Johann
George  Bergers,  Kgl.  Palaisgärtner  Eheliebste,
Dresden.

1737:  Christian  Siegmund  Zimmermann,
Weinhändler,  Dresden,  Charlotte  Friedericke,
Hrn.  Martin  Teufer,  Kgl.  Bettmeisters  Tochter,
Dresden,  Andreas  Adam,  Königl.  Landbauschreiber,
  Dresden.

1741:  Christian  Reinow,  Kgl.  Hof-Laquier,
Dresden,  Clara  Benigna,  Herrn  Alexander
Thiele’s  Kgl.  Hofprospektmaler  Eheliebste,
Dresden.