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Adel;  derselbe:  Der  polnische  Kleinadel  im
16.  Jahrhundert).

Die  Familie  war  sonach  um  das  Ende
des  16.  und  zu  Anfang  des  17.  Jahrh.  in
drei  Hauptlinien  gespalten,  von  denen  eine
griechisch-unierte  und  eine  katholische  in
Volynien  und  eine  katholische  im  westlichen
Galizien  ihre  Wohnsitze  hatten.

Am  dürftigsten  sind  die  Nachrichten  über
den  griechisch-unierten  Zweig  der
Familie.  Sie  beschränken  sich  auf  das  letzte
Glied  derselben,  den  ErzbischofRostocki
von  Kiew,  welcher  diese  Würde  von  1790
bis  1796  bekleidete,  also  zur  Zeit  der  zweiten
und  dritten  Teilung  Polens.  Er  starb  im
Jahre  1807.  Auf  seinen  Nachlass  machten
‚im  folgenden  Jahıc  die  Nachkommen  Basils
.  durch  Romanß.  ihreRechte  geltend.  (Kosinski,
Przewodnik  heraldyczny,  Nachlassakten  des
Roman  R.  in  der  Dresdener  Stadtbibliothek).

Der  volynisch-katholischen  Linie
gehörte  in  zweiter  Generation  Jan  (Johann)  R.
an,  welcher  als  Sekretär  (pisarz)  des  Land-Adelsgerichts
  zu  Krzemieniec  im  Jahre  1632

für  die  Wojewodschaft  Volynien  die  Königswahl

  Wladyslaw  IV.  Wasa  mit  unterzeichnete.
Seine  Nachkommen  verliessen  um  1700  ihr

Stammland  und  übersiedelten  nach  dem  nordwestlich
  angrenzenden  Schwarzrussland,  wo
sie  im  jetzigen  Gouvernement  Grodno,  bei  der
Kreisstadt  Slonim  die  Güter  Dziewiatkowicze,  .
Mironim  und  Ruta,  zuletzt  jedoch  nur  noch
Szostaki  besassen.  Urkundlich  bekannt  sind
von  ihnen  Kazimierz  R.,  welcher  sich  um
1716  mit  Rosalia  Jurewinew  verheiratete.
Von  seinen  5  Söhnen  Jerzy  (Georg),  Michal,
Roman,Pankrazund  Franziszek(Franz)R.
setzten  nur  der  Erste  und  der  Letzte  das
Geschlecht  fort,  das  nach  ihnen  noch  in
zwei  bezw.  drei  Generationen  weiter  blühte
und  mit  dem  letzten  Herrn  auf  Szostaki,
Franziszek  Ignatj  1892  erloschen  zu  sein
scheint.  Roman  R.  der  dritte  Sohn.  Kazimierzs
  trat  nach  der  Konföderation  von  Bar
1768  aus  der  polnischen  in  die  sächsische
Armee  über,  wo  er  im  Leibgrenadierregiment,
zuletzt  als  Oberstleutnant  diente.  Er  starb
1813  unverheiratet  und  hinterliess  seinen
Anteil  an  den  väterlichen  Gütern  seinem
Bruder  Franziszek,  den  Erlös  aus  seinem  zu
verkaufendem  Gute  Ruta  seinen  Schwestern
Scholastika,  Bogumita,  Kazimira  und

Justina.  (Niesiecki  a.  a.  O.,  Slonimer  Kirchenbuch,

  Nachlassakten  w.  v.)

(Schluss  folgt.)

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Zur  Kunstheilage.

Die  von  Herrn  Heinrich  Schimpke
entworfene  Kunstbeilage  ist  als  Fortsetzung
des  Zyklus  von  Wappen  heraldischer  und
genealogischer  Vereine  gedacht.  Das  Blatt
stellt  in  origineller  Auffassung  das  Wappen
des  akademischen  Vereins  für  Geschichte  und
geschichtliche  Hilfswissenschaften  »Roter
Löwe«  an  der  Universität  Leipzig  dar.  Der

schwarze  meissnische  Löwe  hält  mit  der
linken  Pranke  den  Schild  des  Vereines  (in

‚Gold  ein  doppelschwänziger,  blaubewehrter

roter  Löwe),  in  der  rechten  Pranke  eine
Standarte  mit  dem  vereinfachten  deutschen
Reichsadler  und  rotem  Schwenkel;  in  echtheraldischer
  Weise  hat  der  Schildträger  den
Helm  über  den  Kopf  gestülpt;  der  gekrönte
Helm  mit  rot-goldenen  Decken  trägt  als
Zier  den  wachsenden  roten  Löwen  zwischen