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Mittelalters  (Trechow  -  Meetzen,  Tribeschendorf-Rothenmoor,
  Schorssow,  Goldberg)  und  deren  Gütergeschichte,
  sowie  auf  das  Erblandmarschallamt  im
Fürstentum  Wenden  des  näheren  zu  sprechen.
Während  der  5.  bis  7.  Abschnitt  sich  mit  den  Linien
Osten-Cummerow  bis  zum  Tode  Hartwigs  ll.  im
Jahre  1500,  Grubenhagen  bis  zum  Tode  Wediges  I.
im  Jahre  1526  und  Wolde-Penzlin  bis  zum  Tode
Bernds  Il.  im  Jahre  1525  ui:d  deren  Erbgütern  befassen
  (die  Fortsetzung  der  Geschichte  dieser  3
Linien  folgt  im  nächsten  Bande),  handelt  das  letzte
8.  Kapitel  von  den  Moltzan  bezw.  Maltzan,  deren
Zugehörigkeit  zur  Familie  zweifelhaft  ist.  Das  am
Schluss  beigefügte  ausführliche  Register  erleichtert
die  Benutzung  des  Bandes  sehr  und  bietet  auch
manchem  etwas,  der  sonst  in  keiner  näheren  Beziehung
  zu  dieser  Familie  steht.  Da  sich  bei  der
Bearbeitung  vorliegendes  Bandes  einige  und  zum
Teil  recht  wichtige  Abänderungen  der  Stammtafeln
nötig  machten,  ist  nicht  allein  im  Text  desselben
darauf  aufmerksam  gemacht,  sondern  auch  am
Schlusse  unter  den  Berichtigungen  eine  besondere
Zusammenstellung  solcher  Abänderungen  gegeben
werden.  Um  Verwirrungen  zu  vermeiden,  sind  hier
und  im  Register  die  hinter  den  Vornamen  der
Maltzahn  stehenden  Ordnungszahlen  bei  den  Linien
Osten-Cummerow  und  Wolde-Penzlin  doppelt  angeführt
  und  zwar  einmal  nach  der  Veränderung,  wie
sie  die  Umwechselung  der  bisherigen  Stammväter
dieser  Linien  erforderte,  und  dann  in  Klammern
nach  der  früheren  Zählung  in  den  Stammtafeln.
Mehr  zur  Ausschmückung  als  zum  Bedürfnis  sind,
wie  Schmidt  mit  Recht  angiebt,  die  für  diese  Familie
wichtigen  Urkunden  von  1193  und  1276  (Oktober  28),
sowie  eine  Tafel  mit  den  ältesten  Originalsiegeln
der  Familie  in  Lichtdruck  beigegeben.  Da  schon
Lisch  in  seiner  Urkunden-Sammlung  zur  Geschichte
des  Geschlechts  von  Maltzahn  mehrere  Siegeltafeln
gebracht  hat,  wurde  von  Schmidt  auf  solche  hier  nur
verwiesen.  Auch  die  mittelalterlichen  Grabsteine  der
Maltzahn  sind  bei  Lisch  schon  abgebildet,  so  dass
als  Ergänzung  nur  der  auf  Tafel  IV  abgebildete
Neveriner  Grabstein  für  die  Familie  Lütkes  des
Jüngeren  Moltzan  beigefügt  werden  konnte.  Die
Gütergeschichte  ist  in  den  Nebenbetrachtungen  noch
besonders  behandelt  worden;  zu  ihr  gehört  die  am
Schluss  beigefügte  übersichtliche  Besitzkarte,  welche
aus  der  bekannten,  bezüglich  der  Namenschreibung
allerdings  sehr  mangelhaften  v.  Schmettauischen
Karte  hergestellt  ist;  letztere  musste  genommen
werden,  weil  die  betreffenden  Sektionen  der
historischen  Grundkarten  noch  ausstehen.  Mit  lebhafter
  Spannung  sehen  wir  den  hoffentlich  bald  erscheinenden
  weiteren  Bänden  entgegen.  Den  verehrten
  Verfasser  beglückwünschen  wir  für  diese
mustergiltige  und  schöne  Arbeit,  die  unseres  Erachtens
  zu  der  besten  der  bisher  veröffentlichten
Familiengeschichten  gehört  und  ein  vorbildliches
Beispiel  ist,  in  welcher  Weise  derartige  Werke  zu
bearbeiten  sind,  auf  das  sie  wissenschaftlichen  Wert
haben,  den  Leser  anregen  und  nicht  durch  blosse
Aufeinanderreihung  von  Daten  und  Tatsachen  ermüden.
  Dr.  K.  v.  Kauffungen,  Metz.

v.  Voss:  Die  Regiments-Namen  der  altpreussischen
  Armee.  Verlag  von  R.  Eisenschmidt
in  Berlin.  Preis  2  Mark.

Oft  taucht  die  Frage  nach  Namen  von  Truppenteilen
  der  alten  preussischen  Armee  und  nach  dem
Zusammenhange  mit  den  jetzt  bestehenden  auf,  und
nur  in  wenigen  Fällen  gelingt  es,  einen  solchen
Zusammenhang  zu  finden.  Waren  doch  bislang  die
Hilfsmittel  für  derartige  Nachforschungen  äusserst

gering:  nur  im  Jahre  1778  ist  ein  Versuch  gemacht
worden,  die  Namen  der  alten  in  vielen  Schlachten
erprobten  Truppenteile  zu  sammeln.  Im  Uebrigen
aber  liegt  das  Material  in  den  alten  Stammlisten,
in  den  Akten  des  Kriegsarchivs  und  in  den  mannigfachsten
  Druckwerken  verstreut,  so  dass  sich  schwer
feststellen  lässt,  welche  Truppenteile  den  grossen
Zusammenbruch  von  1806  überstanden  haben  und
noch  heute  Träger  ruhmreicher  deutscher  Geschichte
sind.  —  Durch  das  genannte  Werk  des  Generalmajors
  z.  D.  Wilhelm  von  Voss  ist  jetzt  diese
Untersuchung  ausserordentlich  erleichtert  worden.
Das  war  wahrlich  keine  leichte  Aufgabe,  erhielten
doch  die  Truppenteile  nicht  wie  heutzutage  Namen
dauernd  verliehen;  sie  führten  vielmehr  Namen  nach
ihren  jeweiligen  Chefs.  Daher  wechselte  die  Bezeichnung
  ausserordentlich  oft.  Mitunter  führten
mehrere  Regimenter  —  sogar  gleichzeitig  —  denselben
  Namen,  nämlich  dann,  wenn  ein  Chef  ein
anderes  Regiment  übernahm.  Gehörten  sie  derselben
Truppengattung  an,  so  wurden  sie  durch  Zusätze
unterschieden;  so  führten  1742  drei  Regimenter  den
Namen  Dohna:  Alt-Dohna  1723  errichtet,  Jung-Dohna
  unter  diesem  Namen  1740  und  Neu-Dohna
unter  diesem  Namen  1742  errichtet.  Letzteres
wurde  aber  auch  Alt-Dohna  genannt,  da  es  der
Chef  des  erstgenannten  erhalten  und  jenes  den
Namen  Hautcharmoy  angenommen  hatte.  Man
sieht,  es  ist  keineswegs  einfach,  die  Schicksale
solcher  Regimenter  zu  verfolgen.  Mitunter  treten
an  die  Stelle  der  Chefnamen  auch  Bezeichnungen
nach  Farben  wie  Braune  Husaren.  Einige  Regimenter,
  insbesondere  die  Garde-  und  Leibregimenter,
sowie  die  gesamte  Artillerie  wurden  ohne  Chefnamen
  geführt.  Erst  in  der  späteren  Zeit  des
18.  Jahrhunderts  wurde  es  üblich,  die  Regimenter
neben  dem  Namen  mit  einer  sogenannten  Stammnummer
  zu  bezeichnen,  die  sich  innerhalb  der
Truppengattung  nach  dem  Zeitpunkte  der  Errichtung
bestimmte  und  dem  Truppenteile  dauernd  verblieb.
Trotz  des  schwer  zugänglichen  und  oft  recht  lückenhaften
  Materials  ist  es  dem  Verfasser  gelungen,
895  Regimentsnamen  zu  sammeln.  Für  jeden  Namen
ist  angegeben,  in  welcher  Zeit  ihn  das  Regiment
führte.  Ferner  ist  kurz  das  Schicksal  des  betreffenden
Truppenteils  mitgeteilt.  Eine  erläuternde  Einleitung
gewährt  einen  vorzüglichen  Einblick  in  den  Werdegang
  des  preussischen  Heeres.  Das  Werk  ist  nicht
nur  für  Forschungen  in  der  Armee-  und  Truppengeschichte
  als  ein  bequemes  Hilfsmittel  unentbehrlich,
sondern  wird  auch  gerade  für  Familiengeschichtsforscher
  von  grossem  Werte  sein.
Dr.  Fieker,  Hannover-List.

Die  Einwohnerschaft  der  Stadt  Durlach  im
ı8.  Jahrhundert,  in  ihren  wirtschaftlichen  und  kulturgeschichtlichen
  Verhältnissen  dargestellt  aus
ihrenStammtafeln.  Im  Auftrage  des  Grossherzogl.
Bad.  Ministeriums  der  Justiz,  des  Kultus  und  Unterrichts
  bearbeitet  und  herausgegeben  von  Otto
Konrad  Roller,  Dr.  phil.  in  Karlsruhe.  Karlsruhe
  i.  B.  Braunsche  Hofbuchdruckerei  1907.  8°,
a  424  Seiten  Text,  272  Seiten  Tabellen.  Preis

Durlach,  seit  1565  Residenz  der  Markgrafen  von
Baden-Durlach,  war  im  Jahre  1689  wie  so  viele
andere  Städte  am  Oberrhein  durch  die  Franzosen
von  Grund  aus  zerstört  und  ausgebrannt  worden,
so  zwar,  dass  von  350  Häusern  nur  6  stehen  geblieben
  waren.  Im  Jahre  1701  zählte  die  alsbald.
neu  besiedelte  Stadt  wieder  1866  Einwohner  und
wuchs  bis  1716  ständig  zunehmend  auf  3492.  Die
Gründung  der  Nachbarstadt  und  neuen  Residenz
Karlsruhe  verursachte  in  den  folgenden  Jahren  eine