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Zu  Goethes  Ahnentafeln,

Von  Carl  Carben,  Markt-Berolzheim.

In  den  von  Herrn  Karl  Kiefer  in  Frankfurta.
  M,.neuaufgestellten  Ahnentafeln  Goethes
(Sonderdruck  des  »Deutschen  Herold«)  ist
in  Tafel  |  angegeben:  Streng,  Andreas,
Schneider,  *  in  Weckeringen,  T  16.  8.  1666
in  Frankfurt,  verm.  22.  8.  1637  mit  Marg.
Ruel  aus  Echzel.  Tafel  II  nennt  als  Vater
des  Andreas  den  Schneider  Leonhard  Streng
in  Weckeringen,  +  vor  1637.  Dazu  ist  die
Bemerkung  gemacht:  »Weckeringen  oder
‘ähnlich  ist  dem  Postamt  in  Rothenburg  a.  T.
nicht  bekannt«.

Ein  Blick  auf  die  Karte  lehrt,  dass  es
sich  nur  um  das  Pfarrdorf  Wettringen  in
Mittelfranken  handeln  kann.  Dieser  Ort  liegt
ann  der  Tauber,  etwa  2  Stunden  südlich  von
Rothenburg,  besitzt  selbst  eine  Postagentur,
nächste  Bahnstation  ist  Rothenburg.

Nach  Mitteilung  des  Pfarramts  Wettringen
beginnen  die  dortigen  Kirchenbücher  mit  dem
Jahre  1579  und  ergeben  in  den  ersten  Jahren
ihrer  Führung  3  Familien  Streng,  nämlich:

1.  Paulus  Streng  mit  2  Söhnen  und
3  Töchtern.

2.  Enders  (=  Andreas)  Streng  mit
2  Töchtern.

3.  Hans  Streng  mit  3  Söhnen  und
4  Töchtern.

Ein  Andreas  Streng,  der  mit  dem  in
Frankfurt  1666  verstorbenen  identisch  sein
könnte,  ist  im  Geburtenbuch  nicht  verzeichnet;
  jedoch  hatte  Hans  Streng,  verm.
4.5.  1589  mit  Margarete  Öxin  von  Unterampfrach,
  einen  Sohn  Leonhard,  *  28.  12.
1594.

Ueber  diesen  Leonhard  Streng  ist  in
Wettringen  nichts  weiter  bekannt,  überhaupt
kommt  dort  nach  dem  Jahre  1608,  in  welchem
die  jüngste  Schwester  Leonhards  geboren
wurde,  der  Name  Streng  nicht  mehr  in  den
Kirchenbüchern  vor.  Daher  kann  vermutet
werden,  dass  Leonhard  Streng  von  Wettringen
  auswärts  geheiratet  hat.  Wenn  er
mit  dem  Vater  des  in  Frankfurt  1666  verstorbenen
  Andreas  identisch  ist,  so  müssen
sowohl  Vater  als  Sohn  frühzeitig  in  den
Hafen  der  Ehe  eingelaufen  sein.

Zur  Kunstbeilage,

Wir  setzen  die  Reihe  der  Wappen  heraldisch-genealogischer
  Vereine  mit  dem  diesem
Hefte  einliegenden  Blatte  fort,  das  —  von
Herrn  Heinrich  Schimpke  in  Tanneberg
entworfen  —  in  flotter  Darstellung  das
Wappen  des  Vereins  zur  Pflege  der  Heraldik
  für  kunstgewerbliche  Interessen  zu  Hannover
  »Zum  Kleeblatt«  zeigt:  In  goldenem
Schilde  ein  grünes  Kleeblatt  (in  der  beim
Wappen  der  Stadt  Hannover  üblichen  Form);

|  der  gekrönte  Helm  trägt  als  Helmzier  drei

grün-golden-grüne  Straussenfedern.  Decken:
grün-golden.  Die  aus  Eichenzweigen  gebildete
  Umrahmung  ist  in  den  oberen  Ecken
mit  den  Wappen  der  Provinz  Hannover
(herald.  rechts)  und  der  Stadt  Hannover
(links)  besetzt.

Heraldisches  Kuriositäten-Xahinet.

Das  heutige  äusserst  seltsame  Wappen
führt  das  dänische  bezw.  schwedische  ur-