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hatte,  dass  sie  die  betreffende  Spezialfrage
keineswegs  erschöpfe  und  aus  welchen
Gründen-  sie  weit  hinter  der  Wirklichkeit
zurückbleiben  müsse.  Heute  nun  bin  ich
in  der  Lage,  sowohl  für  Katharina  von
Lothringen,  wie  für  Henriette  von  Mömpelgard
  genau  anzugeben,  wie  viele  Male  eine
jede  von  ihnen  (natürlich  stets  in  Gemeinschaft
  mit  dem  betreffenden  Gemahl)  in  der
Ahnentafel  des  Kaisers  vorkomnit.  Bei
Katharina  beträgt  es  643,  bei  Henriette
839  Mal.  Es  würde  also  an  Stelle  der  oben
angeführlen  Berechnung  folgende  andere
zu  treten  haben:  (643x4)  +  (839%  5)
2572  4  4195  :-  :  6767;  d.  h.  die  Anzahl  der
allein  aus  diesen  beiden  Wegen  erfliessenden
Descents  steigt  auf  das  reichlich  43-fache
des  früher  genannten  Betrags.  Ein  grosser
Irrtum  wäre  es  nun,  zu  meinen,  dass  damit
alles  erschöpft  sei,  was  dein  Kaiser  an  Cidabstammungen
  zufliesst  durch  die  obenerwähnten
  13  badischen  und  21  württembergischen
  Ahnen;  nein,  nur  dasjenige  ist
erschöpft,  was  diesen  34  Ahnen  zugeflossen
ist  von  der  lothringischen,  bezw.  mömpelgardischen
  Stammmutter  her;  nicht  dagegen
ist  in  Mitberechnung  gezogen,  was  daraus
resultiert,  dass  auch  zwischen  den  beiden
Stammmüttern  und  den  Kaiserahnen  der
X.  Generation  wiederum  alle  männlichen
Mitglieder  der  beiden  mehrgenannten  Häuser
Frauen  geheiratet  haben,  welche  ihrerseits
grössere  oder  geringere  Quantitäten  Cidblut
in  sich  führten.  Wollten  wir  auch  diese
Beträge  festsstellen,  so  würden  abermals
Tausende  von  Descents  sich  ergeben.  —
Auf  solche  Weise  liessen  sich  zahllose  Erweiterungen
  zu  meiner  Arbeit  bringen,  die
ja  auch  in  der  Tat  nichts  anders  hatte  sein
wollen  als  ein  oberflächlicher  Auszug  aus
der  Fülle  der  historisch-genealogischen  Tatsachen.
  Ich  will  jedoch,  um  die  Leser
Ihres  »Archivs«  nicht  zu  ermüden,  in  Zukunft
  davon  absehen,  solche  Nachträge  zu
veröffentlichen.

—  Im  Namensverzeichnis  zu  den  Bauund
  Kunstdenkmälern  der  Stadt  Leipzig,

herausgegeben  von  Gralitt,  finden  sich  u.  a.
folgende  Namen,  wobei  +  bedeutet,  das  ein
Bildnis,  *  dass  ein  Wappen  besprochen  wird:
2  Albrecht  7*  Avenarius,  5  Bauer  +  *,
Beyer  T*,  Bock  *,  Burchard,  Cäsar,  4  Cramer
  T*,  Foerster  F*,  Gebhardt,  Geyer  ft,
Göbhardt,  Goldmann,  3  Graft  },  Hausen  r,
3  Hermann  7*  Herrmann  +,  Heyden  },
2  Hoffmann  }*,  5  Horn  4,  Jacobi  f,  Kirchner,
Klem  *,  5  Köhler,  3  Körner  +*,  2  Krahe  *,
Kuhn  7,  7  Lehmann  +*,  4  Lorenz  +*,  Lucas,
2  Ludwig  7,  2  Lutz,  Mentzel  ,  8  Meyer  +  *,

'  4  Mylius  7,  Nagel  },  Nefen  *,  Ohring,  Paräus

  T,  Petiscus  f,  4  Pflugk  +*,  2  Platner  f,
Reiche,  Reichert,  Schäffer,  6  Schmid  +*,
9  Schmidt  F*,  Schultes,  2  Schulze,  Schultze  *,
Siegel,  Volkmann  },  6  Wagner  }*,  2  Weiss  +,
Werner,  2  Wiedemann  }*,  19  Winckler  +*,
Wunderlich,  Zahn.

Das  Werk,  die  Stadt  Leipzig  sowie  die
Amtshauptmannschaft  behandelnd,  ist  der

Rolandsbücherei  überwiesen.
Bernhard  Hartung,  München.

Die  vorliegende  Nummer  des  Archivs  enthält
als  Beilage  die  Stammtafel  einer  Familie  Hartung,
die  ich  auf  Grund  von  Kirchenbuchauszügen,
literarischen  Quellen,  sowie  den  in  liebenswürdigster
Weise  erteilten  brieflichen  Nachrichten  des  Herrn
Rektors  a.  D.  Albert  Hartung  in  Treptow  a.  Tollense
(Pommern)  zusammengestellt  habe.  Die  Familie
leitet  ihren  Ursprung  aus  Güntersberge  am  Harz
ab,  erscheint  dann  in  Harzgerode  und  Bernburg
und  verzweigt  sich  von  da  nach  Berlin  und  über
das  ganze  Reich.  Wohl  der  markanteste  Vertreter
dieser  Familie,  die  viele  verdiente  Männer  hervorgebracht
  hat,  ist  der  Professor  August  Hartung,  der
Vorsteher  der  Berliner  Domschulen,  die  unter  seiner
Leitung  zu  ungeahnter  Blüte  gelangten  und  die,
wenn  ich  recht  berichtet  bin,  auch  einmal  den
Fürsten  Bismarck  als  Schüler  beherbergten.  So
wenigstens  behauptet  Regierungsrat  Friedel  in  einer
Anmerkung  zu  den  »Jugenderinnerungen  von  Gustav
Parthey«,  welches  interessante  Werk  noch  weitere
Einzelheiten  über  die  Hartungschen  Schulen  gibt,
da  Gustav  Parthey  dort  ebenfalls  Unterricht  genoss.
Ein  wohl  nicht  mehr  im  Buchhandel  erhältliches
Druckheft  von  Dr.  Heinrich  Otte,  einem  ehemaligen
Schüler  Hartungs,  verbreitet  sich  sehr  ausführlich
über  diesen  und  seine  Anstalt.  August  Hartung
selbst  schrieb  eine  Geschichte  der  Berliner  Domschulen,
  die  ich  leider  nicht  zur  Hand  habe.  —
Leider  habe  ich  über  seine  äusseren  Lebensverhältnisse
  nur  sehr  wenig  in  Erfahrung  bringen  können.
So  kenne  ich  weder  seinen  Todestag,  noch  den
Namen  seiner  Frau  und  seines  Sohnes.  Ich  bitte
alle  freundlichen  Leser,  mir  Berichtigungen  und  Ergänzungen
  zukommen  zu  lassen  und  bin  für  jeden
Beitrag  dankbar.  Hartung,  München.

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Verantwortliche  Schriftleitung  Lor.  M.  Rheude  in  München;  Druck  Gebr.  Vogt  in  Papiermühle  S.-A.