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hundert  üblich  war.  Farbe  gelb  (hat  nur
eine  Farbe).  Schild  ist  mehr  ornamentisch
—  also  unheraldisch.

Wolfgang  Lampe.  (3)

Schild  unheraldisch,  weisses  Feld.  Helm
geschlossen  ungekrönt.  Decke  wie  oben
gelb.  Helmzier  ein  gelber  Topf  mit  Löffel  (?)
wie  Skizze  Im  Felde  ein  roter  Arm  mit
hohen  Puffärmel.  Hand  (Fleischfarbe)  hält
ein  blaues  A,  in  dem  A  ein  gelbes  »Etwas«,
was  ich  nicht  definieren  kann.  B.M.  steht
neben  dem  Namen  (siehe  Skizze),  heisst  vielleicht
  Bürger-Meister  oder  Brau-Meister?  Bei
allen  Wappen  ist  die  Schrift  in  plumpen
Buchstaben  unter  dem  Balken  geschnitzt.

Wolfgang  Laınpe  Petrus  Botticher
(2)  B:M.  (3)  (4)

Margarete  Bottcher  Hennignus  Meiger  Hermann  Wiedelaw
(5)  B:M.  (32)  (33)

Petrus  Botticher.  (4)

Schild  und  Decke  wie  oben.  Schild  geteilt
  weiss  mit  rotem  Querbalken,  im  Balken
ein  gelber  langgestreckter  springender  Hund
mit  sehr  langem  Kopfe.  Im  unteren  Felde
zwei  gekreuzte  blaue  Pfeile.  Helm  offen,
ungekrönt.  Helmzier  wachsender  gelber

Hund  in  Gestalt  genau  wie  der  im  roten
Felde.

Margarete  Bottcher.  (5)

Schild  weiss,  Decke  gelb,  alles  wie  oben
Helm  geschlossen.  Helmzier  blaue  Büffelhörner
  mit  Baum  in  der  Mitte,  aber  ohne
Wurzeln.  Im  Schild  roter  Aermel,  ohne
Puffen.  Hand  hält  Baum  mit  starker  Wurzelbildung.


Hennignus  Meiger.  (32)

Schild  weise.  Deckepp.wieoben.  Helm
geschlossen.  Helmzier  drei  Blätter  wie  angegeben.
  Im  Schilde  5  Blätter  wie  angegeben
  (blau-rot),  Stengel  grün.

Hermann  Wiedelaw.  (33)
Helm,  Decke,  Schild  wie  oben.  Helm
geschlossen.  Im  Felde  drei  Blätter,  ähnlich
wie  Lorbeerblätter,  lang  und  spitz  (grün)
stehen  auf  einem  nicht  zu  ergründendem
welligem  gelben  Grunde  Vielleicht  ein
Band?  Helmzier  gleich.

Ahnenhilder.

Zur  Pflege  der  Familienkunde.

In  seinem  prächtigen  Buche  »Aus  den
Akten  einer  deutschen  Familie«  erzählt
Hermann  Unbescheid,  wie  er  alle  Erinnerungen
  an  seine  Vorfahren  sorgfältig  sammle
und  wie  ihm  insonderheit  die  Sammlung
der  Familienbilder  hohe  Freude  bereite.
»Wer  aufmerksam  in  den  hinterlassenen
Briefen  und  Aufzeichnungen  der  Väter  liest,
wird  sich  von  der  Sinnesart  und  dem
Charakter  des  Schreibenden  leicht  eine
Vorstellung  machen  können  —  und  der
Anblick  der  Bilder  der  Angehörigen,  sorgsam
  in  diesem  Album  vereinigt,  würde  dieselbe
  sicher  bestätigen.  Wir  haben  von
alten  Oel-und  Pastellporträts  photographische
Nachbildungen  herstellen  lassen,  und  jeder
ist  fortan  verpflichtet,  neue  Aufnahmen  von
sich  und  den  Seinen,  mit  Namen  und  Datum
versehen,  bei  Gelegenheit  beizusteuern.«

Nicht  jeder  Freund  der  Genealogie  ist
in  der  Lage,  Bilder  seiner  Ahnen  zu  sammeln.
Es  mögen  solche  vorhanden  gewesen  sein,
denn  unsere  Alten  liessen  sich  genau  so
gern  porträtieren  wie  wir,  aber  das  Material
ist  zerstreut  oder  untergegangen.  Mitunter
finden  sich  jedoch  an  versteckten  Orten
Schätze,  die  man  nicht  vermutet  hätte.  Von
solch  einem  Schatze  will  ich  berichten.

!)  Der  Aufsatz  ist  vom  Verfasser,  Herrn  Pfarrer
Blanckmeister-Dresden,  aus  der  von  ihm  herausgegebenen
  Zeitschrift  »Das  Pfarrhaus  1908  Nr.  2
zum  Nachdruck  in  der  Zeitschrift  »Roland«  gütigst
zur  Verfügung  gestellt  worden.