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Wappen  wie  die  Besitzer  ihrer  Burg,  so  dass  wir
schliessen  können,  ihr  Geschlecht  sei  nicht  das  ursprüngliche
  Herrengeschlecht  hier  gewesen.  Sollte
dasselbe  etwa  als  Burgvögte  der  ältesten  von  Kirchheim
  zu  seinem  Namen  gekonımen  und  sich  von
den  Sperberseck  oder  den  Baden  abgezweigt  haben?
Kratt  von  Kirchheim  dictus  de  Tachenhusen  und
sein  Sohn  Rugger  führen  1305  bereits  ein  grosses
rundes  Siegel  mit  vollem  Wappen,  beim  niederen
Adel  in  dieser  Zeit  eine  Seltenheit.

Auffallend  ist  auf  den  Siegeln  die  Helmzier.
Beide  Ritter  führen  einen  grossen  Ball,  anscheinend
einen  Schneeblumenball,  als  Helmzier,  wie  wir  ihn
ebenso  bei  den  Truchsess  von  Rheinfelden  finden.
Könnte  der  Ball  vielleicht  ein  Amitszeichen  (eines
Truchsessen?)  vorstellen  und  deshalb  der  Helm  mit
der  Helmzier  mit  in  das  Siegel  aufgenommen  worden

159°  —

sein?  Auch  die  Hofwart  von  Kirchheim,  die  in
derselben  Stadt  sassen,  führten  als  Helmzier  einen
von  Rot  und  Weiss  quergeteilten  grösseren  Ball
auf  einem  Kegel.  Sie  waren,  wie  ihr  Naıne  anzeigt,
wohl  auch  Hofwarte  —  Burgwarte.

Kraft  von  Kirchheim  nannte  sich  also  1277  nach
der  Burg  Tachenhausen.  Ob  nun  die  gleichzeitig
auftretenden  anderen  Tachenhausen,  Trumoldus  und
Fridericus  Brüder  oder  Vettern  Krafts,  und  eigentlich
Kirchheime  waren,  und  den  Namen  Kirchheim  ganz
für  den  Namen  Tachenhausen  aufgaben,  oder  ob
die  Tachenhausen  einer  der  Hauptstämme  waren  und
Kraft  von  Kirchheim  nur  als  Verwandter  Mitbesitzer
  war,  ist  bisher  nicht  festzustellen  gewesen.
Heute  blüht  das  Geschlecht  Dachenhausen  noch  in
Oesterreich,  Belgien  und  Amerika.

Alex.  Frhr.  von  Dachenhausen.

BRIEFKASTEN.

Anfragen  bis  zu  10  Zeilen  einspaltig  werden  kostenlos  aufgenommen,  jede  weitere  Zeile  wird  mit  10  Pf.
berechnet.  —  Im  Interesse  unserer  verehrl.  Leser  liegt  es,  Namen  und  Daten  in  Briefsendung  möglichst
  deutlich  zu  schreiben.

Anfragen.

54.  Wer  kann  mir  Auskunft  geben  über  die
badische  Familie  Beck  —  v.  Beck?  Die  Familien
Gaess  —  v.  Gaess  —  Frhr.  v.  Bodmann,  Frhr.
v.  Stengel  sind  mit  mir  verwandt  und  bin  ich  für
jede,  auch  die  unbedeutendste  Auskunft  zu  grösstem
Danke  verpflichtet.  Leutnant  v.  Beck,

Lauban  i.  Schl..  Courbierestr.

55.  Ist  jemand  der  Name  Barxel  aus  der
Gegenwart  oder  Vergangenheit  bekannt?

56.  Ueber  Valentin  Englert  und  Frau  Marg.
geb.  Kunklin  werden  gefl.  Nachrichten  erbeten.  Als
Heimat  kommt  Bayern  (Unter-,  Ober-Franken),  als
Zeit  ca.  1750  in  Betracht.

Dr.  Vaconius,  Pfarrer,  Frankfurt  a.  M.,
Gartenstr.  4.

57.  a)  Wer  kennt  den  Geburtsort  von  Adam
Aßmann  oder  von  Assmann,  welcher  am  2.  Mai
1728  in  Sullowitz  bei  Lobositz  in  Böhmen  starb  im
Alter  von  56  Jahren?

b)  An  welchem  Ort  befinden  sich  Eintragungen
über  die  Familie  Assmann  oder  von  Aßmann  vom
Jahre  1630  bis  1642.  Ein  Glied  derselben  mit  Namen
Gregor  (oder  Georg)  wurde  am  12.  September  1632
in  den  Reichsadelstand  erhoben.  Mit  wem  war  er
verheiratet,  und  wer  waren  seine  Kinder?

W.  Axmann,  Freiburg  i.  B.

58.  a)  Im  Jahre  1657  (oder  1658)  wurde  in
Dierdorff  im  Westerwald  (in  meiner  Genealogie
steht  statt  Dierdorff,  Durdorff,  aber  diesen  Namen
habe  ich  nicht  auf  meiner  Karte  finden  können)
John  Peter  Abresch  geboren.  Er  war  in  Homburg
  von  der  Höhe,  später  in  Braunfels,  er  starb
in  Nachendietz  28.  Febr.  1726.  Am  28.  Febr.  1686
heiratete  er  Margarethe  Sybilla  Reitz  (*  1657),
Tochter  von  Adam  Reitz  (*  1630,  }  28.  Febr.  1666)
Inspektor  in  Heidelberg  und  Sybilla  Hartung.

Wie  heissen  die  Eltern  von  J.  B.  Abresch?
Sind  das  Familienwappen  seiner  Mutter  und  die
Wappen  von  Reitz  und  Hartung  bekannt?

b)  In  Durlach  (in  der  Nähe  von  Karlsruhe)
wurde,  sehr  wahrscheinlich  zwischen  1750  und  1758
Ernest  Friedrich  List  geboren,  Sohn  von...  .

List,  Geheimrat  und  Leibarzt  des  Grossherzogs  von
Baden  und  seiner  ersten  Frau.  Welche  sind  die
Vornamen  von  diesem  List,  wie  heisst  seine  erste
Frau,  welche  sind  beider  Eltern  und  Grosseltern  und
welche  sind  die  Familienwappen  dieser  Personen
(ausgenommen  von  List)?

c)  Am  2.  April  1792  wurde  in  Bremen  Dorothea
  Sophia  Christiane  Henriette  Normann
geboren,  Tochter  von  ....  Normann  und  ...,
Altmann.  Welche  sind  ihre  Vornamen,  ihre  Eltern,
Grosseltern  und  Urgrosseltern.

Beschreibungen  der  einschlägigen  Wappen  erwünscht.
  Cpaswinckel,  Hauptmann,

Haag  (Holland).

59.  Ich  bitte  um  jede  Nachricht  über  die  Familie
Hundertmark,  Hundertmarck  und  Herrmann
v.  Hundertmark,  sowie  über  das  ostpreussische
Adelsgeschlecht  v.  Hundertmarck  (zum  Teil  gen.
Sparberg  oder  Sponberger),  und  den  Münster  Uradel
  des  Geschlechts.

Nachrichten  aus  den  Stammbäumen  anderer
Familien,  in  denen  ein  Träger  dieser  Namen  vorkommt,
  sind  mir  besonders  erwünscht.

Kann  mir  jemand  Auskunft  geben  über  Anton
v.  Hundertmarck  (ca.  1700),  der  mit  einer  v.  Wangenheim
  verheiratet  war?

Hundertmarck,  Kapitänleutnant,
Kiel,  Marineakademie.

Antworten.

118.  Ueber  de  Lort  (nicht  Lorthe)  finden  Sie
Näheres  in:  Laine,  Archives  geneal.  et  hist.  de  la
noblesse  de  France.  I.  Band,  Paris  1828.  Daselbst
ist  auch  das  Wappen  angegeben.

"Otto  Kauffmann,  Fabrikant,
Mannheim,  Hildastr.  15.

50.  Kühnemund  kommt  in  Quedlinburg  noch
vor  (Kleemann  S.  60).  —  Im  Adressbuche  der  gesamten
  evangel.  Geistlichkeit  Deutschlands  1902
(Leipzig,  Schulze  &amp;  Co.)  finden  sich  Pfarrer  K.  in
Wulften  (Harz),  *  1860,  ordiniert  1886;  Pfarrer
Otto  K.  in  Döhren  bei  Liebenburg  seit  1897,  *  16.  7.
1865,  ord.  2.  12.  1897  und  Pfarrer  M.L.K.  in  Klein“
vargula  b.  Tennstedt  seit  1896,  *  19.  9.  1841,  ord.
31.  1.  1877.  —  Zeughauptmann  K.  in  Mainz,  1904.