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Zur  Kunstheilage.

Die  dem  vorliegenden  Hefte  beigegebene
Kunstbeilage,  das  Wappen  des  Exlibris-Vereins
  zu  Berlin,  ist  von  Herrn  Heinrich
Schimpke  entworfen.  Schildhauptgeteilt;
oben  in  Rot  3  silberne  Schildchen  nebeneinander;
  unten  von  Schwarz  und  Silber
gespalten,  darin  zwei  einander  zugewendete
Bücher,  das  vordere  silbern  mit  goldenem
Schnitt,  das  hintere  schwarz  mit  rotem  Schnitt,
beide  mit  goldenen  Beschlägen  und  Schliessen.
Der  gekrönte  Spangenhelm  zeigt  als  Helmzier
  einen  wachsenden,  gekrönten,  silbernen
Schwan  mit  erhobenen  Flügeln.  Decken
schwarz-silbern  und  rot-silbern.

Der  Exlibris-Verein  zu  Berlin  wurde  1891
gegründet  und  gibt  seit  dieser  Zeit  eine  reichillustrierte
  Zeitschrift  heraus.

Zwei  altchristliche  Wapnenhilder.

Von  Ernst  Lentz,  Grosslichlerfelde.

Das  Geschlecht  der  Lentz,  Lenz,  Lenze
besitzt  ausser  anderen  Wappen  eins  mit  dem
Faunus  und  manche  Familienglieder  sind
geneigt,  ob  dieses  Fabeltieres  das  Faunuswappen
  für  das  ältesie  und  aus  der  Zeit
des  Heidentums  stammend  anzusprechen.  In
dem  1741  von  der  »Prüfenden  Gesellschaft
zu  Halle«  gedruckten  Ehrengedächtnis  beim
Tode  des  Johann  Christian  Lenz,  weyland

1)  Wir  geben  diese  interessante  Abhandlung
gerne  in  unserer  Zeitschrift  wieder,  bemerken  aber,
dass  wir  den  Anschauungen  des  Herrn  Verfassers
nicht  in  allen  Teilen  beipflichten.  Vielleicht  nimmt
einer  unserer  werten  Leser  zur  Frage  Stellung.

Schriftleitung.

Erbherrn  auf  Riede  etc.  auch  vornehmen
Kauf-  und  Handelsherrn  zu  Stendal  ist  es
abgebildet:  Ein  silberner  Faun  im  blauen
Schilde  hält  in  der  rechten  Hand  überwärts
einen  Kranz,  in  der  linken  aber  unterwärts
einen  Anker.  Aus  dem  offenen  Helm  wächst
zwischen  zwei  Palmwedeln  eine  Hand,  die
einen  gestürzten  Anker  hält.  Wulst  und
Helmdecke  blau-weiss.  Dieses  Wappen  soll
die  Familie  seit  länger  als  400  Jahren  führen,
das  wäre  vor  1340.  Nun  gehören  zwar  die
Lentz  zum  pommerschen  Uradel,  aber  sie
führen  im  Wappen  zwei  rotgeschachte  Balken
  und  auf  dem  rotweiss  gedeckten  Helme
vier  rote  und  vier  schwarze  Federn  wechselnd.
  Nirgends  konnte  bisher  das  Faunuswappen
  oder  seine  Beschreibung  gefunden
werden,  lediglich  im  Lebensbild  des  1760
verstorbenen  Hofrats  Samuel  Lentz,  des
Empfängers  obigen  Ehrengedächtnisses  hat
dessen  Verfasser  Dr.  Hempel  das  Wappen
nochmals  angesprochen.  Auf  einem  Bilde
hat  sich  der  Hofrat  Lentz  mit  dem  Wappen
verewigen  lassen,  und  nach  diesem  Bilde,
führt  es  das  Siebmachersche  Werk  und  zwar
flüchtig  und  falsch  wiedergegeben  unter  den
bürgerlichen  Wappen  auf.

Gegen  die  Echtheit  des  Wappens  als
uradelig  sprechen  theoretische  und  technische
  Bedenken.  Zunächst  ist  der  Verdacht
nicht  ganz  zu  beseitigen,  dass  der  wahre
Vater  des  Ehrengedächtnisses  der  Herr  Hofrat
  Lentz,  ein  Genealoge  vor  dem  Herrn,
höchstselbst  gewesen.  Jedenfalls  hat  sich
der  Chronist  mehr  um  das  Endziel  —  den
Stammbaum  —  als  um  die  Zuverlässigkeit
bemüht.  So  nennt  er  die  Lentz  ein  altadeliges
  Geschlecht,  das  aus  Polen  eingewandert
  und  ist  dazu  verleitet  worden,  weil