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Niedersächsischen  Familien-  und  Wappenforschung.
—  Verzeichnis  von  Leichenpredigten  aus  dem  16.
bis  18.  Jahrhundert.  —  Namen-Verzeichnis  von  mehreren
  tausend  Familien.  —  Rundfragen  und  Wünsche.
—  Antworten  auf  die  Rundfragen.  —  Briefkasten.  —
Bücherschau.

La  Revue  Höraldique,  Historique  et  Nobiliaire,
fond&amp;e  en  ı862.  Tome  XXV.  4.  Serie,  Tome  VIll.

Nr.  12:  Deces  de  M.  le  Comte  Oscar  de  Poli.
—  L’Aristocratie  Viennoise.  —  Liste  des  Emigres
en  1793  (suite).  —  Genealogie  de  Kerguelen.  —
Etat-Civil  Nobiliaire..  —  Chronique  des  Livres  et
Revues.

Frankfurter  Blätter  für  Familien-Geschichte.
Herausgegeben  von  Karl  Kiefer,  Frankfurt  a.  M.-Sa.
1.  Jahrg.  1908.

Nr.  2:  Die  Familie  von  Heyden.  —  Familie  Weis.
—  Familie  Wichelhausen.  —  Ein  Frankfurter  Zweig
der  Holbeiner.  —  Frankfurter  Aerzte  von  1650—1731.
—  Die  Bewerbung  von  Goelhes  Urgrossvaters  Textor
um  das  Heilbronner  Syndikat.  —  Vermischtes.

Stammbücher.  Katalog  Nr.  44  von  Paul
Graupe,  vormals  Georg  Lissa,  Antiquariat,  Berlin
SW.  68,  Kochstr.  3.

Entgegen  unserer  sonstigen  Uebung,  _Antiquariatskataloge
  lediglich  zu  registrieren,  möchten
wir  nicht  unterlassen,  unsere  werten  Leser  auf  obigen
sehr  hübsch  ausgestatteten,  illustrierten  Stammbücher-Katalog
  hinzuweisen.  Das  gefällige  Büchlein  verzeichnet
  96  Stammbücher  des  17.—19.  Jahrhunderts,
meist  in  Mittel-  und  Norddeutschland  (Jena,  Leipzig,
Halle,  Berlin  etc.)  von  Studenten  angelegt  und  bringt
bei  jeder  einzelnen  Nummer  ein  auszugsweises  Verzeichnis
  derjenigen  Kommilitonen  des  Besitzers,
welche  sich  in  dem  betr.  Stammbuche  verewigt  haben.
Der  Wert  von  Stammbüchern  für  die  Zwecke  der
genealogischen  Forschung  ist  ja  allbekannt,  weshalb
ein  besonderer  Hinweis  sich  wohl  erübrigt.

Familien-Stammbuch.  Dritte  neubearbeitete
und  vermehrte  Auflage  mit  Abbildungen.  Preis  in
Goldschnitt  Mk.  2.—,  ohne  Goldschnitt  Mk.  1.50.
Pless  O.-Schl.  Verlag  J.  Luppa  1908.  ı

Das  vorliegende  Werk  ist  ein  vorzüglicher
Familienbeirat.  Im  Gegensatz  zu  vielen,  in  neuerer
Zeit  erschienenen  ähnlichen  Erzeugnissen  enthält
es  nicht  bloss  Formulare  zu  standesamtlichen  und
kirchlichen  Eintragungen  und  für  die  Familienchronik,
  sondern  auch  eine  Fülle  von  Belehrungen
und  Ratschlägen  eines  Praktikers,  der  die  im  täglichen
  Leben  einer  Familie  sich  einstellenden  Bedürfnisse
  genau  kennt  und  wohl  erwogen  hat.  Von

den  247  Seiten  des  Buches  entfallen  allein  auf  diesen
allgemeinen  Teil  200  Seiten.  Ganz  vortrefflich  sind
die  Ausführungen  über  das  Versicherungswesen  und
die  Merkblätter  über  den  Alkohol.  Vielleicht  empfiehlt
  es  sich,  in  einer  neuen  Auflage  die  voraussichtlich
  dem  prächtigen  Volksbüche  bald  beschieden
sein  wird,  einen  Abschnitt  einzufügen,  in  dem  erstens
Ratschläge  zur  Anlegung  eines  Verzeichnisses  gegeben
  werden  (Verzeichnis  der  Vereine,  in  denen  der
Inhaber  Mitglied  ist  mit  Beifügung  der  Vereinssatzungen,
  der  Kassen,  die  den  Angehörigen  gegenüber
  Verpflichtungen  zu  erfüllen  haben,  und  der
Familienpapiere  in  aktenmässiger  Anordnung)  und
zweitens  eine  Aufstellung  der  Fragen  erfolgt,  die
bei  einem  Todesfall  zu  beantworten  sind,  z.  B.  wem
und  wo  der  Todesfall  bekannt  zu  geben  ist,  wann
und  wie  das  Begräbnis  stattfinden.  soll.  H.U.

Die  alten  Papiermühlen  der  Freien  Reichsstadt
  Augsburg,  sowie  alte  Papiere  und  deren
Wasserzeichen  im  Stadtarchiv  und  der  Kreis-  und
Stadtbibliothek  zu  Augsburg.  Gesammelt  und  gezeichnet
  von  Friedrich  von  Hössle.  Augsburg,  Verlag
  der  Math.  Riegerschen  Buchhandlung  1907.
Gr.  4°.  Preis  brosch.  M.  4.--,  geb.  M.  5.—.

Der  Titel  dieses  Werkes  könnte  vielleicht  die
Vermutung  aufkommen  lassen,  die  Besprechung
desselben  könnte  nicht  in  den  Rahmen  unserer
Monatsschrift  passen.  Die  Fülle  von  geschichtlichem
und  genealogischem  Material,  andererseits  eine
grosse  Menge  von  wappenähnlichen,  ja  reinheraldischen
  Wasserzeichen  rechtfertigt  jedoch  vollkommen
  vorliegende  Betrachtung.  Der  verdienstvolle
  Verfasser!)  ist  als  Fachmann  wie  kein  anderer

berufen,  ein  derartiges  grundlegendes  Werk  zu
schreiben.  Der  Stoff  ist  wie  folgt  gegliedert:  Vorgeschichte.
  —  Geschichte  der  einzelnen  Papiermühlen.
  —  Alte  Papiere  und  deren  Wasserzeichen.

Anhang:  38  Tafeln  mit  253  Wasserzeichen.

In  der  Geschichte  der  Papiermühlen  des  Augsb.
Stadtgebietes  spiegeln  sich  die  Schicksale  der  ehem.
freien  Reichsstadt  Augsburg  deutlich  wieder.  Kulturund
  sittengeschichtliche  Bilder  sind  in  dem  lesenswerten
  Werke  ebenso  geschildert,  wie  das  Buch
auch  eingehende  fachliche  Details  bringt.  Die  vielen
abgebildeten  Wasserzeichen  stellen  naturgemäss
häufig  den  »Stadtpyr«,  das  Augsburger  Wappenbild,
oft  in  sehr  eigenartiger  Form  dar.  Doch  sind  auch
eine  Menge  anderer  Wasserzeichen  vorhanden.
Wir  können  das  Werk  bestens  empfehlen.

!)  Von  dem  gleichen  Verfasser  ist  erschienen:
»Die  Papiermühlen  in  Stift  und  Reichsstadt  Kempten.«
Verlag  von  J.Köselschen  Buchhandlung  Kempten  1900.

BRIEFKASTEN.

Anfragen.

60.  a)  Gibt  es  eine  (kleine)  Stadt  «Brodovo»
in  Russisch-Polen,  etwa  7  Meilen  von  Hohensalza
in  Posen  entfernt?  Es  soll  dort  ein  Kloster  sein,
wo  katholische  Geistliche  ausgebildet  werden.  Ist
dort  ein  evangelisches  Pfarramt  und  war  1800  ein
solches  dort?  Ist  vielleicht  bekannt,  ob  und  von
wem  in  Polen  vor  100  Jahren  die  Geburten  usw.
evangelischer  Einwohner  (Deutscher?)  registriert
worden  sind?  Wie  bekommt  man  eventuell  Registerauszüge
  von  dort?

b)  Wie  erfährt  man  die  südhannoverschen  Garnisonorte
  der  kurhannoverschen  Armee  im  Jahre

1802  und  1803  (vor  der  Besetzung  Hannovers  durch
die  Franzosen)?
*Otto  Grofebert,  Graudenz.

61.  Wo  und  wann  ist  Johann  Rautter,  Herr
von  Arenstein  und  Diepensee  geboren  und  gestorben
und  wo  und  wann  ist  er  um  1666  vermählt  mit
Marie  Catherine  Sohier  de  Vermandois,  *  zu  Beverwyk
  2.  Febr.  1647?  Wo  ist  sie  gestorben?

Byleveld,  Voorschoten  bei  Leiden.

62.  Ist  einem  unserer  werten  Leser  bekannt,
welcher  Familie  nachbeschriebenes  Wappen  angehört:
  Schild  gespalten  von  Silber  und  Schwarz;  darin
3  (goldene?)  Sterne  (2.1).  Helm  gekrönt;  Helmzier:
  ein  Schwan.  Schriftleitung.