Thomas  Adam  Wieland,  starb  bereits  27.  9.
1772.  Nach  dessen  Tode  zog  im  Oktober
1772  die  Witwe  zu  ihrem  Solıne,  dem
Dichter  Christoph  Martin  Wieland.

Georg  Ludwig  Rauh,  der  Schwiegervater
  des  oben  genannten  Majors  Kick,  verheiratete
  sich  in  zweiter  Ehe  mit  Regine
Margarethe  Wieland,  der  Patin  des  Dichters.

Aus  der  Ehe  des  Thomas  Adam  Wieland
mit  Regina  Katharina  geb.  Kick  entsprossen
5  Kinder,  nämlich:

1.  Johann  Gottlieb  Wieland,  starb  als

Kind.

2.  Clıristoph  Martin  Wieland,  geb.
am  3.  und  getauft  am  5.  9.  1733  zu

Oberholzheim,  gest.  20.  1.  1813  in
Weimar.

3.  Justin  Sebastian  Wieland,  starb  als
Kind.

4.  Thomas  Adam  Wieland,  geb.  im  Dezember
  1735,  verh.  1759  mit  Marie
Katharine  Angelin,  Tochter  des  Kunstglasmalers
  Joh.  Jakob  Angelin,  gest.
8.  5.  1764  als  Kupferstecher.

5.  Marie  Justine  Regina  Wieland,  starb
als  Kind.

Ueber  den  Geburtstag  des  Dichters
Christoph  Martin  Wieland  besteht  Streit.
Der  Dichter  sagt  selbst  u.  a.  in  einem
Briefe  vom  28.  Dezember  1787  an  seinen
Freund  Leonhard  Meister  in  Zürich,  er  sei
am  5.  September  1733  in  der  freien  Reichsstadt
  Biberach  geboren.  Am  3.  November
1806  schreibt  er  jedoch  an  Sophie  von  La
Roche,  er  habe  am  3.  September  seinen
Geburtstag  gefeiert.  Am  12.  September  1809
schreibt  er  wiederum  seiner  Tochter  Sophie
(Frau  Professor  Reinhold):  »Dieser  fünfte
September,  mit  welchem  ich  mein  77.  Jahr
beginne  usw.«  Auf  dem  Wielanddenkmal
in  Weimar  steht  der  5.  September  1733
als  Geburtstag  des  Dichters  angegeben.

Nach  Angabe  des  Pfarrers  Schmid  in
Oberholzheim  lautet  die  Eintragung  im
dortigen  Kirchenbuche:  »Den  5.  September
morgens  gegen  8  Uhr  die  Sabbathi«.  Indessen
  dieses  Kirchenbuch  ist  ein  Taufregister
  und  gibt  nur  den  Tag  der  kirch-178

  —

lichen  Handlung  d.  h.  der  Taufe  an,  es
enthält  keine  Angabe  über  die  Zeit  der
Geburt.

Die  Taufpaten  des  Dichters  waren:

l.  Jolı.  Gottlieb  Gaupp,  Mitglied  des  Geheimen
  Rats  in  Biberach  und  Hospitalpfleger,


2.  Justinus  Hartmann,  Mitglied  desinneren
Rats  in  Biberach,  Besitzer  der  Kronenapotheke.


3.  Frau  Katharina  Justina  Zell,  Gattin
des  evangel.  Predigers  Herr  D.  Johann
Georg  Zell  in  Biberach.

4.  Frau  Regina  Margaretha  Rauh  geb.
Wieland,  Ehefrau  des  Joh.  Georg
Ludwig  Rauh,  Mitgliedes  des  inneren
Rats  und  Oberbaudirektors  in  Biberach,
Besitzers  der  Marktapotheke.

Christoph  Martin  Wieland  wurde  durch
Wahl  vom  30.  4.  1760  erst  Senator  der
freien  Reichsstadt  Biberach  und  den  24.7.
1760  Kanzleidirektor.  Letzteres  Amt  bekleidete
  er  zunächst  bloss  vorläufig,  endgültig
  erhielt  er  es  1764  übertragen,  nachdem
  der  Streit  darüber,  dass  abwechselnd
ein  evangelischer  und  ein  katholischer  Kanzleidirektor
  gewählt  werden  sollte,  zu  Gunsten
Wielands  durch  Reichshofratsbeschluss  entschieden
  worden  war.  (Vorgänger  Wielands
im  Amte  war  Johannes  von  Hillern,  1760
regierender  erster  Bürgermeister,  verheiratet
in  zweiter  Ehe  am  1.7.1753  mit  der  Schwester
der  Sophie  von  La  Roche,  geb.  von
Gutermann  von  Gutershofen,  nämlich:
mit  Caroline  Katharina,  genannt  »Cateaus,
von  Gutermann,  geb.  11.  8.  1734).

Wieland  verheiratete  sich  am  21.  10.  1765
mit  Anna  Dorothea  geb.  von  Hillenbrand
Tochter  des  Senators  und  Handelsherrn
David  von  Hillenbrand  in  Augsburg.
Dessen  Witwe  verheiratete  sich  in  zweiter
Ehe  mit  den:  Senator  Lomer  in  Augsburg.

Eine  ältere  Schwester  der  Gattin  des
Dichters  Wieland  aus  erster  Ehe  der  Frau
von  Hillenbrand  war  mit  Christoph  Adolf  Kick,
einem  Vetter  des  Dichters,  verheiratet.

Aus  Wielands  Ehe  sind  14  Kinder  hervorgegangen,
  nämlich: