Lebenslauf.

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Am  15.  November  1880  wurde  ich  zu  Breslau  als  Sohn  des
damaligen  Kaufmanns,  jetzigen  Rentiers  Moritz  Riess  und  seiner
Ehefrau  Fanny  geb.  Friedländer  geboren.  Meine  Schulbildung
erhielt  ich  auf  dem  Gymnasium  zu  St.  Elisabeth  in  Breslau.
Ich  verliess  es  Ostern  1899  mit  dem  Reifezeugnis  und  widmete
mich  bis  Ostern  1902  dem  Studium  der  Jurisprudenz  und  der
Volkswirtschaft  an  den  Universitäten  zu  Heidelberg  (S.  S.  1899
und  1900)  und  Breslau.  Ich  hörte  dabei  die  Vorlesungen  und
Seminare  der  Herren  Professoren  und  Dozenten:

E.  J.  Bekker,  Exc.  Kuno  Fischer,  Jellinek,  von  Lilienthal,
  Schröder  und  'Thode  in  Heidelberg,  Auhagen,  Brie,
Dahn,  Ebbinghaus,  Otto  Fischer,  Gretener,  Jakobi,  Jörs,
Kleineidam,  Leonhard,  Lesser,  Muther,  Naendrup,
Schücking,  Schulte,  Sombart  und  Stern  in  Breslau.

Am  27.  Mai  1902  bestand  ich  am  Königlichen  Oberlandesgerichte
  in  Breslau  das  Referendarexamen,  am  6.  Juni  1902  das
Rigorosum,  am  9.  Juni  wurde  ich  als  Referendar  vereidigt.  Ich
bin  gegenwärtig  dem  Königlichen  Amtsgerichte  in  Pitschen  O/S.
und  dessen  Aufsichtsrichter,  Herrn  Anıtsrichter  Dr.  Eisner,  zur
Ausbildung  überwiesen.  —

Allen  meinen  hochverehrten  Herren  Lehrern  —  insbesondere
Herrn  Geheimrat  Brie,  der  mich  bereitwilligst  bei  der  vorliegenden
Arbeit  unterstützt  hat  —  gestatte  ich  mir  an  dieser  Stelle  meinen
ehrerbietigsten  Dank  auszusprechen.