WW  —

Meine  Ausführungen  sind  nicht  etwa  eine  Erweiterung
des  Vortrages,  den  ich  im  Juni  d.  J.  in  Dresden  anläßlich  der
VII.  Iahresversammlung  des  Deutschen  Vereins  für  Schulgesundheitspflege
  über  die  Hausaufgaben  an  den  höheren
Schulen  hielt!)  Sie  hatten  im  Wesentlichen  schon  ihren  Abschluß
  erreicht,  als  die  Aufforderung  zu  dem  Referate  an
mich  erging;  selbstverständlich  habe  ich  es  nicht  unterlassen,
die  Dresdener  Verhandlungen  zu  verwerten.

Da  ich  beabsichtigte,  die  Äußerungen  der  obersten  Schulbehörden
  der  deutschen  Bundesstaaten  in  der  Hausaufgabenfrage
  dem  Rahmen  meiner  Arbeit  einzufügen,  habe  ich  die
Ministerien  in  einer  Eingabe  um  entsprechende  Auskunft  gebeten,
  die  mir  allerseits  aufs  bereitwilligste  erteilt  wurde.  Es
ist  mir  eine  angenehme  Pflicht,  hierfür  an  dieser  Stelle  meinen
ergebensten  Dank  aussprechen  zu  dürfen.  Weiter  bin  ich  zu
Dank  verpflichtet  den  Herren  Professor  Balser-Darmstadt,
Gymnasialdirektor  Dr.  Forbach-Darmstadt,  Professor  Dr.
Griesbach-Mülhausen,  Geh.  Schulrat  Dr.  Mangold-Darmstadt,
  Geh.  Oberschulrat  Nodnagel-Darmstadt,  Dr.  Fried.
Schmidt-Würzburg,  dem  Sekretariate  der  Schulabteilung
des  Großhgl.  hessischen  Ministeriums  des  Innern  und  dem
Verlage  der  Herren  R.  Quelle  und  Dr.  Meyer  in  Leipzig.

Wie  aus  dem  Folgenden  ersichtlich,  ist  das  amtliche
Material  bei  einigen  Staaten  recht  spärlich,  und  es  ist  anzunehmen,
  daß  es  für  solche  Fälle  den  Einzelanstalten  überlassen
blieb,  Verfügungen  in  der  Hausaufgabenfrage  zu  treffen.
Das  im  einzelnen  zu  ermitteln,  war  natürlich  nicht  möglich.
Sollten  tatsächlich  in  den  Einzelanstalten  besondere  Verordnungen
  von  Interesse  in  dieser  Frage  bestehen,  so  wäre  ich
den  Herren  Amtsgenossen  für  gütige  Mitteilung  verbunden.

Um  eine  rasche  Orientierung  über  die  einzelnen  bei  den
Hausaufgaben  in  betracht  kommenden  Fragen  zu  ermöglichen,
habe  ich  ein  Namen-  und  Sachregister  beigefügt.

Darmstadt,  22.  September  1906.
Karl  Roller.

ı)  Veröffentlicht  in  den  Neuen  Jahrbüchern,  Jahrgang  1906,  2.  Abteilung,
XVIIL  Bd.  7.  Heft,  S.  413.  Leipzig,  Teubner.