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genen  System  eine  größere,  als  bisher.  Die  Entlastung,  die
ihm  das  Haus  gewährte,  fallt  fort.  Der  Lehrer  übernimmt
‚auf  seine  Schultern  auch  diejenige  Verantwortung  für  den
Fortschritt  seiner  Schüler,  die  heute  den  Eltern  zufällt.  Endlich
  wäre  das  System  eine  .Wohltat  für  die  Eltern.  Vielen
mangelt  es  an  Zeit,  sich  um  die  Schulaufgaben  ihrer  Kinder
zu  kümmern,  den  meisten  an  der  Fähigkeit,  sie  in  der  richtigen
  Weise  zu  überwachen.!)  —  Soweit  die  Ausführungen
Dannenbergs.

An  zweiter  Stelle  nenneich  einen  Vortrag  von  G.Schanze,
Lehrer  in  Dresden,  über  die  „Hausaufgaben  der  Schüler“.
  Der  Vortrag  wurde  auf  dem  I.  Internationalen  Kongreß
  für  Schulhygiene  zu  Nürnberg  1904  gehalten.?)  Schanze
gliedert  vom  pädagogischen  Standpunkte  dieFrage  der  Hausaufgaben
  nach  zwei  Richtungen,  erstens  nach  der  unterrichtlichen
  und  zweitens  nach  der  erziehlichen  Seite  hin.  Was
die  unterrichtliche  Seite  anlangt,  so  kommt  er  zu  folgendem
'Schlusse:  „Auch  die  Übung  der  Unterrichtsstoffe  gehört
  in  die  Schule;  die  Beseitigung  der  Hausaufgaben
würde  dem  Unterricht  und  seinen  Erfolgen  nicht  nur
keinenSchaden  zufügen,  sondern  im  Gegenteil  förderlich
  sein,  indem  dadurch  die  Stoffmenge  auf  ein  richtiges
  Maß  gebracht  würde.*®)  Eine  Ausnahmestellung
in  bezug  auf  die  Hausaufgaben  gewährt  Schanze  nur  dem
fremdsprachlichen  Unterricht  und  schließt  sich  den  Ausführungen
  Dr.  A.  Sulzbach’s  in  den  „Rheinischen  Blättern
  für  Erziehung  und  Unterricht“  (Jahrg.  1878,  Heft  VI,
S.  508)  über  diesen  Gegenstand  an:  „Der  fremdsprachliche
Unterricht“,  so  schreibt  dort  Sulzbach,  „hat  immer  auf  den
häuslichen  Fleiß  zu  rechnen;  aber  gerade  hier  heißt  es,  ‚Vorsicht
  und  Umsicht  zu  üben  und  sorgfältig  das  aus  dem  Aufgabenetat
  auszuscheiden,  was  nicht  unumgänglich  notwendig
ist.  So  sind  z.  B.  die  im  Hause  schriftlich  angefertigten  Übersetzungen
  von  der  fremden  Sprache  ins  Deutsche,  solange  es

I)  Ebenda  S.  168.

2)  Bericht  über  den  I.  internationalen  Kongreß  für  Schulhygiene  zu
Nürnberg  1904,  Bd  IV,  S.  293.

®)  Ebenda  S.  296.