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sich  um  einzelne  Übungssätze  handelt,  eine  unnötige  und
darum  zu  vermeidende  Arbeit.  Diese  Übungen  sind  nur  mündlich
  in  der  Schule  vorzunehmen.  Erst  auf  vorgeschrittenen
Stufen,  wo  schwierigere,  zusammenhängende  Stücke  gelesen
werden,  ist  eine  schriftliche  Wiedergabe  des  bereits  in  der
Stunde  gelesenen  Autors  von  großem  Nutzen,  sowohl  für
das  richtige  und  tiefe  Verständnis  des  Autors  selbst,  als  auch,
sofern  bei  diesen  Übersetzungen  vor  allem  gutes  Deutsch  zu
fordern  ist,  für  die  Ausbildung  eines  geschmackvollen  und
gewandten  deutschen  Stils.“
Über  häusliche  Übersetzungen  aus  dem  Deutschen  in  die
fremde  Sprache  äußert  sich  Schanze  nicht.
Auch  vom  erziehlichen  Standpunkt  hält  Schanze  die
Beseitigung  der  Hausaufgaben  für  wünschenswert,  da  sie
mehr  Schaden  als  Nutzen  stiften.  Zur  Rechtfertigung  seines
Standpunktes  zitiert  er  eine  Anzahl  Stellen  aus  der  einschlägigen
  Literatur.  Vielleicht  ist  es  nicht  unangebracht,  dieselben
  hier  wiederzugeben.  So  heißt  es  bei  Schanze:
„Dr.  Sulzbach  äußert  sich  in  dem  vorhin  zitierten  in  den
‚Rheinischen  Blättern‘  enthaltenen  Aufsatz  hierzu  folgendermaßen:
  —  ‚jetzt  kann  jeder  Rechenlehrer  ohne  Aufgaben
vollständig  sein  Pensum  absolvieren.  Und  gerade  hier  sollte
jeder  dies  mit  Freuden  begrüßen,  denn  in  keinem  Gegenstande
  ist  die  häusliche  Aufgabe  so  wenig  Maßstab  des  Wissens
und  Könnens  als  gerade  im  Rechnen,  weil  hier  am  leichtesten
  ‚abgeschmiert‘  werden  kann  und  ‚abgeschmiert‘  wird.“
Robert  Münchgesang  führt  als  moralische  Bedenken  u.  a.
folgendes  an:  „Die  häusliche  Aufgabe  führt  zum  Betrug.  Wer
wills  leugnen?  Wird  nicht  mit  dem  fremden  Kalbe  gepflügt?
Man  denke  doch  an  die  zahllosen  Schlüssel  und  geheimen
Hilfsmittel  bei  den  Übersetzungen.“  Nach  Raydt  (Ein  gesunder
  Geist  in  einem  gesunden  Körper,  Hannover
1889)  gibt  es  keinen  deutschen  Gymnasiasten,  der  ohne  streng
verbotene  Hilfsmittel  seine  häusliche  Aufgabe  anfertigt.  Mit
dem  Betrug  geht  die  Lüge  Hand  in  Hand.  Zahlreich  sind
die  Beispiele  hierfür.  Schulhinterziehung!  Hat  der  Knabe
seine  häuslichen  Aufgaben  nicht  machen  können,  so  versäumt
  er  aus  irgend  einem  Grund  die  Schule.  Mama  be-