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in  wie  weit  ihm  dieses  gelungen.  Vielmehr  muß  er  die  in
der  Schule  begonnene  Übung  und  Tätigkeit  auch  außerhalb
derselben  fortsetzen  und  in  zweckmäßiger  Art  veranlaßt
werden,  das  in  sich  Aufgenommene  auch  wieder  darzustellen
und  seine  an  den  einzelnen  Lehrgegenständen  gewonnene
Bildung  durch  freie  häusliche  Arbeiten  zu  betätigen.  Von
seiten  der  Gymnasien  ist  daher  eine  umsichtige  Sorgfalt  vonnöten,
  daß  in  Hinsicht  der  Aufgaben  zu  diesen  Arbeiten
überall  das  richtige  Maß  beobachtet,  und  von  den  Schülern
nichts  verlangt  werde,  was  ihrem  Bildungsstande  unangemessen
und  mit  der  pflichtmäßigen  Rücksicht  auf  die  Erhaltung  ihrer
körperlichen  Gesundheit  unverträglich  ist.  Um  möglichen
Mißgriffen  in  dieser  Hinsicht  vorzubeugen,  ist  von  jetzt  ab
an  allen  Grymnasien,  wie  es  in  mehreren  bereits  seit  längerer
Zeit  geschieht,  zu  Anfange  jedes  Semesters  in  einer  Konferenz
  für  alle  Lehrfächer  und  Klassen  alles,  was  Gegenstand
  des  häuslichen  Fleißes  sein  soll,  nach  Reihenfolge  und
Verteilung  der  Aufgaben  auf  die  Tage,  Wochen  und  Monate
  in  möglichster  Bestimmtheit  zu  verabreden  und  durch
Konferenzbeschluß  äAnzuordnen.  Hierbei  ist  als  Regel  festzuhalten,
  daß  keine  schriftliche  Arbeit  von  den  Schülern  gefordert
  werden  darf,  die  der  Lehrer  nicht  selbst  nachsieht.
Von  den  Aufgaben  der  Lehrer  für  die  öffentlichen  Lehrstunden
  darf  nicht  die  ganze  häusliche  Arbeitszeit  in  Anspruch
genommen  werden,  sondern  ein  angemessener  Teil  derselben
muß  der  Erholung  und  der  freien  Selbstbeschäftigung  der
Schüler  verbleiben,  und  auch  hierin  eine  Abstufung  nach  der
Verschiedenheit  der  Klassen  stattfinden.  Die  für  die  Schüler
der  oberen  Klassen  empfohlene  Privatlektüre  der  griechischen,
lateinischen  und  deutschen  Klassiker  darf  in  keinerlei  Art
erzwungen,  sondern  muß  mit  der  sorgfältigsten  Berücksichtigung
  der  Persönlichkeit,  Anlagen  und  Verhältnisse  der
Schüler  geleitet  werden.  Ferner  ist  bei  allen  Gymnasien  .für
jede  Klasse  ein  Aufgabenbuch  einzuführen,  in  welches  jeder
Lehrer  sogleich  beim  Unterrichte  seine  Aufgabe  einträgt  oder
durch  den  "Primus  der  Klasse  eintragen  läßt,  damit  jeder
Lehrer  derselben  Klasse  ersehen  könne,  wie  weit  der  häusliche
  Fleiß  der  Schüler  für  eine  bestimmte  Zeit  schon  von