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Klasse)  sind  nicht  zu  fordern.  Danebenher  gehen
kleine  Ausarbeitungen  in  anderen  Fächern  (vergl.  «,  ß).

In  der  Mathematik  bezw.  an  Realanstalten  auch  in  den
Naturwissenschaften  sind  neben  den  regelmäßigen  Klassenübungen
  höchstens  alle  4  Wochen  selbständigere  häusliche
Ausarbeitungen  von  nicht  zu  großer  Schwierigkeit  zu  fordern.

Eine  geordnete  deutsche  und  fremdsprachliche  Privatlektüre
  bildet  in  den  oberen  Klassen  die  notwendige  Ergänzung
  der  Schülerarbeit.  Diese  Lektüre  ist  zwar  planmäßig
zu  leiten,  indessen  dem  Schüler  nach  seiner  Eigenart  eine
gewisse  Freiheit  der  Wahl  zu  gestatten,  damit  das  rechte
Interesse  für  die  Sache  geweckt  und  Freude  an  der  Arbeit
erzeugt  werde.  Die  Erziehung  zu  selbständiger  freier  Tätigkeit
  ist  vor  allem  im  Auge  zu  behalten.

Die  zweckmäßige  Verwertung  der  Privatlektüre  zu  freien
Arbeiten  im  Deutschen  bleibt  dem  Ermessen  der  betreffenden
  Lehrer  überlassen.!)

Die  Lehrpläne  vom  Jahre  1901.?)
Evangelische  Religion  (sämtliche  Schulgattungen):

Ki.  VI.  Einprägung  einer  mäßigen  Zahl  von  Katechismussprüchen
  und  leichten  Schriftstellen  sowie  von  4  Kirchenliedern.?)


Kl.  V.  Katechismussprüche  und  Schriftstellen  wie  in  VI];
4  neue  Kirchenlieder,  Wiederholung  der  in  VI  gelernten
Lieder.‘)

Kl.  IV.  Katechismussprüche  und  Schriftstellen  wie  in  den
vorhergehenden  Klassen;  4  neue  Kirchenlieder,  Wiederholung
  der  früher  gelernten  Lieder.  *)

Kl.  UHL  Wiederholung  früher  gelernter  Sprüche  und  Kirchenlieder;
  Einprägung  von  einigen  leichteren  Psalmen  sowie
  von  2  bis  4  neuen  Liedern  oder  von  besonders  wertvollen
  Liederstrophen.‘)

1)  Ebenda  S.  60.

2)  Lehrpläne  und  Lehraufgaben  für  die  höheren  Schulen  in
Preußen  1901,  Hallea.S.,  Verlag  der  Buchhandl.  des  Waisenhauses,  1901.

8)  Ebenda  S,  8.  ‘

*#)  Ebenda  S.  9.