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häuslichen  Inanspruchnahme  für  diese  Fächer  kleine  Zugeständnisse
  macht.  Auf  der  anderen  Seite  nun  gibt  es
eine  ganze  Anzahl  von  Disziplinen,  wo  wir  schon  auf
der  untersten  Stufe  der  häuslichen  Arbeit  nicht  entraten
  können,  wo  diese  unbedingt  eintreten  muß,  um  die
aus  dem  Unterrichte  hervorgegangenen  Vorstellungsreihen
zu  befestigen,  zu  üben  und  anzuwenden  und  die  für  den
Unterricht  notwendige  Ergänzung  zu  schaffen;  und  da  ist  es
in  erster  Linie  die  mündliche  Hausaufgabe,  die  hier  in  fast
allen  Fächern  einzutreten  hat,  sei  es  als  einfaches  Nachlesen
des  in  des  Schule  Verarbeiteten  oder  Vorbereiteten,  oder  als
sinngemäßes  Memorieren  oder  schließlich  als  mehr  mechanische
  Gredächtnisarbeit,  je  nachdem  es  das  Fach  verlangt
und  die  Altersstufe  gestattet.

Es  ist  meines  Erachtens  aber  nicht  möglich,  diese
mündliche  Art  der  Arbeit  vollständig  in  die  Schule
zu  verlegen,  wie  es  Dannenberg  verlangt!),  schon  wegen
der  ungleichen  Zeit,  die  die  Schüler  zur  Erledigung  dieses
Gedächtnisstoffes  brauchen.  Die  letzteren  sind  zu  ungleich
veranlagt,  daß  man  von  sämtlichen  verlangen  könnte,  daß  sie
am  Ende  der  Unterrichtsstunden  in  verhältnismäßig  kurzer  Zeit
das  in  der  Stunde  Durchgenommene  vollständig  befestigen.
Ich  habe  gerade  in  dieser  Hinsicht  selbst  mehrfach  in  den
modernen  Sprachen  und  auch  in  der  Geschichte  Versuche
angestellt,  die  mich  immer  wieder  zu  dem  gleichen  Resultate
führten.  Die  Schüler  lernen  zu  ungleich  lang  (vergl.  auch
die  Tabellen  Ia—f  meiner  Erhebungen),  und  dieser  Umstand
ist  ein  sehr  wichtiger  Grund,  die  vollständige  Erledigung  der
für  die  folgende  Stunde  aufgegebenen  Arbeit  nicht  in  die
Schule  ans  Ende  des  Unterrichts  zu  legen.)  Ein  weiterer
Grund,  die  Aufgaben  in  das  Haus  zu  verlegen,  ist  die  Un-1)

  Vergl.  diese  Arbeit  S.  4.

®)  Damit  soll  indessen  nicht  gesagt  sein,  daß  man  nicht  im  fremdsprachlichen
  Anfangsunterricht  oder  in  Fällen,  wo  für  den  folgenden  Tag  etwas  mehr
aufgegeben  wurde,  am  Ende  der  Stunde  den  Kindern  die  Möglichkeit  gäbe,
die  Aufgabe  für  den  folgenden  Tag  (oder  die  folgende  Stunde),  zumal  wenn
sie  besondere  Schwierigkeiten  böte,  anfangen  zu  lassen.  Die  vollständige  Erledigung
  kann  aber  aus  den  oben  angeführten  Gründen  erst  zu  Hause  erfolgen.
  D.  Verf.