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vernünftigem  Betrieb  nicht  allzu  groß,  und  gerade  die  Schüler
der  untersten  Klassen  machen  sie  oft  sehr  gern  ..  .!)  Man
kann  es  also  wohl  billigen,  wenn  der  Sextaner  einige  Sätze,
die  er  in  der  Schule  übersetzt  hat,  lediglich  zur  besseren  Befestigung
  dieser  schon  getanen  Arbeit,  zu  Hause  auch  schriftlich
  macht,  natürlich  nur  in  ganz  bescheidenem  Umfange  ..  .?)
Wäre  es  wahr,  was  wir  für  die  unteren  Klassen  mit  ihrer
Beschränkung  des  Lehrstoffes  nicht  zugeben,  daß  die  Extemporalien
  mit  ihren  großen  Ansprüchen  an  scharfe  Denktätigkeit
  die  Nervosität  der  Zeit  steigern,  so  könnte  man  ohne
Bedenken  auch  einer  weiteren  Ausdehnung  häuslicher  Übersetzungsarbeiten
  zustimmen.  So  können  wir  nach  unserer
Erfahrung  es  nur  für  richtig  halten,  daß  der  Sextaner  und
Quintaner  zu  größerer  grammatischer  und  lexikalischer  Sicherheit
  und  zur  Erlangung  größerer  Schreibfertigkeit  öfters  ein
paar  durchgenommene  Sätze  zu  Hause  schriftlich  macht,  die
vom  Lehrer  kontrolliert,  aber  der  Gerechtigkeit  halber  nicht
zur  Beurteilung.  der  Kenntnisse  des  Schülers  verwandt
werden.!)

Was  Dettweiler  hier  für  das  Lateinische  empfehlenswert
hält,  gilt  auch  für  die  modernen  Fremdsprachen,  das  Französische
  und  Englische,  die  ja  in  den  (symnasien  und  Realgymnasien
  zu  einer  Zeit  einsetzen,  wo  in  dem  Schüler  durch
den  Lateinbetrieb  schon  eine  Grundlage  für  die  Fremdsprachen
gelegt  ist.  Für  die  Realschulen,  wo  das  Französische  Anfangssprache
  ist,  kann  ich  mich  mit  schriftlichen  Hausaufgaben
wenigstens  in  der  untersten  Klasse  nicht  befreunden,  zumal
hier  die  orthographischen  Schwierigkeiten  als  erschwerender
Faktor  in  Betracht  kommen  und  die  Schüler  oft  nicht  imstande
  sind,  einige  französische  Wörter,  die  an  der  Wandtafel
  stehen,  richtig  abzuschreiben,  geschweige  denn  Übersetzungen
  zu  liefern.  Für  die  spätere  Stufe  wird.aber  auch
hier  gegen  die  Vorschläge  Dettweilers  wohl  nichts  einzuwenden
  sein.  Trotz  dieses  Zugeständnisses,  das  den  Fremdsprachen
  bezüglich  der  schriftlichen  Hausarbeiten  gemacht
werden  kann,  halte  ich  es,  wie  vorhin  erwähnt  wurde,  auf

I)  Ebenda  S,  ı21ı.