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und  mit  schlechter  Schrift  anfertigte.  In  bezug  auf  die  schlechte
Schrift  ist  es  von  Wichtigkeit,  daß  der  Lehrer  zwischen  den
Schülern  einen  Unterschied  mache,  die  nicht  gut  schreiben
können  und  denen,  die  nicht  gut  schreiben  wollen;  nur  für  die
letzteren  können  Abschriften  einer  Arbeit  wegen  schlechter
Schrift  als  Strafe  in  Betracht  kommen.  Sogenannte  Reinschriften
  oder  verbesserte  Abschriften  von  ungenügenden
Klassenarbeiten  haben  geringen  Wert,  da  sie  gewöhnlich
gedankenlos  angefertigt  werden.

V.
Hausaufgaben  und  Selbständigkeit.

Gehen  wir  nun  über  zu  der  oft  auch  in  Lehrerkreisen
sehr  bezweifelten  Erziehung  der  Schulkinder  zur  Selbständigkeit
  durch  die  Hausaufgaben.  Die  neuen  Methoden,  die  bestrebt
  sind,  die  ganze  Tätigkeit  des  Schülers  sozusagen  in
die  Schule  zu  verlegen,  und  die  die  häusliche  Arbeit  auf  eine
minutiöse  Vorbereitung  in  dem  Unterrichte  aufbauen,  haben
entschieden  große  Vorteile  für  die  Schüler  gebracht;  sind  sie
doch  bestrebt,  für  diese  die  Möglichkeit  zu  erhöhen,  den
Lernstoff.  der  Lehrpläne  leichter  in  sich  aufzunehmen  und  vor
allem  auch  der  Vielheit  der  Unterrichtsgegenstände  einigermaßen
  gerecht  zu  werden,  haben:  sie  doch  eine  Menge  von
Hausaufgaben  aus  ihrem  Programme  gestrichen,  die  leicht  im
stande  waren,  zu  Überbürdungen  bei  den  Schülern  Anlaß  zu
geben.  Trotzdem  darf  es  nicht  ungesagt  bleiben,  daß  diese
neuen  Methoden  aber  auch  in  gewisser  Hinsicht  auf  die  Erziehung
  zur  Selbständigkeit  und  Selbsttätigkeit,  wenigstens  im
Hause,  hemmend  gewirkt  haben,  denn  es  ist  unbestritten,  daß
ein  großer  Teil  der  Arbeit  und  zwar  nicht  blos  mechanischer
Gredächtnis-  und  Schreibarbeit,  sondern  auch  selbständiger
ernster  Denkarbeit,  —  und  gerade  diese  kommt  hier  in  Betracht
  —,  der  früher  dem  Hause  zugemutet  wurde,  jetzt  wegfall.
  Es  wäre  trotzdem  verkehrt,  darum  die  neuen  Methoden
verurteilen  zu  wollen,  denn  sie  sichern  mehr  wie  die  älteren
in  der  Schule  die  Gewißheit,  daß  ein  größerer  Teil  der  Schüler