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wenigstens  an  der  Arbeit  teilnimmt  und  auch  teilnehmen  kann,
als  das  vielleicht  früher  der  Fall  war,  wo  die  häusliche  selbständige
  Denkarbeit  oft  genug,  und  zwar  mehr  wie  heute,  nur
die  Arbeit  einzelner  war,  während  die  übrigen  abschrieben
oder,  von  allen  Seiten  unterstützt,  die  Arbeiten  anfertigten,
weil  sie  selbst  infolge  der  für  sie  nicht  genügenden  Vorbereitung
  der  Hausaufgaben  in  der  Schule  selbst  außer  stande
waren,  dieselben  fertig  zu  bekommen.  (Ich  nehme  hier  die
Schüler  aus,  die  aus  Faulheit  oder  Bequemlichkeit  die  Hausaufgaben
  abschreiben.)

Trotz  aller  Erleichterungen,  die  die  neue  Methode  bietet,
kommt  immer  noch  die  Selbständigkeit  und  Selbsttätigkeit  der
Schüler  zu  ihrem  Rechte  und  zwar  allgemeiner  noch  wie
früher.  Über  diese  Erziehung  zur  Selbständigkeit  durch  die
Hausaufgaben  spricht  sich  Schiller!)  u.  a,  folgendermaßen
aus:  Für  die  unterste  Stufe  VI—IV  wird  selbständige  häusliche
  Arbeit  nur  in  sehr  beschränktem  Maße  anzuwenden  sein.
Die  Hauptsache  werden  hier  Wiederholungen  und  Befestigungen
  des  im  Klassenunterrichte  erworbenen  Lehr-  und
Lernstoffes  bilden.?)  Diese  Wiederholungen  werden  sich  allerdings
  einem  bescheidenen  Maße  von  Selbsttätigkeit  schon  darin
nähern  können,  daß  von  den  Schülern  bei  reinen  Wiederholungen
  stets  Umgestaltungen  verlangt  werden  müssen,  die
das  eigene  Nachdenken  herausfordern,  ohne  zugleich  beim
Nichtfinden  der  Lösung  zu  langem  Hinbrüten  Veranlassung
zu  geben.  Solche  Aufgaben  sind  z.  B.  freie  Inhaltsangaben
gelesener  Stücke,  wobei  die  Aufgabe  nur  die  ist,  die  Zusammenfassung
  in  recht  gutes  Deutsch  zu  kleiden  und  recht
kurz  zu  machen,®)  ferner  die  Aufforderung  bei  der  Lektüre,
sich  zu  Hause  auf  sprachliche  oder  sachliche  Analogien  zu
einer  vorgekommenen  sprachlichen  oder  inhaltlichen  Frage
zu  besinnen,  aus  einem  behandelten  Lesestücke  die  sprachlichen
  Tatsachen  für  eine  oder  mehrere  grammatische  Regeln
zu  sammeln,  in  einigen  gelesenen  Kapiteln  etymologische  Zusammengehörigkeiten
  aufzunehmen  usw.*)  Das  Maß  von  Selbı)

  H.  Schiller:  'Schularbeit  und  Hausarbeit.  Berlin  ı891,  Weidmann,
  S.  47.
®2)  Ebenda.  ®)  Ebenda.  4)  Ebenda.