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stützend  wirkt,  ist  klar;  wir  können  eben  weiter  nichts  dagegen
  tun,  als  was  schon  oft  gesagt  wurde,  den  Kindern  nur
Aufgaben  zu  stellen,  die  sie  wirklich  machen  können,  und
die  sie  nicht  übermäßig  in  Anspruch  nehmen,  dann  werden
sich  auch  die  auf  die  Hausaufgaben  zurückzuführenden  Fälle
von  Schulhinterziehung  vermindern.  Gränzlich  die  Unehrlichkeit
  und  Lüge  aus  der  Schule  zu  verbannen,  halte  ich  für
unmöglich;  wir  können  höchstens  dazu  beitragen,  ihren  Umfang
  zu  verringern.

Ferner  hat  man  behauptet,  die  häusliche  Arbeit  beeinträchtige
  die  Arbeitsfreudigkeit  der  Schüler.  Was  dieselbe
  anlangt,  so  darf  man  sich  bei  Schülern  davon  überhaupt
nicht  allzuviel  versprechen.  Die  wirkliche  Arbeitsfreudigkeit
erstreckt  sich  im  allgemeinen  bei  Kindern  nur  auf  ihre  besonderen
  Liebhabereien.  Diese  liegen  zumeist  außerhalb  der
Schule,  wenigstens  außerhalb  des  Unterrichtes.  Daß  nun  von
einem  Kind  mit  noch  unentwickeltem  Geistes-  und  Charakterleben,
  womöglich  für  10—ı5  verschiedene  Disziplinen  eine
gleichmäßige  Arbeitsfreudigkeit  verlangt  werden  soll,  geht
meines  Erachtens  zu  weit,  zumal  diese  verschiedenen  Disziplinen
  die  Berufsarbeit  des  Kindes,  also  einen  gewissen  Zwang
für  dasselbe,  bilden,  der  das  Gefühl  des  Grebundenseins  und
der  Unfreiheit  aufkommen  läßt,  unter  dem  auch  der  berufsfreudigste
  und  pflichttreueste  Erwachsene  manchmal  seufzen
kann,  und  das  um  so  mehr  noch  bei  einem  jungen  Menschen
begreiflich  ist.  Ich  möchte  das  Wort  Arbeitsfreudigkeit  bei
Schulkindern  also  nur  da.  angewandt  wissen,  wo  es  sich  um
das  Nachgehen  besonderer  Neigungen  handelt,  die  sich,  wie
bemerkt,  meistenteils  außerhalb  der  Schule  befinden,  aber
auch  in  dem  einen  oder  andern  Unterrichtsfache  liegen  können.
Vertauschen  wir  lieber  den  Begriff  Arbeitsfreudigkeit  mit  dem
Worte  Pflichtbewußtsein.  Machen  wir  es  bei  den  häuslichen
  Aufgaben  dem  Kinde  nicht  zu  schwer,  die  Pflichten,
die  sein  Beruf  mit  sich  bringt,  zu  ertüllen,  stellen  wir  die
Aufgaben  so,  daß  der  Schüler  unter  dieser  Pflichterfüllung
nicht  allzuschwer  seufzt,  leiden  wird  er  doch  darunter,  indessen
  schadet  es  nichts,  wenn  er  schon  möglich  früh  daran
gewöhnt  wird,  auch  etwas  zu  Hause  für  diesen  Beruf  zu  tun,